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EU-Spitzenposten „Ich sage immer noch nein“ – Merkel beklagt fehlenden Respekt für ihre Absage in Brüssel

Immer wieder wird Angela Merkel nach einem Spitzenposten in Brüssel gefragt. Ihre stete Verneinung werde nicht genug respektiert, sagt die Kanzlerin.
21.06.2019 - 14:13 Uhr Kommentieren
Noch immer wird spekuliert, ob die Kanzlerin ein europäisches Spitzenamt bekleiden könnte. Quelle: AFP
Angela Merkel

Noch immer wird spekuliert, ob die Kanzlerin ein europäisches Spitzenamt bekleiden könnte.

(Foto: AFP)

Brüssel Bundeskanzlerin Angela Merkel hat erneut bekräftigt, dass sie nicht für einen Spitzenposten in der Europäischen Union zur Verfügung steht. „Ich sage immer noch nein“, betonte sie am Freitag nach dem EU-Gipfel in Brüssel auf eine entsprechende Journalistenfrage. „Ich (bin) ein bisschen traurig, dass meine Worte, die ich jetzt so oft gesagt habe auch in der gleichen Weise, scheinbar auch überhaupt nicht respektiert werden. Und ich finde, das könnte man tun“, sagte sie.

Zuletzt hatte sich der frühere Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) für Merkel als künftige EU-Ratspräsidentin ausgesprochen. „Angela Merkel ist die Beste für diese Aufgabe“, schrieb er im „Handelsblatt“. Sie sei mit die einzige Persönlichkeit, die das Gewicht Europas in der Welt kenne und bereit sei, es auch gegen heftige Widerstände zu verteidigen, schreibt er.

Vor dem Gipfel hatte der französische Präsident Emmanuel Macron gesagt, er würde Merkel als EU-Kommissionspräsidentin seine Stimme geben. „Wenn sie es machen wollte, würde ich sie unterstützen.“ Macron und Merkel nehmen im EU-Postenpoker unterschiedliche Positionen ein. Macron ist der entschiedenste Gegner des von Merkel lange Zeit unterstützten Kandidaten Manfred Weber (CSU) für den Posten des EU-Kommissionspräsidenten.

Merkel trat trotzdem dem Eindruck entgegen, dass ihr Verhältnis zu Macron in der bisher schwierigsten Phase sei. „Wir respektieren uns, und ich kann ganz klar sagen, ich möchte keine Entscheidung gegen Frankreich treffen, und ich glaube, Frankreich möchte auch keine Entscheidung gegen Deutschland treffen. Insofern müssen wir uns zusammenraufen.“

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    • dpa
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