Energiekrise: Finanzministerium: Bis zu 9000 Euro Entlastungen für Familien seit Krisenbeginn
Familien mit einem geringen Einkommen profitieren besonders stark von den Maßnahmen.
Foto: dpaBerlin. Seit Beginn des Ukrainekriegs vor einem Jahr hat die Ampelkoalition drei Entlastungspakete geschnürt und noch eine Vielzahl an Einzelmaßnahmen beschlossen, um Bürgern und Unternehmen in der Energiekrise zu helfen. Bis zu 300 Milliarden Euro hat die Bundesregierung dafür eingeplant. Doch was die gewaltige Summe für den Einzelnen bedeutet, das wusste man selbst in der Regierung nicht verlässlich.
Es gehe um den „Maßnahmen-Mix“, sagte Finanzminister Christian Lindner (FDP). „So dämpfen wir die Energiekosten, verhindern schleichende Steuererhöhungen und leisten Direktzahlungen für besonders betroffene Bürgerinnen und Bürger.“
Beamte im Bundesfinanzministerium haben nun erstmals alle Entlastungen durchgerechnet, die seit Beginn der Energiekrise Anfang des vergangenen Jahres auf den Weg gebracht wurden. Dafür haben sie die Entlastungswirkungen für dieses und das kommende Jahre aufaddiert und dabei bestimmte Beispielhaushalte betrachtet. Die Berechnungen liegen dem Handelsblatt vor und zeigen, wer in Deutschland von welchen Maßnahmen besonders profitiert.
So kann sich etwa eine Familie mit zwei Kindern und einem geringen Einkommen von 31.200 Euro brutto über 9023,43 Euro mehr freuen. Auch andere Einkommensgruppen, ob Gering- oder Gutverdiener, Alleinstehende oder Familie, Spitzenmanager oder Rentner, wurden den Berechnungen nach um jeweils mehrere Tausend Euro im Jahr entlastet.