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Enteignungs-Debatte Merz spricht sich für mehr Firmenbeteiligungen von Arbeitnehmern aus

Der frühere Anwärter auf den CDU-Parteivorsitz stellt sich gegen die Thesen von Kevin Kühnert – die Debatte sei allerdings durchaus wichtig.
Update: 18.05.2019 - 10:06 Uhr Kommentieren
Der 63-Jährige kritisiert die Aktionärsstruktur deutscher Unternehmen. Quelle: dpa
Friedrich Merz

Der 63-Jährige kritisiert die Aktionärsstruktur deutscher Unternehmen.

(Foto: dpa)

BerlinDer CDU-Politiker Friedrich Merz begrüßt grundsätzlich die Debatte über die Vermögensverteilung, die Juso-Chef Kevin Kühnert angestoßen hat. „Ich teile seine Thesen absolut nicht. Aber die Debatte müssen wir führen, die können wir nicht in Bausch und Bogen abtun mit ,Juso-Vorsitzender‘“, sagte der frühere Anwärter auf den CDU-Parteivorsitz im Podcast „Fragen wir doch!“ von RTL Radio Deutschland und 105'5 Spreeradio. Er sprach sich für mehr Vermögensbildung in Arbeitnehmerhand aus.

„Es gibt kaum noch eine börsennotierte Aktiengesellschaft in Deutschland, die mehrheitlich deutschen Anteilseignern gehört. Die Aktionäre leben im Ausland und freuen sich darüber, dass die deutschen Arbeitnehmer im Inland so fleißig arbeiten“, erklärte er. „Dass man Arbeitnehmer an den Erfolgen ihrer Firmen beteiligen will: Da liegen wir zurück und da haben wir Zusagen und Erwartungen nicht erfüllt und nicht eingehalten.“

Kühnert, Vorsitzender der SPD-Nachwuchsorganisation, hatte mit einem „Zeit“-Interview zum Thema Sozialismus für Empörung gesorgt. Darin trat er für eine Kollektivierung großer Unternehmen „auf demokratischem Wege“ ein – auch von BMW. In einem Gastbeitrag im Handelsblatt verteidigte der 29-Jährige seine Thesen. Sie hätten „Widerspruch und Streit provoziert. Doch genau das sollten sie auch.“

In Deutschland würde vieles dem Markt überlassen – aber gleichzeitig die Folgen etwa für Mieten oder Arbeitsbedingungen in der Pflege kritisiert. Nach Auffassung Kühnerts wäre der Kapitalismus mittlerweile in sensible Bereiche der Gesellschaft vorgedrungen, und müsse nun gebremst werden. Im Zweifel eben mit der Kollektivierung von großen Unternehmen.

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  • dpa
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