Einspeisevergütung Kartellamt kritisiert Solarkürzungen als unzureichend

Umwelt- und Wirtschaftsministerium haben heute Pläne für Kürzungen der Solarenergie-Förderung vorgestellt. Doch auch das überarbeitete Gesetz habe „planwirtschaftliche Defizite“, kritisiert Kartellamtspräsident Mundt.
18 Kommentare
Die Förderung der Sonnenenergie ist umstritten. Quelle: dpa

Die Förderung der Sonnenenergie ist umstritten.

(Foto: dpa)

BerlinDie von Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) und Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) vorgeschlagenen Kürzungen der Photovoltaik-Vergütungen sind aus Sicht von Bundeskartellamtspräsident Andreas Mundt unzureichend. Die beiden Minister hätten mit ihrer gemeinsamen Position die „planwirtschaftlichen Defizite des bestehenden Fördermodells“ nur „geringfügig gedämpft“, sagte Mundt dem Handelsblatt.

„Besser als hohe Subventionen für eine einzelne, in Deutschland wenig effiziente Technologie wäre es, die erneuerbaren Energien technologieunabhängig zu fördern. Dann würde derjenige prämiert, der sauberen Strom effizient zu den geringsten volkswirtschaftlichen Kosten erzeugt“, sagte Mundt. „Das Fördervolumen für die bereits errichteten Solaranlagen wird auf über 100 Mrd. Euro geschätzt. Da ist es höchste Zeit, auch bei erneuerbaren Energien wettbewerbliche und damit kostendämpfende Elemente einzuziehen“, sagte der Kartellamtspräsident.

Am Vormittag hatten Rösler und Röttgen ihre Pläne in Berlin der Presse vorgestellt. Nach dem 9. März an das Netz angeschlossene Anlagen werden weniger Förderung erhalten.

Startseite

18 Kommentare zu "Einspeisevergütung: Kartellamt kritisiert Solarkürzungen als unzureichend"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Die Preisvergleiche zwischen Einspeisevergütung und marktüblichen Strompreisen hinken: Die Einspeisevergütung wird immer gezahlt, egal wie die Stabilität der Einspeisung ist. Es interessiert also z.B. nicht dabei, wenn 10 Minuten lang eine Wolke über den PV Anlagen ist, die den PV-Strom aussetzt. Es interessiert auch wenig, wenn der PV-Strom unerwartet stark eingespeist wird - gezahlt wird immer, und zwar Zwangsweise.
    Vergleichbar sind die Preise erst dann, wenn die Stabilität mit konventionellen Kraftwerken ist - z.B. mit Pumpspeicherkraftwerken. Dann würde es auch freiwillige Käufer für EE-Strom geben und der staatliche Zwang wäre nicht mehr notwendig.

  • Wann werde die 2 Chaoten Rösler und Röttgen endlich rausgeschmissen? im letzten jahr beschließen, das die Förderung ab juli um 15% sinken soll und nun plötzlich nochmal 30% draufsatteln? Wo bleibt denn da bitte die Verläßlichkeit und Planbarkeit? Vielleicht beschließen die 2 ja zum 1. April ja nochmal ne Halbierung... Zum Glück ist das Ende der FDP besser vorhersehbar als die Solarkürzungen!

  • Förderung für industrielle Windparks wird gefordert. Wertschöpfung darf in einer "freien" Marktwirtschaft niemals betrieben werden.

    Das ist ein Verstoß gegen die Marktgesetze. Der Staat ist ausschließlich dafür da, Unternehmen direkt durch Subventionen zu unterstützen, ansonsten findet eine Kapitalrückführung in die Bürgerschaft statt.

  • Ganz flascher Ansatzpunkt von H. Mundt: mag sein, dass die Vergütungen in Summe zu hoch sind - aber diesen Fehler so korrigieren zu wollen ist blankes Unvermögen.
    Diese kufri Änderung der Einspeisevergütungen seitens unserer Politiker ist an Unprofessionalität nicht mehr zu überbieten! U.a. sollte doch die Aufgabe der Politik sein halbwegs planbare, bzw. kalkulierbare Rahmenbedingungen für die Wirtschaftsakteure deren (hoffentlich zunehmende) Investitionen zu schaffen - mit solchen Kurzschluss-Aktionen nimmt aber lediglich das Unverständnis und Verunsicherung zu. Was soll dieses Vorgehen, mitten im Spielbetrieb plötzlich die Spielregeln zu ändern?! In der freien Wirtschaft wird solch ein Vorgehen als planloser Aktionismus bezeichnen. Wieso ist denn eine grundsätzliche Überarbeitung der Verringerung zukünftiger Einspeisevergütung nicht möglich? Bspw. eine vollumfängliche Überplanung, Prämisse mit höheren Zuwachsrate der Anlagen als bisher, frühzeitige Info als seriöse Planungsgrundlage für Unternehmer und Käufer/ Investoren. Wollen wir hoffen, dass auch der besonders junge/ ambitionierte Politiker schnellstmöglich an Qualität hinzugewinnt. Deutschland wäre ihm sicherlich dankbar.

  • Wie in Griechenland muss die deutsche Solarindustrie durch Lohnkürzungen wieder wettbewerbsfähig gegen die Konkurrenz aus Asien, vor allem aus China, werden.
    Was man von den Griechen verlangt hat (interne Abwertung ist das Zauberwort) wird man wohl auch von den Deutschen verlangen können. Gleicher Lohn und gleiche Sozialleistungen für alle in der Währungsunion! Das hat doch unsere Angela lautstark verlangt. In Griechenland gibt es kein Hartz IV, also weg mit Hartz IV in Germany, wie in Griechenland sollen auch hier Volkssuppen organisiert werden.
    Dann wir die deutsche Solarindustrie wieder aufblühen, wie die griechische Wirtschaft auch.

  • Wie in Griechenland muss die deutsche Solarindustrie durch Lohnkürzungen wieder wettbewerbsfähig gegen die Konkurrenz aus Asien, vor allem aus China, werden.
    Was man von den Griechen verlangt hat (interne Abwertung ist das Zauberwort) wird man wohl auch von den Deutschen verlangen können. Gleicher Lohn und gleiche Sozialleistungen für alle in der Währungsunion! Das hat doch unsere Angela lautstark verlangt. In Griechenland gibt es kein Hartz IV, also weg mit Hartz IV in Germany, wie in Griechenland sollen auch hier Volkssuppen organisiert werden.
    Dann wir die deutsche Solarindustrie wieder aufblühen, wie die griechische Wirtschaft auch.

  • Sie haben offenbar keine (Ahnung)!
    Das Problem ist, das Herr Mundt bull shit erzählt. Die aktuelle Ausgestaltung des EEG sorgt gerade dafür, dass die Preise an der Strombörse niedrig sind! Herr Mundt scheint sich aber darüber zu ärgern, dass das höhere Angebot zu niedrigeren Preisen geführt hat?! Und in diesem Fall hat er seinen Beruf verfehlt!
    Bei den Benzinpreisen sieht er offenbar kein Problem?! So einen Monopolwächter braucht niemand!

  • Da hat ja eineer sehr viel Ahnung und vertraut auf die Aussagen der Solarlobbyisten. M.E. wären Investitionen in die Energieeffizienz deutlich besser. Mit den 100 Mrd für die Solarenergie hätte man sie für Effizienzmaßnahmen eingesetzt deutlich mehr dem Klima genutzt.
    Es geht um Umweltschutz und nicht darum, welche Branche wieviel verdienen darf!!

  • Solange die Photovoltaikzellen der dritten Generation mit Wirkungsgraden von über 25,4% nicht als Serienprodukte schnell auf den Markt kommen, hat die Photovoltaik bald gegenüber der Thermovoltaik (Zellwirkungsgrad ab 30% bis 48%) bald keine Zukunft mehr!

  • "Das sollte vielleicht folgendes erwähnen."

    Sorry für diesen Satz. Sollte eigentlich heißen:

    Mundt sollte vielleicht folgendes erwähnen.

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%