Energiewende Altmaier streitet bei Twitter über Billionenrechnung

Ökostromverbände zweifeln die Billionenrechnung von Umweltminister Altmaier in Sachen Energiewende an. Der empört sich via Twitter: Er hätte der „taz“ angeboten, seine Berechnungen darzulegen – doch es fehlte der Platz.
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Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) Quelle: dpa

Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU)

(Foto: dpa)

BerlinBundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) will nach Zweifeln an seiner Schätzung von bis zu einer Billion Euro möglicher Kosten durch die Energiewende seine Zahlen noch einmal präzisieren. „Altmaiers Billion summiert falsche Kosten und verschweigt Erträge“, kritisierte Marcel Keiffenheim von Greenpeace Energy.

Das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) kommt in einer Analyse für den Bundesverband Erneuerbare Energien und Greenpeace Energy zu dem Schluss, dass Altmaier die ohne Reform noch anfallenden Förderzahlungen für erneuerbare Energien viel zu hoch ansetze und Einsparungen durch den Verzicht auf Öl-, Gas- und Kohleimporte verschweige. Über die Studie hatte zunächst die „Frankfurter Rundschau“ (FR) berichtet.

„Diese angebliche Studie ist mit das Dümmste, was mir in letzter Zeit untergekommen ist. Unglaublich“, schrieb Altmaier am Montag im Kurznachrichtendienst Twitter. Dem SPD-Politiker Ulrich Kelber antwortete er zur Billionenschätzung: „Ich hab die Zahl bisher nur einmal genannt zum aufrütteln. Die dumme Rechnung in der FR zwingt mich nun leider zur Antwort.“ Antwort Kelber: „Echt, Du wirst jetzt wirklich mal nachrechnen? Das ist ja super, dann wird's ja vielleicht noch seriös“.

  • dpa
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14 Kommentare zu "Energiewende: Altmaier streitet bei Twitter über Billionenrechnung"

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  • Das was wir uns nicht mehr lange leisten werden können ,das ist die Energie(W)ende.
    Bereits jetzt ist das Netz instabil.Jeder der ein wenig Zublick hat ,weiß das.Nun haben wir aber erst ein Viertel des Weges geschafft.Und es ist nicht so,daß der Anfang schwierig wäre,nein die Schwierigkeiten steigen mit jedem zusätzlichen Prozent exponentiell.
    Man konnte das schon vor Jahren voraussagen und man kann es heute nur wieder bestätigen: Ohne effektive Speichermöglichkeit ist die Energiewende technisch nicht möglich .Derartige Technologien sind nicht in Sicht und werden vermutlich -außer Pumpspeicherwerken - auch in den nächsten Jahrzehnten nicht zur Verfügung stehen.In Deutschland fehlen allerdings die geomorphologischen Bedingungen für Pumpspeicherwerke.

  • Die "Studie" ist mindestens genauso fragwürdig wie die Rechnung von Herrn Altmaier. Wir befinden uns im Wahlkampf, die Lobbisten egal ob aus der EE oder Atomecke fahren ihre Geschütze auf und überschütten uns mit "Ihren" Statistiken, die sie selbst gefälscht haben.
    Die Energiewende wird in jedem Fall sauteuer. 16 Mrd pro Jahr und das die nächsten 20 Jahre + Netze + Offshore. Alles nur für den Strom, bei Mobilität und Wärmeeinsparung haben wir nicht mal angefangen.
    Es ist ein Versagen der Politik von links bis rechts, die von Wirtschaft keine Ahnung haben...

  • @Riesener
    Bitte komplett lesen: Auch letztes Jahr lagen reine EE-Förderkosten bei 2,11 Ct während die Umlage 3,6 Ct betrug. Da hat Schwarzgelb auch 2011 zuviel Klientelsubventionen vergeben u. da es nicht gereicht hat muß jetzt "nachgeholt" werden.
    Rückgang Börsenstrompreis ist kein geringerer Ertrag sondern eine Einsparung dank EE. Bitte mal googlen!!
    Die Verkaufserlöse für EE-Strom sind auch nicht enthalten, daher müssen die 3 Mrd auch abgezogen werden. Bitte auch hierzu googlen!

    Das Fraunhofer Institut ist nun mal eine unparteiisches Institut das sich ausschl. an Fakten orientiert.
    Aber Ihrer ansicht nach gibts auf ewig Heizöl von nie versiegenden Quellen.

  • Das ist dem Wind, der Biomasse, Geothermie total egal obs dunkel ist oder nicht.
    Selber guten Tag.

  • Diese Politiker die einfach willkürlich Nachbesteuern was ihnen vor die Flinte kommt sollen weg ! Es kann doch nicht sein das PV Anlagenbesitzer nachträglich belangt werden wenn sie aktiv den Klimaschutz beeeinflussen und unabhängiger von der Industrie werden . Dazu soll der Eigenverbrauch besteuert werden , wo sind wir denn ? Bananenrepuplik Kuba oder im komunistischen China ? Muß ich mein Brot das ich selber backe auch besteueren - Diese Rechtsverdreher sind die größten Orgelpfeiffen der Geschichte , einschließlich Schäuble ! Es kassieren mehr , für saudumme Gesetze und fürs Nichtstun als die die noch eine Reale Arbeitsleistung und Steuern erbringen ! Und dann noch die unkotrollierte Zuwanderung , Wir sinken und schaufeln unser eigenes Grab , alles was wir und unsere Eltern geschaffen haben mit Fleiß und Arbeit, Demut und Verzicht geht Kaputt - AUFWACHEN !!!!!

  • @Hoffmann: Bitte nicht versuchen uns anzulügen: "... betragen die reinen EE-Förderkosten nur 2,3 ct/kwh...."

    In dem zitierten Diagramm sind die Kosten wie folgt aufgeteilt: 1,22 ct für Ausnahmeregelungen der Industrie, 0,12 ct Liquiditätsreserve, der Rest 3.9 ct sind Förderkosten, die z.T. auch darauf beruhen, dass die Annahmen vom letzten Jahr korrigiert werden mussten, nämlich die Zahl der installierten Anlagen ("Nachholung aus 2012") und der geringere Ertrag aus dem Verkauf des Stroms ("Rückgang Börsenstrompreis").
    Hieran sieht man natürlich auch, dass die Verkaufserlöse schon enthalten sind. Dann darf man natürlich die Erlöse nicht nochmal abziehen. Wie gesagt, bitte nicht versuchen uns zu betrügen!

    Im übrigen enthält die Studie viele richtige Informationen, aber man merkt an allen Ecken und Enden, dass der oder die Autoren der Grünen Ideologie folgen. Ein Beispiel: "...da abzusehen ist, dass wir uns fossil-nukleare Energie nicht mehr lange leisten können." Da haben die Autoren wohl in die Glaskugel geschaut. Eine seriöse Studie sollte nicht solche Stammtisch-Behauptungen aufstellen.

  • @Hoffmann

    Sie haben da was vergessen. Es sind die Bereitstellungskosten, falls es mal dunkel wird draussen.

    Schönen Tag noch.

  • Ich kann mir nur erklären, daß die bisherigen Atomstrom-Altlasten mit eingerechnet wurden. Diese Kosten kann man ja nicht mehr nachträglich zuordnen und müssen ja noch erledigt werden.

  • Wenn Herr Altmaier seine Transparenz ernst nehmen würde, bräuchte er nicht die TAZ, sondern würde sein Konzept und die Kosten einfach ins Internet stellen.

    Wozu sonst hat die Bundesregierung (CDU) eine Homepage?

    Eine billige Ausrede entlarvt Altmaier und Rösler ihrer Unfähigkeit, die Energiewende umzusetzen.

    Beide reichen nicht über das Niveau von Dick und Doof hinaus.

  • Nach langem Suchen musste ich feststellen, dass es gar kein ausgearbeitetes Konzept für die "Energiewende" gibt. Es gibt Vostellungen des BMU die mehr ökoreligiös visionär sind. Es gibt diverse Studien, Vorstellungen von Akteuren, wie den Wunsch der Solarkönige nach Schutzzöllen, den Vorstellungen von Siemens nach mehr Subventionen für Meereswindmühlen, Netzausbau etc.

    Es handelt sich um eine ökoreligiöse Vision. Ein technisch/wirtschaftlich ausgearbeiteter, einigermassen realistischer Plan für die Energiewende gibt es nicht.

    Die Zahlen des Herrn Altmaier basieren auf den sehr visionären Annahmen seines Hauses und sind naturgemäss unrealistisch niedrig.

    Vandale

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