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Entwicklungsminister Deutschland verzehnfacht Ebola-Hilfe

Zehn Millionen Euro gibt die Bundesregierung der Weltgesundheitsorganisation für die Ebola-Krisengebiete in Afrika. Entwicklungsminister Müller stellt gleichzeitig Forderungen an andere Länder.
12.09.2014 - 04:22 Uhr Kommentieren
Helfer in Schutzanzügen in Liberia: Hilfsgelder aus Deutschland sollen unter anderem dazu beitragen, qualifiziertes medizinisches Personal in die Ebola-Region zu bringen. Quelle: ap

Helfer in Schutzanzügen in Liberia: Hilfsgelder aus Deutschland sollen unter anderem dazu beitragen, qualifiziertes medizinisches Personal in die Ebola-Region zu bringen.

(Foto: ap)

Düsseldorf/Washington Die Bundesregierung verstärkt ihre Hilfen für die Ebola-Krisengebiete in Afrika deutlich. Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) kündigte in der "Rheinischen Post" (Freitagausgabe) an, die finanziellen Mittel würden auf zehn Millionen Euro verzehnfacht.

"Die Situation hat sich dramatisch verschlimmert und droht außer Kontrolle zu geraten", sagte Müller der Zeitung. Die Hilfen stellt Deutschland der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur Verfügung.

Die zusätzlichen Hilfen sollen dem Entwicklungsminister zufolge für eine bessere Versorgung der Ebola-Kranken mit Medikamenten und für "weiteres qualifiziertes medizinisches Personal" eingesetzt werden. Müller forderte auch andere Länder zu mehr Hilfe auf.

Die internationale Gemeinschaft sei gefordert, den Lufttransport sicherzustellen, sagte Müller. "Wir müssen medizinisches Personal in die entsprechenden Länder bringen und zugleich sicherstellen, dass wir sie im Notfall auf dem schnellsten Weg wieder ausfliegen und ihnen die bestmögliche medizinische Versorgung gewährleisten können."

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    IWF warnt vor wirtschaftlichen Folgen der Epidemie

    Derweil warnte der Internationale Währungsfonds (IWF) vor den wirtschaftlichen Folgen der Epidemie für Westafrika. Das Wachstum in Sierra Leone und Liberia drohe um 3,5 Prozentpunkte zu schrumpfen, erklärte IWF-Sprecher Bill Murray.

    In Guinea könnte das Wachstum demnach um 1,5 Prozentpunkte sinken. In den drei Ländern droht die Ebola-Epidemie demnach Haushaltslöcher von jeweils bis zu 130 Millionen Dollar (rund 100 Millionen Euro) zu reißen.

    Die drei Staaten erhalten bereits Hilfen vom IWF. Derzeit berate der IWF mit den jeweiligen Landesbehörden über mögliche weitere Finanzspritzen, hieß es in Washington.

    • afp
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