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Die Ökostrom-Umlage wird im kommenden Jahr deutlich steigen – auf 5,3 Cent je Kilowattstunde. Die Erhöhung spüren alle privaten Haushalte. Viele Betriebe aber umgehen die Abgabe zum Teil mit illegalen Tricks.

Kommentare

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  • Bei der Sorge um die Kosten der Energiewende sollten sich unsere Politiker die Abrechnungen der Stromversorger mal genau ansehen. Eventuell liegt die festgestellte Kostenexplosion daran, dass der Strom aus Erneuerbaren irgendwie doppelt verkauft wird. Zur Verdeutlichung folgendes Beispiel:
    Laut meinen Stromzähler verbrauche ich sagen wir 1.000kWh Strom im Jahr. Dafür stellt mir mein Stromversorger eine Jahresabschlussrechnung über 1.000kWh. Der Strompreis enthält neben Steuern, Netzentgelt und Konzession auch die Umlagen für Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) und für Erneuerbare Energien (EEG). Der Strom, den die KWK und die Erneuerbaren liefern wird aber nicht von meinem Stromversorger an mich geliefert, sondern von den Netzbetreibern im Zuge der Stromdurchleitung ins Netz eingeschleust. Wenn der Anteil KWK und Erneuerbare sagen wir zusammen 15% des bezogenen Stroms beträgt, dann hat mir mein Stromversorger demnach eigentlich nur 850kWh geliefert und der Netzbetreiber 150kWh. Diese 150kWh werden über die Umlagen bezahlt, weil die Betreiber von EEG und KWK-Anlagen ihre Vergütung vom Netzbetreiber, also aus den Umlagen, erhalten. Dennoch muss ich meinem Stromversorger 1.000kWh Strom bezahlen, obwohl sein Anteil nur 850kWh beträgt. Die tatsächliche Stromproduktion der Stromversorger liegt also um den Anteil der EEG und KWK-Anlagen niedriger, dennoch wird so abgerechnet, als ob die Stromversorger den gesamten Strom produziert haben.

  • Wenn man hier gegen die hohe EEG-Zulage wettert, lachen sich die Netzbetreiber und die priviligierten Stromabnehmer ins Fäustchen.
    Für ca. 1/5 des verkauften Stroms wird überhaupt keine EEG-Umlage fällig.

    Wie sich der Strompreis zusammensetzt, kann man an dieser Grafik erkennen:

    http://www.dgs.de/index.php?eID=tx_cms_showpic&file=uploads%2Fpics%2FAbarzua_02.jpg&width=800m&height=600m&bodyTag=%3Cbody%20bgcolor%3D%22black%22%3E&wrap=%3Ca%20href%3D%22javascript%3Aclose%28%29%3B%22%3E%20%7C%20%3C%2Fa%3E&md5=359e68faba2d91ade1ebc87d49288bb6

    Daran erkennt man, wenn man es will, eindeutig, dass die Strompreise für Privathaushalte gleichmäßig gestiegen sind, als noch alle KKWs am Netz waren und die EEG-Umlage unter 1 Cent lag. Die Preis für Öl, Gas, Kohle, Uran sind teilweise auch erheblich gestiegen und werden drastisch weiter steigen. Wer auf diese Energielieferanten setzt, fährt ohne jeden Zweifel vor die Wand.

    Die Industrie hat dagegen seit 2008 (vor der Bankenkrise) kaum noch mit steigenden Strompreisen zu tun gehabt. (Steigerung in 4 Jahren insgesamt 4,7%)

    Tipp: Ich werde auch im kommenden Jahr meinen finanziellen Aufwand für Strom weiter senken. Die vor 30 Jahren für 1250,- DM gekaufte Kühl-/Gefrierkombination wurde vor 2 Wochen durch ein neues A+++ Gerät für 750,- € ersetzt. Ersparnis alleine durch diesen Austausch: 120,-€/Jahr.

  • @Sonnenschen
    Der Ansatz über Kauf effizienterer Geräte Strom zu sparen ist an sich gut. Erwartete Einsparung 120€/Jahr. Nach ca. 6 Jahren passt der Finanzeinsatz. Da Problem das ich sehe, ist folgender: Energiebedarf für Entsorgung der alten Geräte und Herstellung der neuen Geräte, sprich Energiebilanz.
    Leider werden sich genau die Familien, die eh am meisten unter den erhöhten Preisen leiden keine neue Geräte leisten können. @HofmannM
    Ich bitte Sie doch mal die ideoloisch verbrämte Brille abzunehmen und dem Werbegeklapper und Gerechne der Enegiekonzerne zumindest kritisch zu begegnen.
    Diese Enegiekonzerne sind nur Ihren Aktionären verpflichtet, d.h. Shareholder Value auf Teufel und Betrügerei komm raus. Die grossen Shareholder sitzen nur zu geringsten Teilen in Deutschland und schneller Cash ist die Maxime. Viele Argumente sind einfach haltlos und überlste Propaganda. Wie so häufig liegt die Wahrheit irgendwo in der Mitte. Kompetent angegangen wäre für alle Seiten eine vertretbare Lösung zu finden. Leider haben wir mittlerweile amerikanische Verhältnisse, mit all den leidlich bekannten negativen Auswirkungen.

  • @NKM
    Was schreiben Sie da für einen ideologischen Energieroman!?
    Informieren Sie sich erstmal, wie Strom kostengünstig und fortwährend erzeugt und bereitgestellt wird!
    Die Kern- Kohle- und Gaskraftwerksnetze sind das beste und effektifste Stromerzeugungs und Verteilungssystem auf der Welt. Das war so, ist so und wird die nächsten 1000 Jahre so bleiben!
    Die Ökoenergie ist launisch und nicht bezahlbar (Luxusgut)
    Die fossile Energie ist beständig vefügbar und bezahlbar (Allgeimgut)!
    Auf Sonnen, Wind und Bioenergie zusetzen ist RÜCKSCHRITT und Wohlstandsvernichtung (Kostentreiberei durch die Politik am Volk)PUR!

  • @Richtigstellung
    Wir ALLE in Deutschland müssen nicht soviel für Strom zahlen, wenn wir diese merklische Energiewende und das EEG nicht hätten. Alleine durch das EEG und den Ausstieg aus der Kernkraft und wie es ja weiter angedacht ist der Ausstieg aus sämtlichen billigen fossilen Kraftwerksstrompreisen, kostet uns Endverbraucher 10 ct.
    Diese 10 ct/je kwh Mehrkosten durch das schwankende Ökostromangebot macht jährlich eine durschnittliche Mehrbelastung von mind. 450 EUR aus. Darüber hinaus steigt durch den Ökostromzwang (Wind,Sonne,Biogas) die indirekten Lebenshaltungkosten in Deutschland. Ökostrom und die Green Economy bringt kein wirtschafltiches Wachstum sondern ein staatlich subventioniertes Wachstum aus Kosten des Volkswohlstands. In Deutschland steigen die Kosten für die Bevölkerung. Die Inflation wird immer mehr an Fahrt gewinnen. Der Steuer und Abgabenanteil ist schon so hoch, dass wir für das "Reale Leben" weniger zur Verfügung haben als noch vor 30 Jahren!
    Die Belastungen wurden durch die politischen Entscheidung der ökosozialen Traumwelt immer mehr für die Bürger angehoben. Und in den nächsten 10 Jahren wird der deutsche Bürger diese Belastung nicht mehr tragen können. Die Abwärtsspirale wurde mit der merklischen Energie- und Euroschuldenpolitik beschleunigt.

  • ihr habt gewählt und werdet wieder wählen-und wieder falsch.wählt die freiheit . aber was ist das???seht ihr das proplem ???

  • Schade, dass in der Berichterstattung immer nur ein Teil der Fakten und Hintergründe dargestellt wird. Die energieintensiven Firmen profitieren einerseits von der Umlagebefreiung. Gleichzeitig können sie ihren Strom an der Börse direkt einkaufen. Die Börsenpreise vor allem für Spitzenlaststrom zur Mittagszeit sind durch die Erneuerbaren Energien in der Vergangenheit erheblich gesunken, wodurch die Unternehmen massiv Kosten sparen.

    Gleichzeitig noch der Hinweis zur Funktionsweise des EEG: Die EEG Umlage entsteht aus der Differenz zwischen Börsenpreis und fester Einspeisevergütung. Das heißt je mehr die Erneuerbaren im Preis sinken, umso grösser der Differenzbetrag der zu Buche schlägt. Dieser Mechanismus sollte mal geprüft werden anstatt die Ausbaumengen o.ä. begrenzen zu wollen um die Kosten zu begrenzen. Zumal auch die Kosten der konventionellen Energieerzeugung keinesfalls konstant sind. Die Preistendenz an den Tankstellen kennen wir alle ja nur zu gut...

    Es wäre wünschenswert, dass sich an einem solch umfassenden und langfristigen Projekt wie der Energiewende ausnahmslos alle beteiligen würden. Dann wären die Kosten auf eine breite Basis verteilt und für den Einzelnen nicht so hoch.

    Aber dieser Wunsch wird in unser Lobbyisten Gesellschaft wohl unerfüllt bleiben...

  • @NKM
    Ich habe nicht von Nichtwählen gesprochen. Die Stimme behalten bedeutet für mich : auf den Wahlzettel schreiben:
    Keine der aufgelisteten Parteien und keine der aufgelisteten Personen . Und das Kreutzchen neben dran ! Das bedeutet für mich " Die Stimme behalten "
    Aber danke für den Hinweis.

  • @ Vicario

    ok, dann habe ich sie falsch verstanden.
    Aber soweit ich mich erinnere gilt das selbe auch für ungültige Stimmen, bin mir da aber nicht ganz sicher (ich les das heute abend mal nach).

    Wie wäre es mit selber eine Partei gründen? ;-)

  • @NKM
    Waere Ihnen dankbar, wenn Sie mir das mitteilen, ich meine das mit den ungültigen Stimmen.
    Mein Anliegen wäre , die Wahl der Nomenklatura zu verhindern ! Die nimmt uns nur aus. Man muss hier aber den richtigen Weg finden. Neue Partei zu gründen ist auch eine gute Überlegung.

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