Eklat beim Parteitag Hessens AfD ohne Vorstand

Während der Neuwahlen am Samstag haben offenbar so viele Mitglieder den Raum verlassen, dass der Parteitag nicht mehr beschlussfähig war.
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Der Haussegen hängt schief bei der AfD in Hessen. Quelle: dpa

Der Haussegen hängt schief bei der AfD in Hessen.

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GießenDer hessische Landesverband der eurokritischen Partei Alternative für Deutschland (AfD) hat keinen Vorstand mehr. Nach dem Rücktritt des kompletten alten Präsidiums bei einem Parteitag in Gießen sei es zu einem Eklat gekommen, sagte der ehemalige Vorstandssprecher Albrecht Glaser am Sonntag.

Während der Neuwahlen hätten am Samstag so viele Mitglieder den Raum verlassen, dass der Parteitag nicht mehr beschlussfähig war. Die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ berichtete, 123 der 378 anwesenden Mitglieder seien hinausgegangen. „Die Ratlosigkeit ist jetzt groß“, sagte Glaser. Für den 14. Dezember ist ein neuer Parteitag geplant.

Der im Mai gegründete AfD-Landesverband hatte bei der hessischen Landtagswahl am 22. September mit 4,1 Prozent den Einzug ins Parlament verfehlt. Bereits vor der Wahl hatte es in der neuen Partei Querelen gegeben. Die AfD hat in Hessen nach Angaben Glasers rund 2000 Mitglieder.           

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4 Kommentare zu "Eklat beim Parteitag: Hessens AfD ohne Vorstand"

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  • Ja mit demokratischer Willensbildung können unsere sog. "Qualitäts-Journalisten" nichts anfangen, wie es scheint. Wenn mal ein Kandidat nicht von vornherein feststeht, wird das Chaos und der (gewünschte) Untergang der betr. Partei postuliert, schon lustig.
    Im Grunde ist es in Dtl. so wie Volker Pispers in einem Kabarettprogramm gesagt hat: "Wenn sich 2 Kandidaten zur Wahl stellen ist es ne "Kampfkandidatur", tätäteretähh.. Wenn aber nur einer antritt ist es ne Wahl!!"

  • Zu einer sachlichen Berichterstattung gehört hier wenigstens die Beantwortung der Frage, warum haben so viele Delegierte den Saal verlassen ?
    Mit der oberflächigen Berichterstattung wird hier der Eindruck einer einseitigen Ablehnung und Vorverurteilung erweckt.

  • Nanana - wer wird denn da gleich unken!?!
    Am Wochenende gab es noch einige Parteitage mehr als den in Hessen. Zum Beispiel in Niedersachsen. Von dem wird nicht berichtet, weil wohl nicht genug Rambazamba für ne Headline...

  • Und schon beginnt der übliche Streit um die reine Lehre bei solchen neuen, in der Regel künstlich zusammengehaltenen, Parteien. Von wegen "Partei neuen Typs", wie Lucke gesagt hat. Alles genau wie bei der STATT-Partei oder der Schill-Partei. Der Zerfall beginnt.

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