Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Enteignungsdebatte Österreichs Bundeskanzler Kurz wirbt mit Rechtssicherheit um deutsche Investoren

Sebastian Kurz erteilt Enteignungsdiskussionen wie in Deutschland eine klare Absage. Der Kanzler wirbt im Gegenzug für den Standort Österreich.
08.05.2019 - 12:18 Uhr 2 Kommentare
Österreich: Kanzler Sebastian Kurz wirbt um deutsche Investoren Quelle: Michael Appelt für Handelsblatt
Sebastian Kurz

Im Interview mit dem Handelsblatt betont Österreichs Bundeskanzler die wirtschaftliche und politische Stabilität seines Landes.

(Foto: Michael Appelt für Handelsblatt)

Berlin Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz nimmt die deutsche Enteignungsdebatte zum Anlass, um für sein Land zu werben. „Ich möchte eine Einladung an alle in Deutschland aussprechen, die überlegen, in Österreich zu investieren. Ich biete ihnen Rechtssicherheit und eine Fortsetzung der Reformen“, sagte Kurz im Interview mit dem Handelsblatt.

Österreich werde sich unter seiner Führung nicht zu einem sozialistischen Staat entwickeln. Die von Juso-Chef Kevin Kühnert angestoßene Debatte hält Kurz „nicht einmal für populistisch, sondern für absurd“. Sein Weltbild und seine Ziele für Österreich seien fundamental anders als die von Kevin Kühnert. „Ich will kein Volkseigentum, sondern ein Land der Eigentümer“, sagte Kurz.

Der Bundeskanzler verwies auf die politischen und wirtschaftlichen Folgen des Kommunismus. Dieser habe pure Armut und totalitäre Regime hervorgebracht: „Wozu Sozialismus in seiner Reinform führt, müssen wir gerade in Venezuela mit ansehen“. Das Modell der ökosozialen Marktwirtschaft sei das einzige Modell, das den Menschen ermögliche, einen bescheidenen Wohlstand aufzubauen und ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen
    Startseite
    2 Kommentare zu "Enteignungsdebatte: Österreichs Bundeskanzler Kurz wirbt mit Rechtssicherheit um deutsche Investoren"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Für den Deutschen Wohlstandsmotor ist die fehlende Erbschaftsteuer in Österreich wohl der gewichtigste Vorteil. Die Deutsche Erbschaftsteuer zerstört den Deutschen Mittelstand und vernichtet sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze in Deutschland.

      Für die meisten Staaten Europas gibt es seit Jahrzehnten keine oder nur marginale Erbschaftsteuern für Ehepartner, Kinder und Enkel.

      Österreich erkannte die Ungerechtigkeit und Kontraproduktivität der Erbschaftsteuer und erhebt seit dem 01.08.2008 keine Erbschafts- und Schenkungssteuer für Ehepartner und Kinder.

      Durch diese international nahezu unbekannte (selbst in Russland gibt es diese Steuer nicht für Ehepartner und Kinder) und daher auch ungerechte Steuer wird besonders der Deutsche Mittelstand benachteiligt. Mit dieser „Neidsteuer“ gehen große Unternehmenswerte für Zukunftsinvestitionen verloren. Zusätzlich werden mit dieser Steuer europäische Konkurrenten gefördert.

      Sehr viele Unternehmen haben auf Grund dieses gewichtigen Nachteils des Wirtschaftsstandorts Deutschland die Konsequenzen gezogen und ihren Firmensitz verlagert. Beispiele gibt es mehr als genug und ohne Korrekturen werden es immer mehr! Neben Steuern gehen somit auch sehr viele sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze für immer verloren!

      Deutschland ist das Land mit der zweithöchsten Steuer- und Abgabenlast. Deutschland hat auch ohne Erbschaftsteuer genug Steuereinnahmen. Deutschlands Problem ist die Verwendung und auch Verschwendung der Steuereinnahmen!

      Österreich erkannte die Kontraproduktivität der Erbschaftsteuer und zog Konsequenzen. Wie lange es wohl dauert, bis Deutsche Politiker zu dieser Einsicht gelangen? Vermutlich ist es dann zu spät. Hat ein Unternehmen erst einmal seinen Firmensitz ins (erbschaft-)steuerliche Ausland verlagert, wird es seinen Sitz nicht mehr nach Deutschland zurückverlegen. Warum auch?

      Steuereinnahmen, Sozialversicherungsbeiträge und Arbeitsplätze sind für den Deutschen Staat dann für immer verloren.

    • Kein Politiker kann mittel- oder langfristig irgendetwas garantieren, weil er nicht weiss, wer
      in der Zukunft regieren wird. Aber es gibt natuerlich Tendenzen - wobei ich nicht glaube,
      dass die Verstaatlicher im kommenden Jahrzehnt drankommen - weder in D noch in AU.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%