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Energiewende Bundesbürger befürworten Investitionen in Wasserstoff-Technologie

Wasserstoff hat Konjunktur. In weiten Teilen der Bevölkerung wird der Energieträger als wichtige Zukunftstechnologie für die Energiewende angesehen.
11.02.2020 - 10:05 Uhr 3 Kommentare
Wasserstoff-Technologie: Bundesbürger befürworten Investitionen Quelle: dpa
Tankstelle mit Wind-Wasserstoff

Zapfhahn einer Wasserstoff-Tanksäule an ein Auto auf einer Tankstelle in Berlin.

(Foto: dpa)

Berlin Die meisten Bundesbürger bewerten Wasserstoff als wichtigen Problemlöser zur Vollendung der Energiewende. 69 Prozent der Bevölkerung sehen in Wasserstoff eine Zukunftstechnologie und sind der Meinung, dass Wasserstoff zu einer erfolgreichen Energiewende beitragen kann.

76 Prozent der Befragten befürworten Investitionen und eine stärkere Förderung der Technologie durch Politik und Wirtschaft. 69 Prozent sehen in der Wasserstofftechnologie Potenzial für Wachstum und neue Arbeitsplätze. Das ist das Ergebnis einer Umfrage, die Kantar Emnid für den Gasnetzbetreiber Open Grid Europe (OGE) durchgeführt hat. 67 Prozent der Befragten gaben dabei an, sie würden die Wasserstofftechnologie auch im Alltag nutzen und ein wasserstoffbetriebenes Auto fahren.

„Das Wasserstoffzeitalter hat begonnen. Die Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass die Politik und die Unternehmen jetzt handeln müssen“, sagte Daniel Muthmann, Leiter Unternehmensstrategie bei OGE, dem Handelsblatt. Die Menschen seien offen für Wasserstoffanwendungen. Die Umfrage belege, dass es keine Vorbehalte und Sicherheitsbedenken gegenüber der Wasserstofftechnologie gebe.

Das Thema Wasserstoff steht aktuell auch bei der Bundesregierung hoch im Kurs. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hatte kürzlich den Entwurf einer Nationalen Wasserstoffstrategie in die Ressortabstimmung gegeben. Deutschland habe die Chance, „im internationalen Wettbewerb eine Vorreiterrolle bei der Entwicklung und dem Export von Wasserstoff-Technologien einzunehmen“, heißt es in der 21 Seiten umfassenden Strategie.

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    Das Papier wird derzeit mit den anderen Ministerien abgestimmt. Die Strategie sei „ein erster wichtiger Schritt und ein für Investoren wichtiges Bekenntnis zum Thema Wasserstoff“, sagte Muthmann.

    Wasserstoff wird wegen seiner vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten in den Sektoren Industrie, Mobilität und Wärme eine wichtige Rolle für die Energiewende beigemessen. Ausschlaggebend ist, dass er auch dort eingesetzt werden kann, wo reine Stromanwendungen scheitern, also beispielsweise in der Industrie oder in der Luftfahrt.

    Entscheidend ist dabei, dass er CO2-frei hergestellt wird. Das kann durch Strom aus erneuerbaren Quellen mittels Elektrolyse geschehen, dann sprechen Experten von „grünem Wasserstoff“. Oder beispielsweise auf der Basis von Erdgas. Das dabei entstehende CO2 muss dann allerdings abgeschieden und gespeichert werden. Dann ist von „blauem Wasserstoff“ die Rede.

    „Neben vielseitigen Einsatzmöglichkeiten im Alltag ist die Wasserstofftechnologie der Schüssel, um besonders die energieintensiven Industrien in Deutschland in eine klimaneutrale Zeit zu führen“, sagte Muthmann. OGE arbeitet derzeit an einem Konzept für den Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur in Deutschland.

    Brennstoffzellen waren lange keine Konkurrenz zur Batterie – bis jetzt

    Ziel ist es, insbesondere die energieintensive Industrie mit Wasserstoff zu versorgen. Dabei soll auch die vorhandene Erdgasinfrastruktur eine Rolle spielen: Ein Teil der vorhandenen Gasleitungen könnte künftig Wasserstoff transportieren.

    Mehr: Ökonom Jeremy Rifkin im Interview: „Die Wasserstoff-Wirtschaft ist da“

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    3 Kommentare zu "Energiewende: Bundesbürger befürworten Investitionen in Wasserstoff-Technologie"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Dass eine solche Menge Bürger ein naturwissenschaftliche Bildung hat, die eine Meinungsbildung ermöglicht, ist wunderbar.

    • Unsere föderalen Rivalitäten werden einen schnellen Erfolg zu verhindern wissen

    • Wow,

      Zitat "67 Prozent der Befragten gaben dabei an, sie würden die Wasserstofftechnologie auch im Alltag nutzen und ein wasserstoffbetriebenes Auto fahren"

      Diesen Text sollten Sie korrigieren, der ist einfach nur abstrus.

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