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Cem Özdemir

Özdemir war von 2008 bis 2018 Vorsitzender der Grünen. Zuletzt kandidierte er vergeblich um den Vorsitz der Bundestagsfraktion.

(Foto: AFP)

Erneut Zwischenfall Haus von Grünen-Politiker Cem Özdemir mit Stein beworfen

Unbekannte haben das Haus des früheren Grünen-Chefs mit einem Stein beworfen. Zahlreiche Politiker sichern Özdemir ihre Solidarität zu.
17.12.2019 Update: 17.12.2019 - 14:36 Uhr Kommentieren

Berlin Das Haus des früheren Grünen-Parteichefs Cem Özdemir in Berlin-Kreuzberg ist mit einem Stein beworfen worden. „Ein Stein wurde gegen unsere Haustür geworfen. Die Botschaft galt wohl mir“, twitterte der 53-jährige Bundestagsabgeordnete am Montagabend. Auf einem Foto ist eine zersprungene Glasscheibe zu sehen.

Özdemir schrieb weiter: „Ich werde weiterhin und überall dort lautstark meine Stimme erheben, wo andere Stimmen verstummen sollen. „Wer nichts waget, der darf nichts hoffen, wusste schon unser Schiller.“ Bei Twitter reagierten bis zum Dienstagmorgen tausende Nutzer auf Özdemirs Tweet. Viele sicherten ihm Unterstützung zu.

Die Polizei geht aber nach Angaben eines Sprechers vom Dienstag zurzeit nicht von einem politischen Hintergrund aus. Da es keine Hinweise darauf gebe, habe nicht der für entsprechende Taten zuständige Staatsschutz des Landeskriminalamts die Ermittlungen übernommen, sagte der Sprecher. Eine Nachbarin entdeckte die beschädigte Scheibe bereits am vergangenen Freitag, wie ein Polizeisprecher sagte. Özdemir zeigte die Tat am Montag an.

Dorothee Bär (CSU), Staatsministerin im Bundeskanzleramt für Digitalisierung, reagierte auf Özdemirs Tweet und schrieb: „Lieber Cem. Wir haben noch viel zu tun. Alles Liebe Deiner Familie!“ Kerstin Griese (SPD), Staatssekretärin im Bundesarbeitsministerium, twitterte: „Alle Solidarität, lieber Cem, und liebe Grüße!“

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    Die Bevollmächtigte des Landes Berlin beim Bund und Staatssekretärin für Bürgerschaftliches Engagement und Internationales, Sawsan Chebli, schrieb auf Twitter: „Pass auf Dich und Deine Familie gut auf! Ich finde es stark, dass Du darüber sprichst und weiter machst. Aber genau so muss es sein: keinen Millimeter den Hetzern, Hatern, Faschisten, Nazis, Extremisten und allen Antidemokraten.“

    Chebli wurde zuletzt ebenfalls von mutmaßlichen Rechtsextremisten bedroht. Die SPD-Politikerin veröffentlichte am Montag ein Schreiben Unbekannter mit einer Morddrohung. Chebli habe es auf „unsere Todesliste geschafft“, heißt es in dem Text. Chebli erstattete Anzeige.

    „Lass dich nicht einschüchtern“

    Der CDU-Bundestagsabgeordnete Sepp Müller sicherte Özdemir ebenfalls seine Solidarität zu. Er twitterte: „Aus Worten werden Taten. Wir Demokraten dürfen Extremen keinen Platz lassen. Ich verurteile den Angriff aufs Schärfste! Leider erinnern mich diese zunehmenden Taten an den Beginn der dunkelsten Zeit in der deutschen Geschichte.“

    Sandra Weeser, stellvertretende FDP-Landeschefin in Rheinland-Pfalz, twitterte: „Lieber Cem Özdemir, bitte lass dich nicht einschüchtern. Wir dürfen den Extremisten keinen Platz lassen.“

    Erst Anfang November hatten Özdemir und seine Parteikollegin Claudia Roth Morddrohungen mutmaßlicher Rechtsextremisten erhalten. Eine Gruppe namens „Atomwaffen Division Deutschland“ schrieb Ende Oktober in einer E-Mail an das Büro Özdemirs, dass dieser auf einer Todesliste stehe. Der Bundestagsvizepräsidentin Roth drohten sie, sie sei auf Platz zwei.

    Özdemir gab die Droh-Mail im November an die Bundestagspolizei und das Bundeskriminalamt (BKA) weiter. Er erhält bereits seit längerem Personenschutz, weil er nach seiner scharfen Kritik am türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan von türkischen Nationalisten massiv bedroht wurde.

    Mehr: Während des Landtagswahlkampf in Thüringen wurde auch Grünen-Chef Habeck bedroht.

    • dpa
    • rot
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