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Energetische Sanierungen Revolution im Heizungskeller: Energieeffiziente Systeme boomen

Die Auszahlungen von Fördergeldern für neue Heizungen haben sich vervielfacht. Das belegen Zahlen des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa), die dem Handelsblatt vorliegen.
21.05.2021 - 06:00 Uhr 1 Kommentar
Die Hauseigentümer in Deutschland setzen zunehmend auf die energetische Sanierung ihrer Gebäude. Quelle: obs
Einbau einer neuen Heizungsanlage

Die Hauseigentümer in Deutschland setzen zunehmend auf die energetische Sanierung ihrer Gebäude.

(Foto: obs)

Berlin Immer mehr Hauseigentümer investieren Geld in die energetische Sanierung ihrer Gebäude und lassen sich ihre Maßnahmen vom Staat bezuschussen. Nach Angaben des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) wurde in diesem Jahr bereits am 12. Mai die Schwelle von 100.000 Anträgen auf „Bundesförderung für effiziente Gebäude“ (BEG) überschritten. Das Programm fördert das Heizen mit erneuerbaren Energien und die Energieeffizienz im Gebäudebereich.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sprach von einem „bemerkenswerten Erfolg“ des BEG. Das rasche Überschreiten der Schwelle von 100.000 Anträgen auf Förderung sei eine gute Nachricht für den Klimaschutz, sagte der Minister.

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„Bis Ende April haben wir bereits über 297 Millionen Euro an die Bürgerinnen und Bürger für die klimafreundliche Sanierung von Gebäuden ausgezahlt. Im Vorjahreszeitraum waren es knapp 35 Millionen Euro“, sagte Bafa-Präsident Torsten Safarik. Das entspricht einer Steigerung um den Faktor 8,5. Die große Nachfrage verdeutliche das „enorme Potenzial der energetischen Gebäudesanierung für den Klimaschutz“, ergänzte Safarik.

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    Im BEG sind seit Januar 2021 die bisherigen Programme zur Förderung von Energieeffizienz und erneuerbaren Energien im Gebäudebereich in einem vereinfachten Förderangebot gebündelt. Das BEG fasst unter anderem das CO2-Gebäudesanierungsprogramm und das Marktanreizprogramm zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt (MAP) zusammen.

    Mit dem BEG sollen die Anreize für Investitionen in Energieeffizienz und erneuerbare Energien spürbar verstärkt, bestehende Hemmnisse beseitigt und die Sanierungsrate im Gebäudebereich weiter gesteigert werden.

    Einfacher zu beantragen, mehr Geld

    Der Bund hat nicht nur die Förderbedingungen erleichtert. Zugleich hat er auch die Beträge für die energetische Sanierung von Gebäuden in den vergangenen Jahren insgesamt erheblich aufgestockt.

    Verstärkte Anstrengungen zur energetischen Sanierung von Gebäuden sind dringend erforderlich, um die Klimaschutzziele im Gebäudesektor zu erreichen. Seit Jahren hinkt der Gebäudesektor bei der Reduktion der Treibhausgasemissionen hinterher.

    Es sind enorme Anstrengungen erforderlich, um die insgesamt rund 19 Millionen Wohngebäude in Deutschland energetisch auf Vordermann zu bringen. Fachleute halten in den kommenden Jahrzehnten Investitionen in dreistelliger Milliardenhöhe für erforderlich, um das Ziel eines klimaneutralen Gebäudebestandes bis zur Mitte des Jahrhunderts zu erreichen.

    Angesichts steigender CO2-Preise und immer ambitionierterer Klimaziele der Politik wächst bei Hauseigentümern offenbar die Bereitschaft, sich mit dem energetischen Zustand ihrer Gebäude zu befassen. Das belegt ein Blick auf die vom Bafa geförderten Energieberatungen.

    Nach Angaben der Behörde ist die Anzahl der Anträge für eine geförderte Energieberatung deutlich gestiegen. So wurden bis April dieses Jahres bereits 21.000 Anträge gestellt. 2020 waren es im gleichen Zeitraum 7.500 Anträge, im gesamten Jahr 25.000 Anträge, 2019 insgesamt nur 10.000 Anträge.

    Das Bafa fördert Energieberatungen, sofern sie von neutralen Beratern durchgeführt werden. Wird vor einem BEG-Antrag ein individueller Sanierungsfahrplan erstellt, dann profitieren die Antragsteller von einem Förderbonus in Höhe von fünf Prozent.

    Mehr: Wasserstoff oder Wärmepumpe - Wie werden Gebäude kostengünstig klimaneutral?

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    1 Kommentar zu "Energetische Sanierungen: Revolution im Heizungskeller: Energieeffiziente Systeme boomen"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Letztes Jahr war die BAFA auch nur für die Heizungszuschüsse zuständig. Zum 1.Januar diesen Jahres kamen die Einzelmaßnahmen, davor bei der KfW, dazu. Da ist es nicht verwunderlich, dass die Summe steigt!

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