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Energiewende Altmaier weist Kritik der Konzerne zurück

Peter Altmaier verteidigt die Energiewende gegen die scharfe Kritik von Siemens und Eon. Er sei vom Erfolg seines Weges überzeugt. In Bezug auf die Kosten sieht aber auch der Bundesumweltminister ein Problem.
08.07.2013 - 18:21 Uhr 14 Kommentare
Umweltminister Peter Altmaier: „Die Energiewende war richtig.“ Quelle: dpa

Umweltminister Peter Altmaier: „Die Energiewende war richtig.“

(Foto: dpa)

Berlin Die Bundesregierung will die Kritik der beiden Vorstandschefs von Siemens und Eon, Peter Löscher und Johannes Teyssen, an der Energiewende nicht auf sich sitzen lassen. „Die Energiewende bleibt richtig“, sagte Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) dem Handelsblatt. Er räumte jedoch ein, dass die Kostendynamik gebremst werden müsse. Löscher und Teyssen hätten nicht die Energiewende an sich infrage gestellt, sondern daran erinnert, „dass nur eine bezahlbare Energiewende am Ende ein Erfolg wird“, sagte Altmaier. Er fühle sich in seinem Kurs bestätigt.

Löscher und Teyssen hatten im Handelsblatt-Doppelinterview deutliche Worte gefunden. „Wir sind auf dem falschen Weg“, sagte Löscher. „Es geht nicht um Detailanpassungen. Wir brauchen grundsätzliche Korrekturen, die Lage ist ernst“, kritisierte Teyssen. Die beiden Vorstandschefs warnen vor den hohen Kosten des Ausbaus der erneuerbaren Energien, vor den daraus resultierenden Strompreissteigerungen, sie sorgen sich um die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie und um die Stabilität der Stromnetze.

Altmaier dagegen sieht in der Kostenfrage bereits erste Erfolge. So habe die Reform der Photovoltaikförderung vor einem Jahr „zu einer deutlichen Kostensenkung geführt, ohne die Energiewende abzuwürgen“, sagte der Minister. Nach den Einschnitten in der Förderung im vergangenen Jahr hat sich der Zubau tatsächlich verlangsamt.

Die Kritik von Löscher und Teyssen stößt in der Energiebranche auf fruchtbaren Boden. Es gebe „starken Handlungsbedarf, wenn wir die Ziele erreichen wollen“, sagte Hildegard Müller, Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbandes der Energie-und Wasserwirtschaft (BDEW). „Insbesondere die Koordination von Bund und Ländern muss verbessert werden.

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    Mehr zu: Energiewende - Altmaier weist Kritik der Konzerne zurück
    14 Kommentare zu "Energiewende: Altmaier weist Kritik der Konzerne zurück"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Während der Strom für die Industrie immer billiger wird, müssen die Bürger immer mehr berappen. Der Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK) meldet aktuell einen VIK-Strompreisindex von 135,68.
      Dieses Preisniveau für Industriestrom entspricht dem von 2005.
      Die steigenden Preise für die meisten Stromkunden kommen u.a. durch großzügige Ausnahmeregelungen von CDU und FDP zustande. Bei Schwarz-Gelb ist man der Meinung, dass wenn man richtig viel bezahlt, dann ist das Energiewende.
      Ein Absenken der EEG-Vergütung von Off-shore-Windstrom um die Hälfte auf das Niveau von Windstrom vom Land, wird daher vehement ausgeschlossen.
      Man kann halt den Bürger das Doppelte bezahlen lassen, wenn das gleiche Produkt für die Hälfte zu erhalten ist. Selbstverständlich wird auch kein Wort zu den Subventionen fossiler Energieträger verloren. Über die Kosten die nicht vorne auf der Stromrechnung stehen (sollen), schweigt man vornehm. Schließlich soll der Bürger nicht wissen, dass die fossilen Energien in den 21 OECD Staaten der EU im Jahr 2011um 10 Milliarden Euro mehr gefördert, als die Windenergie in Summe weltweit erhalten hat.

    • Hrn. Altmaier kann geholfen werden.
      Der neue Energie-Pogrammentwurf der AfD löst alle seine Probleme:
      http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/exklusiv_entwurf_des_afd_energie_progamms

      Mit der richtigen Stimme bei der Wahl retten wir nicht nur Hrn. Altmaiers Gesundheit sondern auch die wirtschaftliche Zukunft Deutschland vor den grün-schwarzen Subventionsabzockern.

    • Hat Merkel sich mal darum gekümmert, warum so vielen Bürgern in Deutschland der Strom abgeschaltet wird??? Eine fatal falsch Politik zu Gunsten der Lobbyisten wie Firmen, Golfclubs und andere. So eine Regierung, die das zulässt, darf amn nicht mehr wählen. Merkelmurks ist das! Und Altmaier macht sich lächerlich!

    • Die Energiewende ist ein Invest, dass uns Deutsche den Wohlstand kostet und uns eine neue Mangelgesellschaft beschert.
      Diese Luxusenergie-Erzeugung durch das Zwangs-EEG kann keinen marktwirtschaftlich und selbständig wirtschaftenden Kraftwerkspark (Kohle, Gas und Uran) ersetzen bzw. günstiger Energie erzeugen und verteilen! Und das für mindestens noch 1000 Jahre!

    • Hallo Mox, danke für Ihre ausführliche Antwort!
      Die Kosten für ein "abgeschriebenes" Solarkraftwerk liegen so günstig, dass Strom sehr weit unter den von Ihnen genannten Kosten eines AKW produziert wird! Und ohne in die von Ihnen nicht gewünschte Diskussion um die Folgekosten der Atomindustrie einzusteigen sehen Sie mir bitte nach, dass ich Ihre Zahl für absolutes Wunschdenken halte.
      Fakt ist, dass jedes sich verknappende, nicht erneuerbar Gut teurer wird. Kein Ökonom wird dies bestreiten. Wenn es möglich ist, nun noch relativ günstige Fossile zur Begleitung des Übergangs zu den Erneuerbaren zu nutzen so ist dies ideal und wir sollten diesen Weg zügig gehen! Denn der Preishammer bei den Fossilen kommt - und ist schon in vielen Bereichen da!

    • 10 ct, ja das ist teuer! Sogar teurer als die Gestehungskosten von Strom aus Gaskraftwerken und ungefähr 5mal so teuer wie Strom aus (abgesschriebenen) Kernkraftwerken - und bevor jetzt das übliche Lamento beginnt: da sind die Rückstellungen für die Abriss- und Entsorgungs- sowie Endlagerkosten schon mit drin! Zu diesen Gestehungskosten kommen ja dann noch die diversen Steuern und Netzentgelte hinzu, die dann den Endverbraucherpreis ergeben.</br>
      Dass die Börsenpreise nicht an die Verbraucher weitergegeben werden stimmt leider, liegt aber auch daran, dass nur ein kleiner Teil des Stroms an der Börse gehandelt wird. Der meiste planbare Strom wird über langfristige Lieferverträge verkauft, nur der zufällige Wind- und PV-Strom landet zum Preis von um die 0 ct an der Börse und verdirbt die Kalkulation der Spitzenlastkraftwerke. Die Industrie deckt ihren Bedarf auch überwiegend mittel- und langfristig. Kein seriös kalkulierender Großbetrieb wird es sich leisten können, sich ausschließlich zum Tagespreis an der Strombörse einzudecken.</br>
      Die 10 ct liegen natürlich deutlich unter den Bezugskosten für normalen Haushaltsstrom. Sollten zukünftig die PV-Anlagenbetreiber daher ihren Sonnenstrom vermehrt selber verbrauchen, wird es für den Rest auch nicht billiger, da dann die weitgehend fixen Netzkosten auf weniger Verbraucher verteilt werden. Und dass es in anderen Bereichen des Energiesektors noch schlimmer ist, kann ja wohl nicht der Maßstab sein. Es kann doch nicht das Ziel sein, im einzigen Bereich wo wir die Kosten selber in der Hand haben, aus ideologischen Gründen ähnliche Kostensteigerungen wie beim Öl zu produzieren.

    • Hallo Vandale, wo bist Du? Ist doch genau Dein Ding, dieser Artikel hier! Achja, Du hast bei dem schönen Wetter sicher früher Feierabend gemacht, gelle?

    • Es sind alle großen Parteien zusammen gewesen, die das Desaster Energiewende eingeleitet haben. Nach der Wahl 2009 wäre noch Zeit für CDU+FDP gewesen, die Kostensteigerungen einzudämmen. Insbesondere bei den Abnahmegarantien auf 20 Jahre hätte man sicherlich etwas verfassungswidriges finden können, um das zu kippen. Auch der Atomausstieg-"Konsens" war in der Sekunde des Amtsantritts offiziell beendet, denn keine Regierung die auf 4 Jahre gewählt ist hat das Recht, darüberhinausgehend irgendwelche bindenden Beschlüsse zu fassen (sonst könnte man gleich aufhören zu wählen).
      Anstelledessen hat sich schwarz-gelb als grün entpuppt und hat scheinbar nur auf eine Gelegenheit gewartet, das Grünen-Projekt "Energiewende" unter eigener Regie durchzuführen. Fukushima war nur der Funke, der der langgehegte grüne Agenda von Merkel (ehem. Umweltministerin, Zitat 1997 "Energie ist heute zu billig") zum Durchbruch verhalf.

      Fazit: Nie wieder diese Alt-Parteien wählen, mit Proteststimme für andere wie die PdV ein Zeichen setzen daß das Volk den linksgrünen Kurs nicht haben will. FDP vielleicht, aber nur noch mit größtem Vorbehalt.

    • Kann der Argumentation von bierbernd in keinster Weise folgen!
      - "Teurer"? Wenn überhaupt dann doch nur sehr kurzfristig ( s. http://www.avantag-energy.blogspot.de/2013/06/wie-wir-uns-die-teure-fossile-energie.html)
      - "Schmutziger"???? Warum um alles in der Welt denn das?!?
      - "Unsicherer"???? Warum soll Windenergie und Solartechnik an Standorten in Deutschland im Energiemix mit den alten Technologien denn um Himmels willen unsicherer sein??? Adas ist überhaupt nicht nachvollziehbar!
      Bleibt die Frage, wo da die "Wahrheit" ist, die Theyssen hier angeblich ausspricht?

    • Umgekehrt wird ein Schuh drauß: Die Erneuerbaren sorgen für massivst SINKENDE Strompreise. Nur kommen diese nicht beim Verbraucher an - wohl aber bei der Industrie. So gibt es mitnichten eine Abwanderungswelle der Industrie aus D - im Gegenteil: Viele Firmen kommen zurück!
      Der Privathaushalt subventioniert das in der jetzigen Ausgestaltung des EEG. Dazu kann man stehen wie man will - man muss es offen benennen. Die Auswirkungen sind jedoch wesentlich weniger dramatisch als in anderen Bereichen des Energieverbrauchs. Mehr dazu und transparente Zahlen hier: http://www.avantag-energy.blogspot.de/2013/06/energiekosten-wo-die-wirklichen.html
      Solarstrom kostet aktuell rund 10Ct. / kWh - soll das wirklich zu teuer sein???

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