Einsätze verlängert Bundeswehr-Soldaten bleiben im Ausland

Die Einsätze der Bundeswehr im Kosovo, Mali und vor der libanesischen Küste gehen noch mindestens ein Jahr weiter. Das beschließt das Kabinett. Bei allen drei Mandate könnten noch weitere Soldaten entsendet werden.
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Wo deutsche Soldaten überall im Einsatz sind
Karte BW einsaetze
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Die Einsatzgebiete der Bundeswehr

Von Mali bis Afghanistan: In 13 Ländern außerhalb der Europäischen Union ist die Bundeswehr momentan im Einsatz. Ein Großteil der Einsätze findet in Afrika statt, wie die Karte zeigt.

huGO-BildID: 16594125 ARCHIV - Ein ISAF-Soldat der Bundeswehr, links, unterhaelt sich mit afghanischen Polizisten am 18. September 2008 waehrend ein
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ISAF in Afghanistan

Als Teil der ISAF (International Security Assistance Force) war die Bundeswehr 13 Jahre lang in Afghanistan, um das Land beim Wiederaufbau nach dem Krieg gegen die Taliban zu unterstützen. Bis zu 4900 deutsche Soldaten waren in Afghanistan stationiert. Der Einsatz endete am 31. Dezember 2014. Seitdem sind nur noch 850 deutsche Soldaten im Land, um die afghanischen Armee zu beraten und auszubilden.

UNAMA (EPA)
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UNAMA in Afghanistan

Auch die UNAMA (United Nations Assistance Mission in Afghanistan) unterstützt das Nachkriegs-Afghanistan, allerdings mit einem geringeren personellen Umfang und mit einem anderen thematischen Schwerpunkt: Der demokratischer Wiederaufbau, die Schaffung rechtsstaatlicher Strukturen und die Wahrung der Menschenrechte sind seit 2002 Fokus der UN-Friedensmission. UNAMA beschäftigt rund  2.400 vor allem afghanische Mitarbeiter. Der Bundeswehreinsatz ist bei diesem Afghanistan-Einsatz personell auf einen Mann beschränkt: Brigadegeneral Kay Brinkmann dient als Senior Military Advisor. (Foto: EPA)

Kosovo
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Nach Ende des Kosovo-Krieges 1999 verabschiedete der Uno-Sicherheitsrat eine Resolution, die den Einsatz der Nato-Sicherheitstruppe Kfor (Kosovo Force) ermöglichte. Die Kfor sollte zunächst den Abzug jugoslawischer Truppen und die Entmilitarisierung des Kosovo überwachen. Nach der Unabhängigkeitserklärung des Kosovo 2008 änderten sich die Aufgaben der Kfor: die Entwicklung von Sicherheitsstrukturen, die Hilfe für Flüchtlinge und Vertriebene sowie die Unterstützung internationaler Hilfsorganisationen steht nun im Mittelpunkt. 2010 wurde die gesamte Kfor-Einsatztruppe reduziert. Mit derzeit fast 700 Soldaten ist der Kfor-Einsatz momentan noch die zweitgrößte Auslandsmission der Bundeswehr. Aufgabe der ausländischen Streitkräfte im Kosovo ist weiterhin die Stabilisierung des Landes.

Engagement der Bundeswehr in Afrika
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EUTM in Mali

Ein deutscher Soldat bildet in Koulikoro (Mali) einen Pionier der malischen Armee bei der Minensuche aus. Die European Training Mission Mali (EUTM Mali) soll dazu beitragen, die militärischen Kapazitäten der malischen Streitkräfte wiederherzustellen. Momentan sind bis zu 350 deutsche Soldaten in Mali, das Mandat wurde zuletzt am 26. Februar 2015 bis 31. Mai 2016 verlängert.

Bundestag stimmt über Mali-Einsatz der Bundeswehr ab
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MINUSMA in Mali

Am 27. Juni 2013 stimmte der Deutsche Bundestag außerdem für die Entsendung bewaffneter deutscher Streitkräfte zur Beteiligung an der Multidimensionalen Integrierten Stabilisierungsmission der Vereinten Nationen in Mali auf Grundlage der Resolution 2100 (2013) des UN-Sicherheitsrates vom 25. April 2013.

Mali befindet sich seit einem Jahr in einer schweren Krise. Das Land wurde nach einem Militärputsch im April 2012 und dem anschließenden Verlust von staatlicher Gewalt im Norden des Landes faktisch in zwei Teile geteilt. Im Norden des Landes war von verschiedenen Rebellengruppen bereits ein eigener Staat ausgerufen worden, der international jedoch keine Anerkennung fand.

Merkel in der Türkei
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AF TUR in der Türkei

Der Deutsche Bundestag hat am 14. Dezember 2012 der Entsendung deutscher bewaffneter Streitkräfte zur Verstärkung der integrierten Luftverteidigung der NATO auf Ersuchen der Türkei und auf Grundlage des Rechts auf kollektive Selbstverteidigung (Artikel 51 der Charta der Vereinten Nationen) sowie des Beschlusses des Nordatlantikrates vom 04. Dezember 2012 zugestimmt. Das Mandat ist bis zum 31. Januar 2016 befristet und erlaubt den Einsatz von bis zu 400 Soldatinnen und Soldaten mit entsprechender Ausrüstung. Der Einsatz ist eine ausschließlich defensive Maßnahme und dient nicht der Errichtung oder Überwachung einer Flugverbotszone über syrischem Territorium.

BerlinDas Bundeskabinett hat am Mittwoch nach Angaben aus Regierungskreisen die Weichen für die Verlängerung der Militär-Einsätze im Kosovo, vor der libanesischen Küste und in Mali gestellt. Die Regierung habe die unveränderte Verlängerung aller drei Mandate um jeweils ein Jahr beschlossen, hieß es. Die abschließende Entscheidung fällt in einigen Wochen der Bundestag. Im Kosovo ist die Bundeswehr noch mit knapp 700 Soldaten präsent, die als Teil der Nato-Truppe KFOR den Frieden in der ehemaligen serbischen Provinz sichern. Die Obergrenze des Mandats liegt bei 1850 Soldaten. Es ist der zweitgrößte Einsatz der Bundeswehr nach Afghanistan.

In Mali geht es um die weitere Beteiligung Deutschlands am sogenannten Minusma-Einsatz der UN, der beim Lufttransport der Truppen vor Ort hilft. Derzeit sind dafür knapp 80 deutsche Soldaten mit zwei Transportflugzeugen im senegalesischen Dakar stationiert. Die Obergrenze des Mandats, das unverändert verlängert werden soll, beträgt 150 Soldaten. Die Entscheidung des Kabinetts bezieht sich nicht auf den separaten Einsatz weiterer knapp 160 Bundeswehr-Soldaten, die im Landesinnern von Mali bei der Ausbildung der malischen Armee helfen.

Das Kabinett gab auch grünes Licht für die Verlängerung des Marine-Einsatzes im Rahmen der UN vor der libanesischen Küste. Knapp 170 Bundeswehr-Soldaten helfen dort derzeit vor allem bei der Ausbildung libanesischer Marine-Soldaten. Die Mandatsobergrenze bleibt bei 300 Soldaten. Der Einsatz begann nach dem Ende des Krieges zwischen Israel und dem Libanon 2006 und war eine Grundlage für die Waffenruhe zwischen den beiden Staaten.

  • rtr
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  • Der von SPD und Grünen in einem Krieg zusammen mit Busch eroberte Kosov von Deutschland und Amerika dann anektiert
    wird noch über Jahrzehnte bewacht werden durch Deutsche und andere Besatzer. Diese Politik schreitet weiter vor,ob militärisch oder Politisch Deutschland wird vorgeschickt. Denn nichts ist schöner als die Deutschen für alles verantwortlich zu machen wenn es kracht. Kein Volk hält solange still wie die Deutschen.

    Einmal mit Kriegen und BW Einsetzen weltweit angefangen, wird nicht einmal mehr auf Kosten geachtet.

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