Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

EU-Vergleich Männer und Frauen Lohnlücke ist in Deutschland mit am größten

Das Einkommen für Männer und Frauen ist europaweit unterschiedlich, doch nur in wenigen Ländern klafft die Schere so weit auseinander wie in Deutschland. Auch die Aufstiegsmöglichkeiten sind gering.
Schwieriger Weg zum Chefposten: In Deutschland verdienen Frauen immer noch wesentlich weniger als Männer. Quelle: dpa
Chefin

Schwieriger Weg zum Chefposten: In Deutschland verdienen Frauen immer noch wesentlich weniger als Männer.

(Foto: dpa)

Berlin Die Differenz bei den Löhnen für Männer und Frauen ist einem Bericht zufolge in Deutschland so groß wie in kaum einem anderen europäischen Land. Wie die Zeitungen der Funke-Mediengruppe in ihren Mittwochsausgaben unter Berufung auf eine Antwort der Regierung auf eine Anfrage der Linken-Fraktion berichteten, beträgt der Unterschied beim Bruttolohn durchschnittlich 21,6 Prozent. Nur in Estland (28,3 Prozent) und in Österreich (22,9 Prozent) ist er demnach noch größer.

Werden Faktoren wie die Branche, Hierarchie oder Teilzeitbeschäftigung abgezogen, bleibt den Berichten zufolge noch immer eine Differenz von durchschnittlich sieben Prozent beim Bruttoverdienst. Die Bundesregierung beklagt in ihrer Antwort demnach eine "zumeist mittelbare Benachteiligung" bei den Einkommen von Frauen. Sie hätten weniger berufliche Chancen, Einkommensperspektiven sowie Förder- und Aufstiegsmöglichkeiten.

Linken-Fraktionsvize Sabine Zimmermann sagte den Funke-Zeitungen, bei der sozialen Lage von Frauen "sind wir von Gleichberechtigung der Geschlechter noch weit entfernt". Es sei zwar gut, dass die Erwerbstätigkeit von Frauen in den vergangenen zehn Jahren deutlich zugenommen habe. "Aber die meisten können von ihren niedrigen Löhnen nicht leben und schon gar keine ausreichenden Rentenansprüche aufbauen", sagte sie mit Blick auf die hohe Zahl von Frauen in Teilzeit, befristeten Jobs oder Zeitarbeit.

  • afp
Startseite
Serviceangebote