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Energiewende CO2-Reduktion: Gas soll Steinkohle in Kraftwerken ersetzen

Das Kohleausstiegsgesetz geht bald in die Ressortabstimmung. Es setzt auf Anreize statt auf Ordnungsrecht und will alternative Brennstoffe fördern.
28.10.2019 - 17:58 Uhr 1 Kommentar
Steinkohlekraftwerke könnten künftig mit Gas betrieben werden. Quelle: dpa
Energieerzeugung in Deutschland

Steinkohlekraftwerke könnten künftig mit Gas betrieben werden.

(Foto: dpa)

Berlin Das Wirtschaftsministerium setzt beim Kohleausstieg auf Anreize für einen Brennstoff-Wechsel. So könnten Steinkohlekraftwerke künftig mit Gas betrieben werden. Das würde die CO2-Emissionen reduzieren. Zugleich könnten die Kraftwerke weiter einen Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten.

Die Maßnahme soll Bestandteil des Kohleausstiegsgesetzes werden, das das Ministerium derzeit erarbeitet. Das Gesetz soll in Kürze in die Ressortabstimmung gehen. Über das Gesetz zur Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) „wird die Umstellung von Kohle auf einen alternativen Brennstoff gefördert“, heißt es in einem Papier des Ministeriums, in dem wesentliche Elemente des Ausstiegsgesetzes skizziert sind.

Wirtschaftsstaatsekretär Andreas Feicht hatte diese Option bereits in der vergangenen Woche bei einer Tagung des Verbands Industrielle Kraftwirtschaft (VIK) in den Vordergrund gerückt.

Die Branche bewertet das positiv. „Die geplante Reduzierung der Kohleverstromung kann nur gelingen, wenn der Ausbau der KWK und der Wechsel von Kohle- auf Gas-KWK ausreichend angereizt wird“, sagte Katherina Reiche, Hauptgeschäftsführerin des Verbands Kommunaler Unternehmen, dem Handelsblatt.

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    Ziel des Ausstiegsgesetzes ist es, die Steinkohlekraftwerksleistung bis Ende 2022 auf 15 Gigawatt (GW) und auf acht GW bis Ende 2030 zu reduzieren. Spätestens 2038 soll die Steinkohleverstromung beendet sein. Dieser Ausstiegspfad entspricht den Empfehlungen der von der Bundesregierung eingesetzten Kohlekommission, die ihren Abschlussbericht im Februar vorgelegt hatte.

    Neben einer Verlängerung des KWK-Gesetzes bis 2030, das die Umstellung von Kohle auf Gas honoriert, soll es Ausschreibungen für Kraftwerksstilllegungen geben: Betreiber, die für einen begrenzten Entschädigungsbeitrag zur Stilllegung der höchsten CO2-Emissionsmengen bereit sind, bekommen den Zuschlag.

    Im Ministerium geht man davon aus, dass es wegen steigender Zertifikatepreise im Emissionshandel auch zu marktbedingten Stilllegungen von Kohlekraftwerken kommen wird. Ordnungsrechtlich verfügte Stilllegungen will man vermeiden. Während die Stilllegungen von Steinkohlekraftwerken per Gesetz geregelt werden, erfolgt die Stilllegung von Braunkohlekraftwerken auf der Basis individueller Vereinbarungen. In dem Ministeriumspapier heißt es dazu, derzeit liefen noch die Verhandlungen.

    Mehr: Die Klimaziele sind in Gefahr. Klar ist: Es reicht nicht, nur CO2 zu sparen. Auch Themen wie Tempolimits und Atomkraftwerke müssen in den Fokus rücken.

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    1 Kommentar zu "Energiewende: CO2-Reduktion: Gas soll Steinkohle in Kraftwerken ersetzen"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Auch in einem Krieg spricht niemand von den Kosten. Dieses hat Ähnlichkeit mit einem Krieg, den ein Land gegen sich selber führt.

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