Endlager-Einigung Und am Ende doch wieder Gorleben?

Gleich nach dem Wahlkrimi in Niedersachsen reist Umweltminister Peter Altmaier zu den Gorleben-Gegnern ins Wendland. Er will eine rasche Lösung für eine bundesweite Endlagersuche - aber Gorleben soll im Rennen bleiben.
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Bundesumweltminister Peter Altmaier. Quelle: dpa

Bundesumweltminister Peter Altmaier.

(Foto: dpa)

Hannover/BerlinPeter Altmaier hastet über den Bahnsteig in Hannover, um am Wagenstandsanzeiger herauszufinden, wo sich das Bordbistro im ICE befindet. Ohne es zu merken, läuft der Bundesumweltminister dabei an Stephan Weil vorbei, der am Bahnsteig wartet, um seinen Sohn abzuholen. Das war im Juli vergangenen Jahres.

In Zukunft dürfte der CDU-Politiker den unscheinbar daherkommenden Weil nicht mehr übersehen - der künftige SPD-Ministerpräsident von Niedersachsen ist nun eine Schlüsselfigur für die von Altmaier anvisierte zügige Einigung auf eine bundesweite Endlagersuche.

Der Poker dauert schon fast 15 Monate. Nach der Niedersachsen-Wahl soll es endlich klappen mit einer Einigung zwischen Union, FDP, SPD und Grünen über eine Prüfung mehrerer Alternativen zum seit 1977 im Fokus stehenden Salzstock Gorleben. Denn so ein Konsens muss über Jahrzehnte halten. Es ist eines der letzten großen Projekte, das die Bundesregierung vor der Bundestagswahl im September noch auf den Weg bringen könnte. Doch SPD und Grüne könnten Altmaier auflaufen lassen.

Weil hatte immer wieder auf einen Ausschluss des aus seiner Sicht ungeeigneten Standorts Gorlebens bei einer neuen Suche gepocht. Im Gegensatz zu seinem Bundesvorsitzenden Sigmar Gabriel. Denn wegen der getätigten Investitionen von 1,6 Milliarden Euro kann es juristische Probleme bei einem solchen Ausschluss geben. Die Grünen hatten bei ihrem Parteitag beschlossen, dass Gorleben über strenge Kriterien bei einer neuen Suche rausfallen soll. Bei einem sofortigen Ausschluss könnte es auch schwer sein, ein Endlager an einem anderen Standort durchzusetzen, daher soll die weiße Landkarte Gorleben einschließen.

Die große Unbekannte im Endlager-Poker ist, ob Gabriel Weil von einem solchen Kompromiss überzeugen kann. „Altmaier muss verstehen, dass die neue Landesregierung ernsthaft mitzureden hat beim Endlagersuchgesetz“, betont die aus dem Wendland stammende Grünen-Fraktionschefin im Europaparlament, Rebecca Harms.

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5 Kommentare zu "Endlager-Einigung: Und am Ende doch wieder Gorleben?"

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  • Wir müssen uns mal Klar vor Augenführen das der Bürger dem Politiker lästig geworden ist

  • Wie lange hat die Erkundung von Gorleben gedauert ? Wie lange muss so eine Erkundung dauern und wie viel Zeit bleibt noch um die gesetzte Frist für eine Endlagerfestlegung zu erfüllen ?
    Klar Gorleben , was sonst ?

  • "Endlagersuche"

    Das Endlagersuchgesetz ist so formuliert, das ein Erfolg ausgeschlossen werden kann. Die betrauten Personen sind als Oekoaktivisten und Initiatoren der "Ungelösten Endlagerfrage" bekannt. Somit kann man davon ausgehen, dass die Oekosaga der "Ungelösten Endlagerfrage" dauerhaft erhalten bleibt. Zahlreiche Oekoinstitute und auch ernsthafte Geologen werden auf Kosten der Stromversorger und damit der Gesellschaft beschäftigt.

    Von den Geologen werden Salzstöcke als ideal zur Endlagerng toxischer und radiotoxischer Abfälle angesehen. Chemotoxische Abfälle werden in Herfa Neurode und Teutschenthal eingelagert. Radiotoxische Abfälle sind bedauerlicherweise Gegenstand der erfolgreichsten Oekosaga Deutschlands.

    Gorleben ist einer von mehreren hundert mehr, oder minder geeigneten Salzstöcken. Wenn man alle anderen Salzstöcke intensiv untersuchen würde, würde man ein paar finden die noch besser geeignet sind und viele die weniger geeignet sind. Allerdings behaupte ich dass dies keinen Politiker interessieren würde.

    Vandale

  • Rückbarkeit von Atommüll...

    Grundsätzlich liesse sich der hochradioaktive "Abfall" nahezu vollständig nutzen. Man bezeichnet dies als Wiederaufbereitung. Uran und Plutonium wird hierbei wiederum zu Kernbrennstoff, sog. MOX Brennelemente, aufbereitet. Wertvolle Spaltprodukte wie Rhodium, Ruthenium gleichfalls. Da die Wiederaufbereitung der erfolgreichen Oekosaga der "Unglösten Endlagerfrage" im Wege stand, wurde diese seitens des BMU Trittin verboten. Zu aktuellen Bedingungen ist die Wiederaufbereitung auch am Rande der Wirtschaftlichkeit.

    Wenn man ein Endlager so einrichtet, dass dieses dauerhaft zugänglich ist, dann kann man weder Salz, noch Ton nutzen, weil diese die Eigenschaften haben Risse zu schliessen und das Abfallgut dicht einzuschliessen. Das heisst, es gibt zumindest theoretisch ein Risiko, dass Wasser eintritt. Des weiteren muss dieses dann gewartet und bewacht werden. Es fallen regelmässige Kosten an während eine Nutzung aktuell nicht absehbar ist. Meines Erachtens wurde diese sachfremde Forderung erhoben um Einwände zu generieren.

    Besser ist es die hochradioaktiven Abfälle analog der chemotoxischen Abfälle, z.B. CdTe Solarzellen, in einem Salzstock von der Biosphäre getrennt zu lagern. Falls eine Nutzung in der Zukunft wirtschaftlich attraktiv erscheint, wird man auch wie im Bergbau einen 800m tiefen Schacht abteufen um diese dann wertvollen Rohstoffe zu bergen.

    Vandale

  • Zunächst fällt die Polemik des links-ökologisch orientierten Journalisten auf... Von den Fakten gibt es keinen Wassereinbruch in Asse. In Asse hatte man das Salz bis an den Rand des Vorkommens abgebaut. Durch den Gebirgsdruck von 50 bar sickern an den Rändern geringfügige Mengen Wasser ein, gem. BfS 12m3/Tag. Sachlich wäre eine zügige Verfüllung, oder Flutung geboten. Kein Druckunterschied = Kein Einsickern von Wasser. Anstelle dessen wird dieses technisch vorbildliche Endlager für Leicht- und Mittelradioaktive Abfälle seitens der mit einem berufsfremden Oekoaktiviten besetzten Behörde skandalisiert.

    Vandale

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