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Ermittlungen gegen den Hacker Verdächtiger in der Datenklau-Affäre könnte Serientäter sein

Gegen den jungen Hacker aus Hessen wird laut einem „Spiegel“-Bericht bereits in drei weiteren Fällen von Cyberkriminalität ermittelt.
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Georg Ungefuk ist nicht der erste Staatsanwalt, der gegen den Verdächtigen wegen Datendelikten ermittelt. Quelle: dpa
Ermittlungen nach Datenklau

Georg Ungefuk ist nicht der erste Staatsanwalt, der gegen den Verdächtigen wegen Datendelikten ermittelt.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDer junge Hacker, der mit illegalen Veröffentlichungen privater Daten von Politikern und Promis für Aufsehen gesorgt hat, ist nach Information des „Spiegel“ bereits mehrfach mit Datendelikten aufgefallen. Laut dem Bericht des Nachrichtenmagazins hatte die Staatsanwaltschaft Gießen in den vergangenen Jahren drei Ermittlungsverfahren gegen Mann eröffnet – unter anderem wegen des Ausspähens von Daten. Alle Verfahren seien noch nicht abgeschlossen.

Der Hesse hatte sich zudem große Mühe gegeben, seine Spuren zu verwischen. Das erfuhren Bundestagsabgeordnete am Donnerstag bei einer Sondersitzung des Innenausschusses zum Datenklau. Er löschte seine Festplatte demnach 32 Mal. Der Präsident des Bundeskriminalamtes, Holger Münch, sagte nach Angaben von Teilnehmern der nicht-öffentlichen Sitzung, der 20-Jährige habe außerdem einen Computer auf einem Recyclinghof „ordnungsgemäß entsorgt“.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) musste sich kritische Fragen zum Umgang der Bundesbehörden mit dem Datenklau anhören. Die Mitglieder des Innenausschusses fragten ihn und die Chefs der ihm unterstehenden Sicherheitsbehörden, wie sicher es sei, dass der Beschuldigte alleine gehandelt habe.

Der SPD-Innenpolitiker Burkhard Lischka wollte außerdem wissen, weshalb das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) einzelne Hinweise, die bereits im Dezember aufgetaucht waren, nicht gleich an das Bundeskriminalamt weitergeleitet habe.

Die von dem Datenklau zum Teil selbst betroffenen Abgeordneten fragten Seehofer, Münch und BSI-Chef Arne Schönbohm außerdem, wieso sie und andere Betroffene nicht früher darüber informiert wurden, dass ihre Handynummern und zum Teil auch private Chat-Verläufe im Netz für jedermann zu finden waren.

Der 20 Jahre alte Datendieb war Anfang der Woche festgenommen worden. Er legte ein Geständnis ab und wurde anschließend auf freien Fuß gesetzt. Bei seiner Vernehmung sagte er nach Angaben des Bundeskriminalamtes, er habe Menschen „bloßstellen“ wollen, über deren öffentliche Äußerungen er sich geärgert habe.

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  • dkl
  • dpa
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