Erdverkabelung von Stromtrassen Bayerns Bauern stellen sich gegen Seehofer

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer drängt bei der Verkabelung von Stromtrassen auf Erdkabel – die Bauern stellen sich allerdings gegen seine Pläne. Sie befürchten erhebliche Nachteile.
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Der bayrische Ministerpräsident spürt Gegenwind vom Bauernverband. Quelle: dpa
Horst Seehofer

Der bayrische Ministerpräsident spürt Gegenwind vom Bauernverband.

(Foto: dpa)

BerlinDer Bayerische Bauernverband befürchtet Nachteile durch die von der Bundesregierung verstärkt geplante Erdverkabelung von Stromtrassen. Der Verband äußerte sich gegenüber der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ vom Samstag kritisch, dass „nun von heute auf morgen auf die bisher wenig erforschte und sehr teure Erdverkabelung gesetzt werden soll“. Die Bauern befürchten, dass dadurch im Vergleich zu den bislang üblichen Freileitungen gravierende Eingriffe in den Boden und seine Struktur zu erwarten seien.

Das Gleichstromkabel in der Erde führe zu einer Erwärmung des Bodens. „Daraus ergeben sich dauerhaft erhebliche Produktionseinbußen auf landwirtschaftlichen Flächen“, teilte der Verband laut „FAZ“ mit.

Der Bauernverband stellte sich damit gegen den bayerischen Ministerpräsidenten und CSU-Chef Horst Seehofer, der in Verhandlungen mit dem Bund auf Erdkabel gedrängt hatte. Am Mittwochabend hatten die Parteichefs von Union und SPD beschlossen, Erdkabeln bei Gleichstrom-Stromtrassen künftig den Vorzug zu geben, und waren damit den Forderungen Seehofers entgegengekommen. Dieser hatte bisherige Pläne für neue Freileitungen abgelehnt.

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