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Energiewende und Digitalisierung Gewerkschaften fordern schnelle Transformation des Industriestandorts Deutschland

Die IG BCE spricht von einer Zeitenwende, die Deutschland derzeit erlebt. Gemeinsam mit anderen Gewerkschaften machen sie Druck auf die Politik.
14.01.2020 - 18:50 Uhr 1 Kommentar
Gewerkschaftschef Michael Vassiliadis fordert schnelles Handeln der Bundesregierung beim Strukturwandel der Energieversorgung. Mit diesem Anliegen steht er nicht allein. Quelle: dpa
Kundgebung der IG BCE

Gewerkschaftschef Michael Vassiliadis fordert schnelles Handeln der Bundesregierung beim Strukturwandel der Energieversorgung. Mit diesem Anliegen steht er nicht allein.

(Foto: dpa)

Berlin Michael Vassiliadis, Chef der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), fand bei der Jahrespresskonferenz deutliche Worte: „Wir stehen inmitten einer Zeitenwende, getrieben durch Digitalisierung, Globalisierung und Klimapolitik“, sagte er am Montag vor Journalisten in Berlin. Die Transformation des Industriestandorts werde „das wahrscheinlich größte und riskanteste ökonomische Projekt seit Bestehen der Bundesrepublik“.

Durch den Kohleausstieg bis 2038 sind Jobs in ohnehin strukturschwachen Regionen in Gefahr. Wenn die chemische Industrie klimaneutral arbeiten soll, würde ihr Strombedarf auf das Elffache der heutigen Menge steigen – das ist mehr, als ganz Deutschland heute verbraucht. Gelingt es dann nicht, die Branche mit bezahlbarem Ökostrom zu versorgen, besteht die Gefahr, dass Produktion und Arbeitsplätze ins Ausland abwandern. Soll die Umstellung vom Verbrennungsmotor auf die E-Mobilität keine Jobs kosten, brauchen viele Unternehmen ein neues Geschäftsmodell und Hunderttausende Beschäftigte neue Qualifikationen.

Um all diese Fragen soll es gehen, wenn an diesem Mittwoch die Chefs der acht Einzelgewerkschaften des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) bei Angela Merkel im Kanzleramt zu Gast sind. Denn vieles geht den Gewerkschaften deutlich zu langsam. Die Politik sehe zu, wie der Ausbau der Windkraft schrumpfe und schrumpfe, obwohl sie die einzige alternative Energiequelle mit großem Potenzial sei, kritisierte Vassiliadis.

Auf die Nationale Wasserstoffstrategie der Bundesregierung warte die Wirtschaft noch immer, obwohl Klimaneutralität der Industrie nur mit klimafreundlich erzeugtem Wasserstoff möglich sein werde. Das Ziel, bis 2030 sieben bis zehn Millionen Elektroautos auf deutsche Straßen zu bringen, werde nur mit ausreichend Ladestationen, Kaufanreizen und einem Ausbau der erneuerbaren Energien erreicht werden können, hatte IG-Metall-Chef Jörg Hofmann jüngst dem Handelsblatt gesagt.

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    Die Gewerkschaften machen aber nicht nur Druck auf die Politik, sondern fordern auch von den Unternehmen, sich auf den Wandel einzustellen. Fast die Hälfte der Betriebe im Organisationsbereich der IG Metall habe dafür noch kein Konzept, kritisierte Hofmann.

    Die Gewerkschaften wollen den Wandel, wie beispielsweise in der Autoindustrie und der Braunkohleförderung, deshalb mit Tarifverträgen und Zukunftsvereinbarungen gestalten. Von der Kanzlerin bekamen sie dafür gerade viel Lob: „Die Gewerkschaften haben sich immer wieder den großen Veränderungen der Gesellschaft und des Wirtschaftens gestellt“, sagte Merkel in ihrem jüngsten Videopodcast. Sie sei zuversichtlich, dass das auch in Zukunftsfragen wie dem Klimawandel oder der Digitalisierung gelinge.

    Mehr: DGB-Chef Hoffmann im Interview über armutsfeste Mindestlöhne, die Versöhnung von Ökonomie und Ökologie und die Vergesellschaftungsfantasien der neuen SPD-Chefs.

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    1 Kommentar zu "Energiewende und Digitalisierung: Gewerkschaften fordern schnelle Transformation des Industriestandorts Deutschland"

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    • "Die Gewerkschaften machen aber nicht nur Druck auf die Politik, sondern fordern auch von den Unternehmen, sich auf den Wandel einzustellen." Die revolutionärsten Technologien stehen bereits vor der Tür. Wir müssen sie nur hereinlassen. Dh. die Politik muss Steuern, damit die Wirtschaft Rudern kann. Beispielsweise hörte ich von der Berliner Neutrino-Energy Group, sie testet ein Gerät zur Gewinnung von sauberem Strom aus kosmischer Strahlung. Holger Thorsten Schubart, CEO dieses deutsch-amerikanische Forschungsunternehmen hat die Entwicklung eines innovativen High-Tech-Materials auf Basis einer Vielzahl von dotiertem Kohlenstoff und Silizium zum Abschluss gebracht, mit dem ein Teil der kinetischen Energie von Partikeln des unsichtbaren Strahlungsspektrums in Elektrizität umgewandelt wird. Derzeit werden die ersten industriellen Muster des sogenannten NEUTRINO POWER CUBE, eines Geräts, das saubere Energie liefert, in Deutschland unter Laborbedingungen getestet. Neutrinos, hochenergetische Teilchen, die als Teil der kosmischen Strahlung des unsichtbaren Spektrums kontinuierlich auf die Erde treffen, sind nach jüngsten Untersuchungen eine unerschöpfliche Energiequelle. "Der Energieerhaltungssatz funktioniert. ", sagt der Physiker Professor Strauss, ein ehemaliger Forscher am Massachusetts Institute of Technology, USA, und Mitglied des wissenschaftlichen Rates der NEUTRINO ENERGY Group. Auch im Karlsruher Institut für Technologie wird seit September 2019 offiziell mit Neutrino-Messungen bewiesen, dass diese neue Ära der Energienutzung einen gesamten Systemwechsel in der Anwendung von Neutrinovoltaik bewirken wird. Ein Wandel von der Stromversorgung über Grosskraftwerke und Stromtrassen zur MOBILEN UND DEZENTRALEN HAUSHALTSVERSORGUNG ohne Kabel und Steckdosen ist vergleichbar mit dem Wandel von der Festnetztelefonie zur heutigen, mobilen Smartphone-Telefonie. Wir müssen alles daran setzen, dass wir emissionsfreie Energien in den Markt bringen!

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