Entscheidung in der Fraktion CSU will am Montag über Spitzenkandidatur abstimmen

Ministerpräsident Seehofer wehrt sich seit Wochen gegen die Versuche seiner CSU-Parteifreunde, ihn aus seinen Ämtern zu kegeln. Doch weitere Verzögerungen soll es nach dem Willen der CSU-Landtagsfraktion nicht geben.
Update: 29.11.2017 - 14:01 Uhr 5 Kommentare

Söder „Ein Wechsel muss mit Respekt und Stil geschehen“

München Der wochenlange Machtkampf in der CSU steht vor der Entscheidung. Am kommenden Montag soll der seit dem schlechten CSU-Ergebnis bei der Bundestagswahl unter Druck stehende Ministerpräsident und Parteichef Horst Seehofer bei einer Sitzung der CSU-Landtagsfraktion in München eine Erklärung abgeben. „Dann werden wir entscheiden und vermutlich einen Spitzenkandidaten (für die Landtagswahl 2018) küren“, sagte Fraktionschef Thomas Kreuzer am Mittwoch in München.

In der Fraktion ist aber unbekannt, was Seehofer ankündigen will. Seehofers Widersacher Markus Söder hielt sich am Mittwoch ebenso bedeckt wie Innenminister Joachim Herrmann. Letzterer wird dem Vernehmen nach von einflussreichen Parteifreunden bearbeitet, seinen Hut in den Ring zu werfen. Herrmann gab am Mittwochvormittag keinen Kommentar ab, Söder sagte nichts Konkretes: „Wir werden am Montag versuchen, das alles zusammenzuführen.“

Die Vorentscheidung könnte bereits am Sonntag fallen. Einen Tag vor der Fraktionssitzung soll unter anderem der von Seehofer in der vergangenen Woche kurzfristig einberufene Dreierrat aus den beiden CSU-Ehrenvorsitzenden Edmund Stoiber und Theo Waigel sowie Parteivize und Landtagspräsidentin Barbara Stamm berichten, wie es in der Fraktion hieß. Eingebunden werden unter anderem die zehn Bezirksvorsitzenden der CSU und die Chefs der Parteiarbeitskreise. Dabei wird es nicht nur um die CSU-Spitzenkandidatur gehen, sondern auch um die Frage, ob Seehofer Parteichef bleiben soll oder nicht.

Bei der Bundestagswahl im September war die CSU auf 38,8 Prozent abgestürzt, ihr schlechtestes Ergebnis bei einer Bundestagswahl seit Jahrzehnten.

„An dieser Lösung will ich entscheidend mitwirken“

Söder gilt als aussichtsreichster Kandidat für die Spitzenkandidatur, doch als ebenso sicher gilt, dass Seehofer Söder verhindern will. Söder selbst sagte nicht, ob er antreten will. Stattdessen äußerte er sich im Stil eines politischen Nachrufs über Seehofer, als sei dessen Amtszeit bereits Geschichte: „Wichtig ist immer, dass das mit Stil, mit Anstand, mit Respekt im Miteinander erfolgt. Auch Respekt vor Horst Seehofer, der viel für diese Partei und das Land gemacht hat und geleistet hat und nach wie vor tut.“

Seehofer hatte seine Erklärung eigentlich schon für vergangene Woche angekündigt, diese dann aber zum Ärger vieler Parteifreunde vertagt. Offiziell gekürt werden der nächste Parteichef und der Spitzenkandidat auf dem CSU-Parteitag Mitte Dezember.

  • dpa
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5 Kommentare zu "Entscheidung in der Fraktion: CSU will am Montag über Spitzenkandidatur abstimmen"

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  • Anders als andere Parteien kann die CSU personalpolitisch aus dem Vollen schöpfen. Sie verfügt über ganze Reihe hochkompetenter, erfahrener und vertrauenswürdiger Politiker, die als Nachfolger von Horst Seehofer infrage kämen. Dazu gehört auch und gerade Joachim Herrmann. Geradlinig, aufrichtig und mehr an der Lösung politischer Probleme als an der Inszenierung seiner eigenen Person interessiert. Bedauerlich, die Fixierung auf Seehofer und Söder! Die CSU sollte ihr hochkarätiges Personal noch besser einsetzen.

  • @Novi Prinz29.11.2017, 17:30 Uhr :

    Markus Söder darf nicht noch belohnt werden für indirekte und direkte Politischen Dolch Stoßen !

    SÖDER DARF NIE FÜHRUNGSSTELLE BEKOMMEN weil nur so verhindert man weitere Trittbrettfahrer !

  • Es soll zwei Kandidaten geben : Joachim Herrmann und Markus Söder .
    Nicht wie in anderen Parteien , da tritt Einer an und zwischen dem kann gewählt werden . 100 oder 200 % .


  • Horst Seehofer (CSU) hat von Gerhard Schröder (SPD) gelernt, dass man für den Winter vorsorgen muss.

    Schröder hatte Russland einen Milliarden-Kredit eingeräumt und den Eroberer großer Teile Georgiens und der Ukraine als "lupenreinen Demokraten" bezeichnet. Jetzt, nach seiner Abwahl, erntet er die Früchte als Aufsichtsratsvorsitzender eines russischen Energieversorgers.

    Seehofer hat seine Marionette Schmidt angewiesen, gegen die Absprache mit dem Koalitionspartner, in Brüssel für eine Verlängerung der Zulassung des Pflanzengiftes Glyphosat zu stimmen. Bleibt nur noch die Frage, von wem er nach seiner Abwahl mit einem satten Posten belohnt wird.

  • ENTSCHEIDUNG IN DER FRAKTION
    CSU will am Montag über Spitzenkandidatur abstimmen
    Datum:
    29.11.2017 12:19 UhrUpdate: 29.11.2017, 12:19 Uhr

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    NEUWAHLEN MÜSSEN HER und Herr SEEHOFER sollte als Neuer Bundeskanzler Kandidieren !

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