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Einlagensicherungsfonds Es geht ans Geld der deutschen Sparer

Gegen den Widerstand von Kanzlerin Merkel fordern die EU-Spitzen beharrlich einen gemeinsamen Einlagensicherungsfonds. Die Hauptlast würden dabei die deutschen Sparer tragen.
28.06.2012 - 11:00 Uhr 19 Kommentare
Angela Merkel: Solange sie lebt gibt es keine Eurobonds. Quelle: dapd

Angela Merkel: Solange sie lebt gibt es keine Eurobonds.

(Foto: dapd)

Brüssel/Frankfurt/Berlin Kanzlerin Angela Merkel hält die Bankenunion "für ökonomisch falsch und kontraproduktiv". Auch Euro-Bonds werde es "nicht geben, solange ich lebe", sagte sie vor Bundestagsabgeordneten ihrer Koalition. Auch Bundesbankpräsident Jens Weidmann beklagt, es werde derzeit "nur über Haftung, nicht aber über Kontrolle" gesprochen. Und auch Wirtschaftsminister Philipp Rösler wehrt sich gegen eine "Vergemeinschaftung von Risiken im europäischen Bankensektor". "Aus unserer Sicht ist es zentral, dass Handlung und Haftung zusammenbleiben und der deutsche Steuerzahler nicht für Risiken in Anspruch genommen wird, die anderenorts verursacht wurden", sagte er.

In Brüssel aber scheint sich niemand mehr für die deutschen Widerstände zu interessieren. Unverdrossen halten die EU-Spitzen nicht nur an ihrem Ziel fest, die Staatsschulden über Euro-Bonds zu vergemeinschaften. Darüber hinaus fordern sie ein gemeinsames Einlagensicherungssystem der Euro-Länder.

Damit würde das Sicherheitsnetz, das unter den deutschen Sparern gespannt ist, auch Sparer anderer Länder absichern. So steht es in einem Positionspapier von EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy, Kommissionschef José Manuel Barroso, EZB-Präsident Mario Draghi und Euro-Gruppen-Chef Jean-Claude Juncker.

Die nationalen Einlagensicherungssysteme müssten eine "europäische Dimension" erhalten, heißt es in dem Papier, das im Auftrag der EU-Regierungschefs für den morgigen Gipfel Vorschläge für eine Reform der EU erarbeitet hat. Die Bankenunion sei notwendig, damit die "Einlagen bei allen Kreditinstituten ausreichend abgesichert sind". Eine "gemeinsame Abwicklungsbehörde" solle europäische Fonds für Einlagensicherung und für Bankenabwicklung kontrollieren.

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    Was die vier EU-Präsidenten verschweigen: Die Hauptlast eines europäischen Sicherungsfonds für Bankeinlagen würden die deutschen Sparer tragen. Denn der deutsche Einlagensicherungsfonds, in dem Milliardenbeträge für den Fall nationaler Bankenpleiten gesammelt werden, könnte dann für in Not geratene Kunden ausländischer Banken eingesetzt werden. Um welche Dimensionen es geht, zeigt die Statistik: Deutsche Banken verwalten Spar- und Termineinlagen von 1,8 Billionen Euro - fast so viel, wie die Bürger der Krisenländer Italien, Spanien, Irland und Portugal zusammen gespart haben.

    Deutschland wehrt sich gegen Euro-Bonds

    Standard & Poor's lobt deutsches Bankensystem
    Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen
    19 Kommentare zu "Einlagensicherungsfonds: Es geht ans Geld der deutschen Sparer"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • ...die sich wiederholende Dezentralisierung und Schwächung Deutschlands um eine wirtschaftliche Vormachtstellung und damit einhergehenden wachsenden Einfluss in Europa / im Westen zu verhindern.
      Euro Bonds und Bankenunion sind mit Sicherheit intelligente Ansätze um die Einheit Europas auch wirtschaftlich zu manifestieren, jedoch sollten erstmal die gravierenden Unterschiede der EU-Länder unter einander angeglichen werden ( Renteneintritt, Wochenstunden, Steuermoral )um die Wettberwerbsfähigkeit zu erhöhen und zwar am Beispiel des Stärksten und nicht des Schwächsten!

    • Lieber (jetzt) ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende !!!

    • Bravo, Frau Bundeskanzlerin, wenigstens einige Politiker leiden nicht unter der grassierenden Eurosklerose. Meine Stimme ist Ihrer Partei sicher!

    • Warum keine Eurobonds? Deutschland könnte seine Arbeiter doch dann mit 45 in Rente schicken, für Hartz IV-Empfänger eine Grundsicherung von 2.000 € einführen, alle Steuern abschaffen und wenn noch etwas fehlt, sich von der EZB das nötige Kleingeld leihen. Nach dem raschen Zusammenbruch unserer Wirtschaft wären unsere Nachbarn doch freudestrahlend bereit, ihr sauer erspartes Geld (falls davon dort etwas vorhanden ist), in unser Sozialsystem zu stecken. So lieb, wie unsere Nachbarstaaten uns angeblich doch alle haben, wäre Ihnen doch wohl kein Opfer und Euro zuviel, für uns in die Bresche zu springen.

    • Gegen den ESM : für 55 Cent etwas dagegen tun, und zwar hier und gleich ! (geht nur per Post )

      http://www.verfassungsbeschwerde.eu/index.php?eID=tx_nawsecuredl&u=0&file=fileadmin/pdfarchiv/2012-05-29_Beschwerdeformular_Europakampagne.pdf&t=1340890466&hash=c6ac13de05b43370e90ca20ae3447dc7

    • SayTheTruth
      Berlusconi hat die beste Idee
      -----------------
      naja Truth..seine Idee kommt ja nicht aus purer
      Deutschenliebe zustande.Wenn wir uns verweigern,
      sollte man uns rausschmeißen.
      So sindse unsere Nachbarn..:-))




    • Petition 25090

      Jeder der gegen den ESM ist kann bei der Petition 25090 mitmachen. Der Bundestag ist zwar nicht daran gebunden aber wenigstens können wir so den Politkern zeigen, dass sie gegen unsren Willen und gegen dem Wohle des Volkes handeln.

      https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;petition=25090;sa=sign

    • Das sit tatsächlich eine hervorragende Idee

    • Es ist doch ganz einfach. Wenn Monti, Hollande etc. Eurobonds und eine Bankenunion etc. einführen wollen, so sollen Sie es doch tun. Dann soll der CludMed Eurobonds einführen und eine Bankenunion gründen. Wer hindert sie denn daran? Nun wird sich aber zeigen, ob es ihnen um die Sache geht (Eurobonds/Bankenunion etc.) oder ob es ihnen nur darum geht Deutschland als Zahlmeister dabei zu haben. Da zeigt sich dann wohl die wahre Gesinnung. Und die Herren Schmarotzer sprechen von Solidariät. Für ihre verfehlte Politik sollen wir deutsche Steuerzahler und Sparer haften. Deustchland muss raus aus dem Euro - die anderen wolen nur unser Geld. Angeblich hat Deutschland am meisten vom Euro profitiert. Das ist der größte Quatsch und so etwas verbreiten deutsche Politiker !!
      Der ClubMed hat durch den Euro jahre lang nur ganz niedrige
      Zinsen bezahlt (vor dem Euro 2-stellige Zinssätze). Jaherlang haben sie das Geld zum Fenster hinausgeworfen, an statt produktiv zu handeln. Im ClubMed wurden die Löhne drastisch erhöht, während wir einen Realeinkommensverlust hatten. In Frankreich hat Herr Hollande das Rentenalter von 62 uf 60 gesenkt und in den letzten Tagen den Mindestlohn angehoben auf nunmehr 9,40 Euro.
      Wir sollen bis 67 arbeiten, viele arbeiten bei uns für 5-6 Euro die Stunde und dann sollen wir diese Faulenzer noch unterstützen ??

    • Berlusconi hat die beste Idee:

      Berlusconi: Deutschland soll den Euro verlassen !

      http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2012/06/27/berlusconi-deutschland-soll-den-euro-verlassen/

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