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Energie Stromproduktion aus Kohle in diesem Jahr stark gesunken

Die Windenergie ist wichtigster Energieträger in Deutschland und löst die Braunkohle ab. Unter anderem zeigen CO2-Zertifikate ihre Lenkungswirkung.
26.12.2019 - 10:23 Uhr 2 Kommentare
Der Gesamtverbrauch an Braun- und Steinkohle ging in Deutschland 2019 um jeweils ein Fünftel zurück. Quelle: dpa
Steinkohlekraftwerk Mehrum bei Hohenhameln in Niedersachsen

Der Gesamtverbrauch an Braun- und Steinkohle ging in Deutschland 2019 um jeweils ein Fünftel zurück.

(Foto: dpa)

Essen Die Bundesregierung ringt noch mit den Stromkonzernen um die Bedingungen für Zeitpunkt und Reihenfolge der Stilllegung von Steinkohlekraftwerken. Parallel laufen Verhandlungen mit Betreibern von Braunkohlekraftwerken und Tagebauen über Entschädigungen für ein vorzeitiges Aus ihrer Anlagen.

Doch unabhängig von der konkreten Umsetzung des beschlossenen Kohleausstiegs – die Stromproduktion aus Kohle ist in Deutschland 2019 unerwartet stark gesunken. Nach Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen ging in Deutschland der Gesamtverbrauch an Braun- und Steinkohle um jeweils ein Fünftel zurück.

Die Windenergie verdrängte dabei die Braunkohle von Platz 1 der wichtigsten Energieträger für den Strom. Windräder an Land und auf See lieferten 21 Prozent der Bruttostromerzeugung in Deutschland, Braunkohle nur noch 19 Prozent.

Das sei ein wichtiger „Meilenstein der Energiewende“, frohlockte der Bundesverband Windenergie. Mit Steinkohle wurden sogar nur noch 9 Prozent des Stroms erzeugt. Insgesamt stieg der Anteil der Erneuerbaren nach Zahlen des Energie-Branchenverbands BDEW auf 40 Prozent.

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    Der deutliche Rückgang der Kohleverstromung ist nicht nur eine Folge des besonders kräftig wehenden Winds. „2019 war ein ganz verrücktes Jahr, was die Strompreise anbelangt. Wir hatten am Spotmarkt historisch niedrige Gaspreise und hohe CO2-Zertifikatspreise sowie Kohlepreise“, sagt Fabian Huneke von der Energieberatungsgesellschaft Energy Brainpool.

    Das habe dazu geführt, dass Gaskraftwerke viel günstiger Strom produzieren konnten als meist in der Vergangenheit und so Kohlestrom aus dem Markt verdrängt hätten.

    Die Zertifikate für den Kohlendioxidausstoß haben nach Expertenansicht ihre Lenkungswirkung gezeigt. „Da die Stromerzeugung aus Gas deutlich weniger CO2-Emissionen als die Erzeugung aus Braunkohle hat, werden auch weniger CO2-Zertifikate benötigt“, erläutert Prof. Bruno Burger vom Fraunhofer Institut für solare Energiesysteme den Zusammenhang. Die Kosten für das Gas und die Zertifikate hätten zeitweise „unter den reinen CO2-Zertifikatskosten des Braunkohlekraftwerks“ gelegen.

    Kraftwerke und Fabriken benötigen für jede Tonne klimaschädlicher Gase, die sie in die Atmosphäre blasen, ein Zertifikat. „Die Zukunft des Kohlestroms hängt am Börsenstrompreis und am CO2-Preis. Solange beide auf gleicher Höhe liegen, sieht es schlecht für die Braunkohle, aber gut für die Umwelt aus“, sagt Burger.

    Nach Angaben des Energiekonzerns RWE, dessen Stromproduktion aus Braunkohle in den ersten neun Monaten 2019 um gut 30 Prozent gesunken war, sind aber auch der Rodungsstopp am Tagebau Hambach und der Übergang von Kraftwerksblöcken in die Sicherheitsbereitschaft Gründe für den Rückgang.

    Von den gestiegenen Zertifikatspreisen hat auch die Staatskasse profitiert. Bei der Versteigerung an der Europäischen Energiebörse EEX in Leipzig wurde im Jahr 2019 ein Durchschnittspreis von 24,65 Euro pro Zertifikat erreicht, fast 10 Euro mehr als 2018, wie die Emissionshandelsstelle des Umweltbundesamtes auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.

    Das sei ebenso ein Rekordwert wie die Gesamteinnahmen von 3,16 Milliarden Euro – rund 600 Millionen Euro mehr als im Jahr zuvor. Die Einnahmen aus den Auktionen fließen in einen Energie- und Klimafonds, mit dem Maßnahmen der Energiewende finanziert werden.

    Und wie geht es mit der Kohleverstromung weiter? „Wir konnten 2019 in einer Art Testlauf für die Zukunft das sehen, was der Klimaschutz schon lange vom Strommarkt fordert, nämlich einen Wechsel der Brennstoffe von Kohle zu Gas“, sagt Marktanalytiker Huneke. „Das war aber ein Einmaleffekt.“ Die Gaspreise hätten sich mit dem Winter wieder erhöht, „und wir sind wieder in der alten Welt“.

    Viel hängt auch davon ab, wie stark der Wind im kommenden Jahr weht und wie lange die Sonne scheint. „Da Wind Onshore in 2019 fast keinen Zubau hatte, sind auch keine Produktionssteigerungen für 2020 zu erwarten“, prognostiziert Fraunhofer-Forscher Burger.

    Bis einschließlich November 2019 wurden laut Bundesnetzagentur in Deutschland nur etwa 160 Windkraftanlagen neu gebaut, so wenige wie seit 20 Jahren nicht. Das Umweltbundesamt warnt deshalb, mittelfristig seien auch sinkende jährliche Strommengen bei der Windenergie an Land wahrscheinlich, wenn der Zubau nicht wieder deutlich ansteige.

    Mehr: Erneuerbare Energien decken 43 Prozent des Stromverbrauchs – Der Anteil von erneuerbaren Quellen hat ein Rekordniveau erreicht. Doch die Branche warnt vor Hemmnissen, vor allem bei der Windkraft.

    • dpa
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    2 Kommentare zu "Energie: Stromproduktion aus Kohle in diesem Jahr stark gesunken"

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    • Neben Wasser- und Windenergie bietet Solarenergie enorme Ressourcen. Vor allem die neuste Entwicklung "Dunkle Solarenergie" bietet unendliches Energiepotential. Beispielsweise hörte ich von der Berliner Neutrino-Energy Group, sie testet ein Gerät zur Gewinnung von sauberem Strom aus kosmischer Strahlung. Holger Thorsten Schubart, CEO dieses deutsch-amerikanische Forschungsunternehmen hat die Entwicklung eines innovativen High-Tech-Materials auf Basis einer Vielzahl von dotiertem Kohlenstoff und Silizium zum Abschluss gebracht, mit dem ein Teil der kinetischen Energie von Partikeln des unsichtbaren Strahlungsspektrums in Elektrizität umgewandelt wird. Derzeit werden die ersten industriellen Muster des sogenannten NEUTRINO POWER CUBE, eines Geräts, das saubere Energie liefert, in Deutschland unter Laborbedingungen getestet. Neutrinos, hochenergetische Teilchen, die als Teil der kosmischen Strahlung des unsichtbaren Spektrums kontinuierlich auf die Erde treffen, sind nach jüngsten Untersuchungen eine unerschöpfliche Energiequelle. "Der Energieerhaltungssatz funktioniert. ", sagt der Physiker Professor Strauss, ein ehemaliger Forscher am Massachusetts Institute of Technology, USA, und Mitglied des wissenschaftlichen Rates der NEUTRINO ENERGY Group. Auch im Karlsruher Institut für Technologie wird seit September 2019 offiziell mit Neutrino-Messungen bewiesen, dass diese neue Ära der Energienutzung einen gesamten Systemwechsel in der Anwendung von Neutrinovoltaik bewirken wird. Ein Wandel von der Stromversorgung über Grosskraftwerke und Stromtrassen zur MOBILEN UND DEZENTRALEN HAUSHALTSVERSORGUNG ohne Kabel und Steckdosen ist vergleichbar mit dem Wandel von der Festnetztelefonie zur heutigen, mobilen Smartphone-Telefonie. Wir müssen JETZT auf saubere Energie setzen.


    • Kerzenlicht kann wunderschön sein - gerade jetzt an Weihnachten. Aber man wird es bald, wenn es hier so weitergeht, nicht zwecks Besinnlichkeit benötigen, sondern wieder jede Nacht wie früher bis ca. Ende des 19. Jahrhunderts.
      Es empfielt sich, ausreichend Kerzen zu horten, weil die Stromversorgung der BRD gegen die Wand "gelenkt" wird. Da Kerzen allerdings auch nicht "C02-neutral" sind, sollte man sich mit dem Horten beeilen - die werden von den Klimadeliranten garantiert auch demnächst verboten...

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