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Ein Jahr nach der Bundestagswahl Ex-SPD-Chef Schulz schockiert über Arbeit Seehofers

Vor einem Jahr hat Deutschland gewählt. Martin Schulz zieht Bilanz zur Großen Koalition und ist entsetzt über die Vorgänge im Innenministerium.
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Ex-SPD-Chef Martin Schulz schockiert über Horst Seehofers Arbeit Quelle: dpa
Martin Schulz

Der Ex-Kanzlerkandidat erteilt der großen Koalition ein schlechtes Zeugnis.

(Foto: dpa)

BerlinDer frühere SPD-Chef Martin Schulz hat sich besorgt gezeigt über das Erscheinungsbild der großen Koalition. „Ich bin offen gestanden schockiert, wie Herr Seehofer sein Amt ausübt“, sagte Schulz der Deutschen Presse-Agentur mit Blick auf CSU-Chef und Bundesinnenminister Horst Seehofer. Ein Jahr nach der Bundestagswahl mahnte er die große Koalition, sich nicht ständig mit sich selbst zu beschäftigen.

„Leute wie Trump, Erdogan und Putin verunsichern die Menschen zutiefst.“ Die Bundesregierung sei gut beraten, wenn sie dem Rückfall in den Isolationismus eine aktive Europapolitik entgegensetze. „Europa als Ganzes, mit deutsch-französischen Initiativen, ist stark genug, um den USA, China, auf Augenhöhe zu begegnen.“

Nötig sei eine europäische Innovationsoffensive für Forschung, Qualifizierung und zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit. „Die Regierung muss sich darauf konzentrieren, was wir über den Koalitionsvertrag geschrieben haben“, betonte Schulz. „Eine neue Dynamik für Deutschland, ein Aufbruch für Europa“.

Bei der Bundestagswahl am 24. September 2017 war die SPD mit dem Kanzlerkandidaten Schulz auf 20,5 Prozent abgestürzt und wollte in die Opposition. Nach dem Scheitern der Jamaika-Verhandlungen ließ sich die SPD aber erneut für eine große Koalition in die Pflicht nehmen. Schulz hatte den Koalitionsvertrag mit ausgehandelt, war dann aber als SPD-Chef zurückgetreten und verzichtete wegen innerparteilichen Widerständen auch auf das Amt des Außenministers.
„Dass das am Ende für mich persönlich mit einem großen Opfer und einem Verlust verbunden war, das ist so. Aber es geht am Ende auch nicht um einen selbst“, so Schulz. „Natürlich will ich auch meine eigenen Ambitionen verwirklichen, aber ich bin auch kein Heiliger, auf der anderen Seite geht es auch um die Partei. Ich bin nicht Mitglied der Sozialdemokratischen Partei geworden zum Selbstzweck.“

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  • dpa
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