Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Erst Bürokratie-Kritik, dann Lob Elon Musk dankt Genehmigungsbehörden in Brandenburg

Bei seinem Besuch in Deutschland äußert Tesla-Chef Elon Musk Kritik an der deutschen Bürokratie. Für die Arbeit der Behörden findet er aber auch lobende Worte.
18.05.2021 Update: 19.05.2021 - 10:43 Uhr Kommentieren
„Ich finde, es dürfte etwas weniger Bürokratie sein. Das wäre besser.“ Quelle: Reuters
Elon Musk

„Ich finde, es dürfte etwas weniger Bürokratie sein. Das wäre besser.“

(Foto: Reuters)

Berlin Tesla-Chef Elon Musk hat sich trotz absehbarer Startverzögerungen zufrieden über die Arbeiten an seiner neuen Gigafactory in Brandenburg geäußert. Auf Twitter sprach der von einem großen Fortschritt.

Zugleich bedankte er sich für für die Unterstützung aus Brandenburg. „Ich möchte auch den Genehmigungsbehörden meine Anerkennung aussprechen, da ich weiß, dass dies ein großes und komplexes Projekt ist“, erklärte Musk. Wenn alles fertig sei, hoffe er, dass die Elektroautofabrik als „ein Juwel von Brandenburg“ angesehen werde.

Musks Lob für die Behörden ist bemerkenswert. Vor wenigen Wochen erst hatte Tesla das Genehmigungsverfahren rund um seine neue Fabrik in Grünheide bei Berlin kritisiert und sich insbesondere unzufrieden darüber gezeigt, dass es noch keinen Zeitplan für die Entscheidung über eine endgültige Genehmigung gebe.

Bisher baut Tesla auf Basis vorläufiger Genehmigungen. „Ich finde, es dürfte etwas weniger Bürokratie sein. Das wäre besser“, sagte Musk am Montag den Sendern RTL und N-TV.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Der Mittelstandbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß (CDU), zeigte Verständnis für die Kritik an der deutschen Bürokratie. „Musk legt da unbestritten den Finger in die Wunde“, sagte der parlamentarische Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium dem Handelsblatt.

    Laut Bareiß würden Bauprojekte und Genehmigungsverfahren immer komplexer sowie aufwendiger werden und sich zeitlich in die Länge ziehen. Ein „ganz normales Verfahren“ könne heutzutage fünf Jahre dauern. Die Genehmigungsverfahren hätten sich in den letzten zehn Jahren verdoppelt.

    Bareiß führt die langen Genehmigungsverfahren auf höhere Anforderungen bei Umwelt-, Wasser-, Arten- sowie Brandschutz zurück, die immer mehr Juristen und Gutachter beschäftigten. „Das kostet Zeit und einen immer höheren Anteil der finanziellen Ressourcen“, sagte der CDU-Politiker.

    In den vergangenen Jahren hätten sich zwar bei wichtigen Infrastrukturprojekten wie dem Netzausbau bei der Energiewende auch „schlankere Genehmigungsverfahren“ durchgesetzt. „Allerdings ist die Vereinfachung von Genehmigungsverfahren ein Bohren dicker Bretter, und es braucht einen starken politischen Willen aller Beteiligten.“ Bei Tesla und seiner Gigafactory Grünheide sei der politische Wille allerdings „vergleichsweise hoch“.

    Elon Musk trifft Brandenburgs Wirtschaftsminister

    Musk traf beim Besuch der Fabrik-Baustelle nun doch Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD). Unerwartet habe sich eine Gelegenheit für ein informelles Gespräch auf dem Werksgelände ergeben, schrieb Steinbach am Dienstag auf Twitter und sprach von einer „ausgezeichneten Stimmung“.

    Zuvor hatte es geheißen, Musks Besuch sei hauptsächlich „technischer Natur“, und es seien keine politischen Treffen mit Steinbach oder Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) geplant.

    Tesla wollte ursprünglich im Juli mit der Herstellung des Kompakt-SUV Model Y in Brandenburg beginnen. Es droht jedoch ein späterer Start. Der Antrag zur Genehmigung des Vorhabens muss laut Landesumweltamt erneut öffentlich ausgelegt werden, weil Tesla eine Batteriefabrik in den bisherigen Antrag einbeziehen will. „Momentan sieht es also so aus, dass wir die Produktion Ende des Jahres starten können“, sagte Musk am Montag.

    Als erstes Werk von Tesla in Europa spielt Grünheide für den Konzern eine Schlüsselrolle auf dem Kontinent, während die etablierten Konkurrenten ihr Elektroauto-Angebot ausbauen.

    Mehr: „Bitte beeilt euch!“: Elon Musk erhöht Druck auf Zulieferer der Gigafactory

    Startseite
    Mehr zu: Erst Bürokratie-Kritik, dann Lob - Elon Musk dankt Genehmigungsbehörden in Brandenburg
    0 Kommentare zu "Erst Bürokratie-Kritik, dann Lob: Elon Musk dankt Genehmigungsbehörden in Brandenburg"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%