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Elektromobilität Das ist Fahrern von E-Autos bei Ladesäulen wichtig

Schneller, leistungsfähiger, weiter: Besitzer von E-Autos haben einige Verbesserungswünsche, wenn es um das Laden geht. Eine Umfrage zeigt auch, was sie zur Anschaffung eines Elektroautos motiviert.
12.05.2021 - 00:01 Uhr Kommentieren
Der mit Abstand häufigste Grund für die Wahl einer bestimmten Ladestation ist mit 47 Prozent die Benutzerfreundlichkeit. Quelle: Allego/ Compleo
Stromtankung an der Ladesäule

Der mit Abstand häufigste Grund für die Wahl einer bestimmten Ladestation ist mit 47 Prozent die Benutzerfreundlichkeit.

(Foto: Allego/ Compleo)

Düsseldorf Fragt man Fahrer von Elektroautos, welche drei Änderungen das Laden am stärksten verbessern würden, nennen 48 Prozent die Verfügbarkeit öffentlicher Ladepunkte. Nur schnelleres Laden steht noch weiter oben auf der Liste, nämlich für 52 Prozent der Fahrer.

Die Zahlen stammen aus einer Umfrage, die das Unternehmen New Motion durchgeführt hat, eine Tochter des Energieunternehmens Shell. Es soll die größte Erhebung ihrer Art bisher in Europa sein. Dafür wurden mehr als 10.000 E-Auto-Fahrer in Belgien, Frankreich, Deutschland, den Niederlanden und Großbritannien befragt.

Auch wenn die Schnellladeinfrastruktur besonders auf Fernstraßen ausgebaut wird, besteht überall eine deutliche Nachfrage nach kürzeren Ladezeiten. Dem steht die tatsächliche Ladeinfrastruktur entgegen: Daten der Bundesnetzagentur zeigen beispielsweise für Deutschland, dass Schnellladesäulen bisher nur einen geringen Anteil ausmachen.

Nur fünf Prozent der Ladeeinrichtungen sind ultraschnelle Säulen mit einer Leistung von 150 Kilowatt (kW) und mehr. An diesen Säulen dauert eine Strombetankung etwa eine halbe Stunde, bei Ladesäulen bis 50 kW kann es mehr als eine Stunde werden.

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    Zwar müssten Fahrer, die große Distanzen zurücklegen, häufig Schnellladepunkte nutzen, doch sind sie für viele noch nicht im Alltag angekommen: Weniger als die Hälfte der Befragten nutzt einmal pro Woche Schnellladepunkte, und 13 Prozent verwenden sie nie.

    Bei den Erwartungen der Nutzer an dritter Stelle steht der Wunsch nach einer einzigen Ladekarte zum Aufladen an sämtlichen öffentlichen Ladestationen. Derzeit gibt es eine Handvoll Anbieter, darunter EnBW, New Motion, Ionity.

    Grafik

    Obwohl 84 Prozent der Fahrer über einen privaten Parkplatz verfügen und daher relativ wahrscheinlich einen Ladepunkt zu Hause installieren könnten, besitzen nur 68 Prozent einen eigenen Ladepunkt. Als Hinderungsgrund nennen einige, dass es nicht möglich sei, zu Hause eine Ladestation aufzubauen. 38 Prozent der Fahrer können mittlerweile am Arbeitsplatz laden. Wer keine der beiden Möglichkeiten hat, behilft sich als Alternative an Steckdosen oder unterwegs an öffentlichen Ladepunkten.

    Der mit Abstand häufigste Grund für die Wahl einer bestimmten Ladestation ist mit 47 Prozent die Benutzerfreundlichkeit. Fahrer mit eigenen Ladepunkten haben auch ein Auge auf die Kosten, und das nicht nur bei der Anschaffung der Säule.

    Da das Laden zu Hause mit einem erheblichen Stromverbrauch einhergeht, werden Energiepreise für E-Auto-Fahrer wichtiger. 60 Prozent der Befragten stimmen zu, dass sie sich ihres Energieverbrauchs bewusster geworden sind, seit sie ein Elektrofahrzeug fahren.

    Umweltschutz als Anschaffungsgrund

    E-Auto-Fahrer bewerten ihre Wagen gegenüber Benzinern und Dieseln als sehr gut, vor allem was die Nachhaltigkeit betrifft. Mehr als die Hälfte der Fahrer sagte auch, dass Umweltschutz für sie einer der Hauptgründe sei, sich für ein E-Fahrzeug zu entscheiden.

    Die Geldersparnis ist beispielsweise für 34 Prozent der Fahrer ein wichtiger Grund, der für den Besitz eines E-Autos spricht, die Inanspruchnahme von Subventionen und Steuervergünstigungen nur für 28 Prozent. „Obwohl Regierungen oft darauf abzielen, die Einführung von Elektrofahrzeugen finanziell zu fördern, geht von technologischen Vorteilen offenbar nach wie vor die größte Anziehungskraft aus“, heißt es in dem Report.

    Aber auch bei Komfort und Ausgaben beurteilt die Mehrheit elektrisch betriebene Fahrzeuge als besser. So überrascht ein weiteres Ergebnis der Studie wenig: Nur vier Prozent der Befragten geben an, nach der Umstellung auf ein E-Fahrzeug wieder zu einem Benziner oder Diesel zurückkehren zu wollen. Drei von fünf Fahrern planen zudem, als nächstes Fahrzeug ein batteriebetriebenes E-Auto zu kaufen. Tesla-Fahrer sind dabei am euphorischsten: 83 Prozent von ihnen denken schon an die nächste E-Auto-Anschaffung.

    Mehr: Das E-Auto-Problem: Tausende Tonnen Batterien landen vorzeitig im Müll.

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