Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Ethische Debatten Ärzte verbieten Sterbehilfe und stimmen für PID

Seite 2 von 3:
Mediziner wollen Gentests mit engen Grenzen
Die Mediziner sprachen sich für die Präimplantationsdiagnostik mit engen Regelungen aus. Das Bild zeigt die Chromosomen im Zellkern einer Eizelle. Quelle: dapd

Die Mediziner sprachen sich für die Präimplantationsdiagnostik mit engen Regelungen aus. Das Bild zeigt die Chromosomen im Zellkern einer Eizelle.

(Foto: dapd)

In der Streitfrage von Gentests an Embryonen aus dem Reagenzglas sprach sich der Ärztetag für eine Zulassung in engen Grenzen aus. Vor der Bundestagsentscheidung am 30. Juni dazu beschlossen die Mediziner Kriterien, nach denen die Präimplantationsdiagnostik (PID) durchgeführt werden soll. Der Antrag erhielt nach intensiver Debatte 204 Ja-Stimmen, 33 Delegierte stimmten dagegen, 6 enthielten sich.

Die PID soll demnach nur für Erkrankungen durchgeführt werden, für die bei einem Paar ein hohes genetisches Risiko bekannt ist. Die Ärzte fordern, dass Einzelfälle in PID-Kommissionen anonym geprüft werden, die bei den Landesärztekammern eingerichtet werden.

Organspende soll sich ändern

Angesichts des dramatischen Mangels an Spenderorganen in Deutschland wollen die Ärzte die Bürger verstärkt von einem Ja zur Spende überzeugen. Ziel sei eine Pflicht, wonach alle Bürger ab einem bestimmten Alter eine Erklärung abgeben sollen, sagte Kammergeschäftsführer Christoph Fuchs. Liegt nach dem Tod keine Erklärung vor, könnten dem Verstorbenen dennoch Organe entnommen werden. Davor soll allerdings der mutmaßliche Wille gemeinsam mit den Angehörigen ermittelt werden.

Heute gelten nur Besitzer eines Spenderausweises als Organspender. Man muss sich also zu Lebzeiten erklärt haben. In allen anderen Fällen müssen die Verwandten ihr Einverständnis abgeben.

Ärzte fordern bessere Rahmenbedingungen durch Politik
Seite 123Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Ethische Debatten - Ärzte verbieten Sterbehilfe und stimmen für PID

0 Kommentare zu "Ethische Debatten: Ärzte verbieten Sterbehilfe und stimmen für PID"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote