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Energiewende Verbände verlangen von Groko Förderung der energetischen Gebäudesanierung

Ein breites Bündnis sendet einen Notruf an die Politik. Zu lange schon trödelten die Angeordneten bei steuerlichen Fördermöglichkeiten herum.
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Die geforderte Maßnahme würde zu einer deutlichen Steigerung der Sanierungsrate führen, so die Verbände. Quelle: dpa
Baustelle

Die geforderte Maßnahme würde zu einer deutlichen Steigerung der Sanierungsrate führen, so die Verbände.

(Foto: dpa)

BerlinDie Verfasser des Schreibens, das dem Handelsblatt vorliegt, weisen auf einen Missstand hin, der nun schon acht Jahre währt: Seit 2011 diskutieren Bundesregierung, Bundestag und Bundesrat die Einführung einer steuerlichen Fördermöglichkeit für energetische Gebäudesanierungen – ohne Ergebnis. Nach übereinstimmender Einschätzung fast aller Experten wäre die steuerliche Förderung der Schlüssel für eine spürbare Steigerung des Sanierungsrate im Gebäudebestand.

Das Bündnis der 36 Verbände und Organisationen ist der Beweis für die breite Unterstützung, die es quer durch die Gesellschaft für das Thema gibt: Unterzeichnet haben die Chefs von Wirtschaftsverbänden wie der Bundesvereinigung Bauwirtschaft, des Bundesverbandes Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen, aber auch die Vorsitzenden von Natur- und Klimaschutzorganisationen wie WWF und Deutschem Naturschutzring.

Seit Jahren gelingt es der Politik nicht, Nägel mit Köpfen zu machen. Die amtierende Große Koalition bildet in dieser Hinsicht keine Ausnahme.

Zwar ist die Einführung der steuerlichen Förderung der energetischen Gebäudesanierung als Vorhaben im Koalitionsvertrag festgeschrieben. In den kürzlich vom Bundeskabinett verabschiedeten Eckwerten für den Bundeshaushalt 2020 wurde das Projekt jedoch wieder nicht berücksichtigt.

Und dies, so kritisieren die Autoren des Briefes, „obwohl die Umsetzung auch in den letzten Wochen von Mitgliedern der Bundesregierung wieder in Aussicht gestellt wurde“. Das Vorhaben müsse im Rahmen des Bundeshaushalts 2020 umgesetzt werden, fordern sie. Das absehbare Verfehlen der Energie- und Klimaziele für 2020 sei „nicht verwunderlich, wenn angekündigte Vorhaben nicht umgesetzt werden“, schreiben die Unterzeichner.

„Eine Maßnahme, über die so breiter Konsens besteht wie die Steuerförderung für Gebäudesanierungen, duldet keinen weiteren Aufschub“, schließen die Autoren ihren Brief ab.

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