Energiewende Bahn muss mehr für Ökostrom zahlen

Die Deutsche Bahn muss künftig einen größeren Anteil der Ökostrom-Umlage zahlen als bisher. Die Minister Gabriel und Dobrindt einigten sich auf 20 Prozent. Bahntickets könnten dadurch teurer werden.
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„DB Ökologie“ steht auf einer Installation im Museum der Deutschen Bahn in Nürnberg. Mehr als 50 Millionen Euro im Jahr wird die Bahn die neue Ökostrom-Regelung kosten. Quelle: dpa

„DB Ökologie“ steht auf einer Installation im Museum der Deutschen Bahn in Nürnberg. Mehr als 50 Millionen Euro im Jahr wird die Bahn die neue Ökostrom-Regelung kosten.

(Foto: dpa)

BerlinDie Deutsche Bahn und ihre Konkurrenten müssen sich künftig stärker als bisher an den Kosten der Energiewende beteiligen. Nach monatelangem Ringen verständigten sich Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) und Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) am Freitag auf einen höheren Anteil an der Ökostrom-Umlage, wie Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters bestätigten. Dobrindt konnte dabei die ursprünglichen Pläne Gabriels entschärfen.

Künftig müssen der Einigung zufolge die Bahnen ein Fünftel der Umlage für die Ökostrom-Förderung zahlen. Dies sind derzeit rund 1,25 Cent pro Kilowattstunde, was sich bei der Deutschen Bahn als größtem Stromverbraucher Deutschlands mit über 50 Millionen Euro im Jahr bemerkbar machen dürfte. Die Bahn hatte angekündigt, sie müsse die Zusatzlasten auf die Ticketpreise umlegen, so dass Bahnfahren teurer werden dürfte.

Für die ersten zwei Gigawattstunden Stromverbrauch wird nach der Regelung die volle Umlage fällig. Diese Schwelle überschreiten aber schon viele kleinere Bahn-Betriebe deutlich. Für die Deutsche Bahn mit einem vielfachen des Verbrauchs spielt dies kaum eine Rolle. Kleinere Bahnen und damit Konkurrenten des Marktführers fahren gegenüber den früheren Regelungen damit aber nun relativ besser als die Deutsche Bahn. Denn bislang musste bis zehn Gigawattstunden voll bezahlt werden, danach griff dann eine fast vollständige Befreiung von der Umlage, von denen hauptsächlich der Staatskonzern profitierte.

Ursprünglich hatte Gabriel noch stärker bei den Bahnen zulangen wollen. So sollte in Stufen bis 2018 dann 30 Prozent der Umlage fällig werden. Für 2018 hatte die Deutsche Bahn auf dieser Basis eine Verdopplung ihrer Ökostrom-Lasten auf etwa 200 Millionen Euro errechnet. Der Gesetzentwurf für das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG), der auch die Ökostrom-Förderung und Rabatte für die übrige Industrie regeln wird, soll am Dienstag vom Kabinett beschlossen werden.

  • rtr
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1 Kommentar zu "Energiewende: Bahn muss mehr für Ökostrom zahlen"

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  • Tja, das kommt davon, wenn aus Neckarwestheim kein preiswerter Kernstrom für die Bahn mehr kommen darf. Es war der einzige 16 2/3 Hz Generator für die Bahn in einem Kernkraftwerk.

    Die Energiewende kostet aber nur ein Kügelchen Eis.

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