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Elektromobilität Mit diesen Maßnahmen wollen Scholz und Weil E-Mobilität fördern

Der Verkauf von E-Autos läuft in Deutschland schleppend. Die SPD-Politiker Olaf Scholz und Stephan Weil wollen gegensteuern – und Autobauer entlasten.
Update: 17.02.2019 - 13:59 Uhr Kommentieren
Laut Scholz wird die Hälfte aller Autos in Deutschland als Dienstwagen verkauft. Quelle: dpa
Parkplatz für Elektroauto

Laut Scholz wird die Hälfte aller Autos in Deutschland als Dienstwagen verkauft.

(Foto: dpa)

BerlinBundesfinanzminister Olaf Scholz will die steuerliche Förderung von E-Dienstwagen möglicherweise bis 2030 verlängern.

Die Hälfte aller Autos werde in Deutschland als Dienstwagen verkauft, sagte der SPD-Minister der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ laut Vorabbericht. „Ich habe mich deshalb entschlossen, dass wir die steuerliche Förderung von Elektroautos und Plug-in-Hybriden als Dienstwagen nicht 2021 enden lassen, sondern vielleicht über das ganze nächste Jahrzehnt ausdehnen.“ Zudem erwäge er eine steuerliche Förderung für Lieferwagen mit Elektroantrieb. „Damit verbessern wir die Luftqualität und erreichen unsere Klimaziele schneller“, sagte Scholz. Plug-in-Hybridfahrzeuge sollten künftig allerdings nur noch gefördert werden, wenn sie „elektrisch eine längere Strecke fahren können als heute, zum Beispiel 80 Kilometer“.

Seit Jahresbeginn müssen Beschäftigte für elektrisch betriebene Dienstwagen, die auch privat genutzt werden können, nur 0,5 Prozent des Listenpreises als geldwerten Vorteil versteuern. Bei Autos mit Verbrennungsmotor sind es 1,0 Prozent. Neben der steuerlichen Förderung will die Regierung mit Prämien den Absatz von E-Autos verstärken.

Die Nachfrage nach Elektroautos in Deutschland ist immer noch gering. Hauptgrund sind der vergleichsweise hohe Preis der Fahrzeuge sowie eine unzureichende Ladeinfrastruktur. Auch aus Klimaschutzgründen soll die Elektromobilität aber ausgebaut werden.

Hilfe beim Einstieg in die E-Mobilität

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil hat sich für eine Unterstützung der Autoindustrie beim Einstieg in die E-Mobilität ausgesprochen. „Wir können eine Batteriezellproduktion und die damit verbundenen Arbeitsplätze in Deutschland nur dann aufbauen und erhalten, wenn es wettbewerbsfähige Standortkosten gibt“, sagte der SPD-Politiker in einem Interview mit dem Berliner „Tagesspiegel“ (Sonntagsausgabe).

„Deshalb müssen die für energieintensive Produktionsprozesse bereits heute möglichen Erleichterungen bei den Stromkosten und insbesondere auch Entlastungen bei Netzkosten für die Batteriezellproduktion langfristig sichergestellt werden.“ Weil verneinte allerdings die Frage, ob Volkswagen Subventionen erhalten sollte.

VW hatte vor Kurzem Unterstützung von der Politik auf dem Weg in die E-Mobilität gefordert. Hürden für das E-Auto, etwa beim Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur, müssten schnell abgebaut werden, teilte das Unternehmen in der vergangenen Woche mit. Bislang verläuft der Verkauf von E-Autos vor allem in Deutschland eher schleppend.

Bis 2025 will Volkswagen mehr als 20 vollelektrische Modelle auf den Markt bringen. Bis 2023 investiert allein die VW-Kernmarke rund neun Milliarden Euro in die Elektromobilität. Elektroautos sollen an den Standorten Hannover und Emden gebaut werden. Das Land Niedersachsen gehört zu den größten Anteilseignern bei VW und hält 20 Prozent der Stimmrechte im Konzern. Weil ist als Ministerpräsident Mitglied im VW-Aufsichtsrat.

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  • rtr
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