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Energiewende Sachsens Ministerpräsident Kretschmer hält Wiedereinstieg in Atomkraft für denkbar

Bis 2038 will Deutschland die Energiewende meistern und aus der Kohle aussteigen. Der sächsische Ministerpräsident bringt nun die Atomenergie wieder ins Spiel.
16.01.2020 - 06:54 Uhr 1 Kommentar
Der sächsische Ministerpräsident sagt im Hinblick auf die Atomenergie, man müsse technologieoffen bleiben. Quelle: dpa
Michael Kretschmer

Der sächsische Ministerpräsident sagt im Hinblick auf die Atomenergie, man müsse technologieoffen bleiben.

(Foto: dpa)

Berlin Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer hält einen Wiedereinstieg Deutschlands in die Atomkraft für denkbar. „Ob das nötig ist, wird davon abhängen, ob die Energiewende klappt, ob die Kosten im Rahmen bleiben und die Versorgungssicherheit gewährleistet ist“, sagte der CDU-Politiker den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (Donnerstagausgabe). „Es ist eine Frage, die in zehn oder 15 Jahren ansteht.“

Damit die Bürger und Politiker aber frei entscheiden könnten, dürfe sich Deutschland nicht komplett aus dem Thema herausziehen. „Kernforschung muss weiter betrieben und gefördert werden. Wir müssen technologieoffen bleiben. Das heißt nicht, dass wir gleich neue Kraftwerke bauen. Aber wir müssen die Kompetenz dafür behalten.“

Derzeit gebe es für die Atomenergie in der deutschen Gesellschaft keine Mehrheit, sagte Kretschmer. Es sei aber richtig, die Frage immer wieder neu zu diskutieren. „Immerhin hätte man mit Atomenergie weniger CO2-Emissionen.“

Kretschmer ließ in dem Interview auch Verständnis für eine punktuelle Unterstützung einer Linkspartei-Regierung durch die CDU in Thüringen erkennen. „Auch in der Opposition muss man versuchen, Dinge zu bewegen“, sagte Kretschmer dem RND.

„Es geht nicht darum, immer nur Contra zu geben, sondern um kritische Begleitung und Ringen um den rechten Weg. Es könne aber keine Wahl eines Linkspartei- oder AfD-Ministerpräsidenten mit den Stimmen der CDU geben. Und es könne keine CDU-Kabinettsmitglieder in einer Regierung eines Linkspartei-Ministerpräsidenten geben. Kretschmer erinnerte daran, dass die Union als Oppositionspartei zur Regierungszeit von Kanzler Gerhard Schröder (SPD) auch Regierungsentscheidungen mitgetragen habe, wenn sie sie für richtig befunden habe.

Mehr: Bund und Länder haben sich auf einen Fahrplan für das Ende der Kohleverstromung in Deutschland verständigt. Jetzt sind die Kohlekonzerne am Zug.

  • rtr
  • dpa
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1 Kommentar zu "Energiewende: Sachsens Ministerpräsident Kretschmer hält Wiedereinstieg in Atomkraft für denkbar"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Endlich mal eine vernuenftige Reaktion. Die Dogmen gegen die Atomkraft muessen abge-
    schaft werden. Es gibt mittlerweile auch Loesungen fuer die Aufbereitung der Rueckstaende.
    Wenn unsere promovierte Physikerin keine wissenschaftliche Diskussion zulaesst, muessen
    das eben andere tun.

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