Die Regierung verfehlt ihr Ziel von einer Million Elektroautos bis 2020. Nun soll Merkels Berater Kagermann den Ausbau der E-Mobilität vorantreiben.

Kommentare

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  • Lieber Herr Peter,

    bevor ich mit Zahlen um mich schmeisse, überprüfe ich diese auf ihre Richtigkeit.
    Biogasanlagenbetreiber erhalten für den Strom zwanzig Jahre lang erheblich weniger als zwanzig Cent je Kw. Davon müssen sie aber auch alle nachträglichen Anforderungen und Preissteigerungen bezahlen. Zu Beginn sah das wirtschaftlich sehr gut aus, aber heute werden kaum noch Biogasanlgen gebaut, bzw. viele werden stillgelegt, weil das Geschäft kaum noch wirtschaftlich zu betreiben ist. Des weiteren ist Mais die Frucht, welche am sparsamsten mit Dünger und mit den wenigsten Pflanzenschutzmitteln auskommt, nebenbei aber am meisten Sauerstoff erzeugt, ein vielfaches mehr wie der berühmte deutsche Buchenwald. Auch gibt es in Deutschland keinen gentechnisch veränderten Mais. So viel dazu.
    Elektromobilität ist ja etwas, was sich gut anhört, aber nur, wenn zumindest der Strom auch aus erneurbaren Quellen kommt. Wo werden wir in Deutschland soviel erneuerbaren Strom herbekommen? DIe Stadtbevölkerung macht es sich hier einfach und verweist auf die Fläche (also Windpark`s, PV-Anlagen und vor allem Biogasnalgen) Wasserkraft ist nicht weiter ausbaubar. Das führt dazu, das die Landbevölkerung den Lifestyle der Städter zu bezahlen hat, in dem dort die Belastung mit Energieerzeugungsanlagen steigt. Nebenbei wird sie auch noch weiter abgehängt, da die Städte nur noch mit Fahrzeugen befahren werden können, welche auf dem Land fast unbrauchbar sind. Dieser Konflikt findet m.E, viel zu wenig Beachtung.

  • Es ist Mai, ich brauche kurzfristig ein neues Auto. Das Interesse und der Wille nach einem E-Antrieb ist ja da (bei einem Elektroingenieur auch nicht ungewöhnlich). Anforderung: Mindestens 300km ohne Ladepause. Das schränkt den Kandidatenkreis schon ein.
    Tesla: Nett zu fahren, aber komplett überteuert
    Opel Ampera 2: Häßlich wie die Nacht, da kriegt mich keiner rein.
    Und das wars dann schon.
    Ach halt, der Nissan Leaf ist neu erschienen, und könnte 300km schaffen. Zitat des Verkäufers: Wenn Sie ihn jetzt bestellen bekommen sie ihn im Januar.

    Konsequenz: Ich fahre wieder Jeep - mit LPG.

  • Es wäre schon viel erreicht, wenn die Bundesregierung endlich dafür sorgen würde, daß auch in den Tiefgaragen von Mehrfamilienhäusern Steckdosen montiert werden könnten.

  • Na dann Herr Michael Ahrndt,
    ab nach Hause an die eigene Steckdose und die eigene Solarenergie tanken!!!!

  • Die Preise an den Ladesäulen sind zum größten Teil total abgehoben. Sie gehen von 0,27€ bis etwa 18,-€/h. Wobei die Stadtwerke in München 1,80€ pro angefangene Stunde verlangen. Man brauch bis zu 5 Karten und mehr, um in Deutschland zu relativ nachvollziehbaren Preisen laden zu können. Tesla hat ein vernünftiges Ladesystem aufgebaut, Deutschland hat mit seinen hervorragenden Politiker und mit den tollen Wirtschaftsbossen nur Murks hervorgebracht. Und da will man den Umschwung zu den E-Autos machen, da lachen ja die Hühner.

  • Lieber Herr Matthias Moser,

    dass normale Autos auf E-Parkplätze stehen, kann ich nicht nachvollziehen aus eigener Erfahrung.
    Natürlich werden E-Autos Parkplatz - mäßig bevorzugt. Ist das wirklich gut?

    Was ich wirklich gut finde:
    Eine FREIE Entscheidung der mündigen Bürger - OHNE SUBVENTIONIERUNG - OHNE IRGENDWELCHE VORTEILE

    Eine gute Lösung ist ein Hybrid, der ca. 100km elektrische Reichweite hat, der nicht durch eine sehr große Batterie Umweltschäden verursacht. Wenn dann noch der Strom auf dem Dach des Autohalters erzeugt wird, bin ich glücklich!

    Meine Erfahrung ist: Politik subventioniert nur technisch schlechte Lösungen:
    Beispiel Abwrackprämie - da wurden viele Diesel mit schlechten Abgaslösungen verkauft.
    Beispiel Abschreibungsmöglichkeiten für Ostimmobilien - da wurden viele Investoren in die Falle gelockt mit Schrottimmobilien.
    Heute: Viele kaufen heute Schrottimmobilien in der Hoffnung auf Gewinne, weil diese nach 10 Jahren steuerfrei sind.

  • Ich denke schon, daß es mehr E-Autos oder Hybride geben würde: Allerdings ist in manchen Städten und Gegenden die Abdeckung mit Ladesäulen wirklich noch sehr sehr mager. Ich rede da aus eigener Erfahrung. Das motiviert nicht.
    Und wenn dann Ladeplätze da sind, stehen häufig genug normale Autos drauf. Die Ordnungsämter schreiben zwar fleißig Knöllchen für alles und jedes, aber die Ladeplätze stehen nicht im Focus.

  • Subventionieren bis der Arzt kommt!

    Wann darf sich der Bürger selbst und frei entscheiden in diesem Lande?

    Bei Biogasverstromung sieht man das Dilemma der Subventionierung:
    Der Bauer erhält 30 Cent pro kWh - das ergibt pro Hektar ca. 3000 Euro (Gemüse und Getreide ca. 1700 Euro).
    Da baut er gerne Genmais an, düngt und spritzt und verseucht das Grund- und Trinkwasser mit Nitrate und Glyphosat.
    Der wirkliche Biobauer erhält kaum Flächen, da er nicht die hohen Pachtpreise zahlen kann. Die Nahrungsmittelproduktion wird verdrängt.
    Die Nahrungsmittelpreise steigen!
    Die Wasserkosten steigen wegen erhöhter Aufbereitungskosten!
    Die Strompreise steigen - wegen EEG und 30Cent/kWh!

    UND DANN WOLLEN DIE KOMISCHEN POLITIKER AUCH NOCH E-AUTOS!!!
    DANN WIRD DER STROMPREIS ASTRONOMISCH!!!
    WAS PASSIERT WENN DIE ATOMKRAFTWERKE STILLGELEGT SIND?????

    So richtig Hirn hat da keiner unserer ideologisch motivierten Politiker - keine Ahnung von der Lebensrealität der Menschen im Lande!

Mehr zu: Elektromobilität - Elektroautos finden kaum Abnehmer – jetzt soll ein neuer Masterplan her

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