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Elektroautobauer So buhlen das Saarland und Rheinland-Pfalz um die neue Tesla-Fabrik

Tesla-Chef Elon Musk will eine neue Fabrik für E-Autos und Batterien in Europa bauen lassen. Beide Bundesländer werben mit ihrer günstigen Lage.
Update: 31.07.2018 - 16:29 Uhr 2 Kommentare
Saarland und Rheinland-Pfalz buhlen um neue Tesla-Fabrik Quelle: Reuters
Tesla

Zukünftig könnten die Modelle des amerikanischen Autobauers auch in Europa gefertigt werden.

(Foto: Reuters)

Berlin, DüsseldorfMatthias Müller trat fast immer sachlich und besonnen auf. Emotional zeigte sich der frühere VW-Chef eigentlich nie, bis eben auf wenige Ausnahmen – etwa im Oktober vergangenen Jahres, als er auf einer Podiumsdiskussion in Passau mit dem amerikanischen Elektropionier Tesla überraschend hart ins Gericht ging:

„Es gibt Unternehmen, die verkaufen mit Mühe 80.000 Autos pro JahrVolkswagen elf Millionen in diesem Jahr. (...) Wenn ich richtig informiert bin, vernichtet Tesla pro Quartal einen dreistelligen Millionenbetrag, schmeißt die Leute raus, wie sie lustig sind – also Sozialkompetenz, weiß ich nicht, wo die ist.“

Beobachter werteten schon damals Müllers Aussagen als Ausdruck der Sorge, der amerikanische Elektroautobauer könnte künftig den deutschen Autoriesen VW, Daimler, BMW und Co. im Elektrozeitalter gewaltig Konkurrenz machen.

Eine Befürchtung, die ernst zu nehmen ist. Tesla-Chef Elon Musk hat inzwischen Gespräche mit den Landesregierungen in Rheinland-Pfalz und im Saarland aufgenommen, um den möglichen Bau einer „Gigafabrik“ auszuloten.

Begonnen hatte alles mit einem Tweet Musks bei Twitter, in dem er im Juni geschrieben hatte, Deutschland sei eine „führende Wahl“ für eine Investition in Europa. Die deutsch-französische Grenze mit ihrer Nähe zu den Benelux-Ländern halte er für möglicherweise sinnvoll.

Ein Standort in Rheinland-Pfalz oder im Saarland, nah am wichtigen Absatzmarkt Frankreich, würde daher infrage kommen. Nach Informationen des Handelsblatts von Personen, die an den Gesprächen beteiligt sind, wird bei Tesla über eine „große Fabrik zum Bau von E-Autos und Batterien unter einem Dach“ nachgedacht.

Ein Brief an Elon Musk

Seitdem buhlen die Bundesländer Rheinland-Pfalz und Saarland um die Gunst des möglichen Investors. Der Ministerpräsident des Saarlands, Tobias Hans, und die stellvertretende Ministerpräsidentin Anke Rehlinger luden Musk bereits zu einem persönlichen Gespräch ins Saarland ein, um die Stärken des Bundeslandes vor Ort präsentieren zu können. Die Gespräche sind in einer frühen Phase, ein Zuschlag für ein deutsches Werk sei keineswegs sicher, verlautete als Ergebnis aus den ersten Kontakten.

Die saarländische Regierung hatte sich Ende Juni in einem Brief an Musk gewandt, indem sie die besonderen Vorzüge des Saarlandes als Standort betonte. Das Saarland präsentierte sich darin als grenznahe, europaorientierte Region.

Das Land sei nicht nur in der Automobilindustrie breit aufgestellt, sondern auch als einer der weltweit führenden Standorte für Informatik und künstliche Intelligenz bekannt, argumentierten Hans und Rehlinger in ihrem Schreiben. Tesla Deutschland antwortete kurz darauf und signalisierte Interesse an Gesprächen, über die zuerst das „Wall Street Journal“ berichtet hatte.

Rheinland-Pfalz warb ebenfalls für sich als möglicher Standort einer Fabrik. „Selbstverständlich ist das Wirtschaftsministerium mit dem Unternehmen in einem guten Austausch“, heißt es bei der Regierung in Mainz. Informationen zu Unternehmen würden aber grundsätzlich vertraulich behandelt.

Nach Informationen des Handelsblatts von Personen, die mit der Angelegenheit vertraut sind, könnte es eine Ankündigung einer Investitionsentscheidung bereits Ende des Jahres oder Anfang 2019 geben. Um über den Umfang der Investitionen und den Baustart für die Fabrik zu sprechen, sei es allerdings noch viel zu früh, hieß es. Tesla selbst wollte sich zu dem Thema nicht äußern.

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2 Kommentare zu "Elektroautobauer: So buhlen das Saarland und Rheinland-Pfalz um die neue Tesla-Fabrik"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Frau Bartels, die Geschichte mit den Neutrinos ist Zukunftsmusik. Wir benoetigen zwischen-
    zeitlich Loesung, die wir kaufen und bezahlen koennen. Die Kenntnisse, die Sie haben,
    stehen auch den Auto- und Zulieferfirmen zur Verfuegung und sie werden genutzt, sobald
    sie auch wirtschaftlich produziert werden koennen.

  • Tesla will Batterie-Fabrik in Deutschland bauen, dabei gibt es bereits neue Alternativen für die Elektromobilität aus Deutschland. Investitionen in E-Mobility sind sinnvoll wie noch nie, seit der revolutionärsten Entdeckung von Neutrino-Energy für die Menschheit des 21.Jahrhunderts. Es strömen Billliarden Neutrinos Tag und Nacht weltweit, die wir seit neuestem Wissen (Physik Nobelpreis bereits 2015) in Energie wandeln können - für die mobile " dezentrale Haushaltsenergie und die Elektromobilität. Bei dieser Technologie braucht es keine Grosskraftwerke und demzufolge keine Speicher mehr. Auch materialaufwendige Akkus und Batterien werden durch kleinere PowerCubes und Neutrino-Chips ersetzt. Ein Grosses Umdenken in Politik und Wirtschaft, wie etwa in den 80iger Jahren steht an - weg von Festnetztelefonie zur Mobilen Telekommunikation oder die Verbreitung von News anstelle mit Drucksachen über das Internet " Social Media. Die Berliner Neutrino Group und ihr wissenschaftliches Team und ihre internationalen Partner, bieten Lizenzen aus internationaler Forschung für die Nutzung von Neutrino-Energy. Auch mit einem ersten Kleinfahrzeug PI, das mit unendlicher Reichweite, quasi "aus der Luft betanken" würde, angetrieben von Tag und Nacht milliardenfach strömenden Neutrinos, welche Energie abgeben, kann ein Meilenstein gesetzt werden. Ich hoffe Elon Musk wird damit seine neuen Antriebe umbauen.