„Euro ist stabil“ Grassierender Schuldenvirus lässt Schäuble kalt

Dass Länder wie Portugal und Griechenland noch schwer mit dem Schuldenvirus zu kämpfen haben, beeindruckt Finanzminister Schäuble wenig. Er hält den Euro wieder für stabil und die Krisen-Gefahr gebannt.
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Wolfgang Schäuble. Quelle: dapd

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PekingFinanzminister Wolfgang Schäuble sieht nach dem EU-Gipfel das Vertrauen der Finanzmärkte in die Stabilität der Euro-Zone zurückkehren. "Die Beschlüsse werden als geeignet erachtet, den Euro nachhaltig zu stabilisieren", sagte Schäuble am Dienstag in einem Reuters-Interview auf dem Flug zu einem G20-Währungsseminar in China. Die Gefahren, dass andere Länder etwa durch die Probleme in Portugal angesteckt würden, seien heute deutlich geringer als noch vor einem Jahr.

Zur Stabilisierung des Welt-Währungssystems müsse dieses stärker für die Globalisierung geöffnet werden. Ziel müsse sein, dass auch die Währungen der BRIC-Staaten frei konvertibel würden.

Der EU-Gipfel hatte am Freitag ein Paket zur Stabilisierung des Währungsgebietes beschlossen, darunter einen dauerhaften, 500 Milliarden Euro schweren Krisenmechanismus ab 2013. "Wie die Reaktionen der Finanzmärkte zeigen, ist das Vertrauen, dass das Paket umgesetzt wird, vorhanden", sagte Schäuble: "Das Problem der Ansteckungsgefahr, das letztes Jahr dominierende war, ist im Augenblick deutlich geringer." So habe das Scheitern des Sparpakets im portugiesischen Parlament vergangene Woche nicht zu einer sofortigen Ansteckung anderer Länder geführt.

Zugleich machte Schäuble klar, dass Portugal seine Zusagen erfüllen müsse: "Ob es das mit oder ohne Beistand durch den EFSF macht, ist eine Sache, die die Portugiesen selbst entscheiden können." Die Euro-Länder hätten am 11. März übereinstimmend beurteilt, dass die portugiesischen Konsolidierungsmaßnahmen ausreichend seien. Daran habe sich seitdem nichts geändert. Die Ratingagentur S&P hatte Portugals Bonität am Dienstag zum zweiten Mal binnen Tagen heruntergestuft. Experten gehen davon aus, dass das Land unter dem Rettungsschirm Schutz suchen wird.

"Auch Spanien hat beachtliche Reformmaßnahmen auf den Weg gebracht", sagte Schäuble. Das Land werde vom Kapitalmarkt wieder positiver beurteilt, wie jüngste Anleihe-Platzierungen gezeigt hätten. Mit Blick auf Irland sagte Schäuble, wenn die Regierung die Konditionen für die Kredite des provisorischen Euro-Rettungsschirms EFSF neu verhandeln wolle, müsse sie aufzeigen, wo sie zusätzliche Maßnahmen ergreifen wolle: "Das ist eine klare Voraussetzung, der Ball liegt bei den Iren."

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11 Kommentare zu "„Euro ist stabil“: Grassierender Schuldenvirus lässt Schäuble kalt"

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  • DER EURO IST STABIL! Es ist nur die Frage, wie man STABIL definiert. Im Prinzip das Gleiche wie mit den Renten. Die sind sicher, lediglich die Kaufkraft wird sich ändern.

  • "Die Beschlüsse werden als geeignet erachtet, den Euro nachhaltig zu stabilisieren", sagte Schäuble.

    Nach so vielen identischen Spruechen zu vorangegangenen, teueren, aber rechtswidrigen und wie sich herausstellte unrichtigen "Beschluessen", erachte ich den neuen "Beschluss" fuer einen weiteren Beitrag zur wachsenden Instabilitaet.

  • Peer Steinbrück über den gestern hier noch als Merkel Nachfolger geschwärmt wurde reit sich in die elitäre Riege unserer Finanzminister ein.Und er ist der ,der die Fusion DresdnerBank-Commerzbank mit Staatsbürgschaften erst möglich gemacht hat.Eine der Banken die jetzt zugroß sind um sie Pleite gehen zulassen. Also auch ein dickes Danke dir Peer.Und auf eins kann man sich verlassen wenn gesagt wird "alles sei in Ordnung"das es dann eben nicht so ist.

  • Was Schäuble nicht sehen will, sieht er nicht, denn er kann ja später immer noch sagen: "Das haben wir nicht voraussagen können". Er und die anderen Eurowahn-Befürworter sind total überfordert oder handeln kriminell. Anstatt Verantwortung für Fehler zu übernehmen, wird die Last auf zukünftige Generationen verlagert. Schäuble und sein Juncker-Freund sollten den Hut nehmen, weil sie trotz Warnungen das Chaos so weit haben kommen lassen. Es sei denn, alles ist Kalkül, und die eurokrise wird dazu instrumentalisiert, um die totale Haftungs-und Transferunion nach dem Sinn der Eurokraten zu schaffen. Dann gute Nacht. Dann endlich muss das BVerfG handeln, und es muss eine Volksabstimmung zu dem eurodesaster geben.

  • Herr Schäuble sind sie von allen guten Geistern verlassen???
    Ist niemand mehr da, der ihm den Irrweg erklärt auf dem er sich befindet?
    Ich bitte sie Herr Schäuble, keine weiteren deutsche Steuergelder in welcher Form auch immer, für die EU und den Euro bereitzustellen.
    Ich würde mir wünschen, wenn sie aus gesundheitlichen Gründen zurücktreten würden, wir Steuerzahler werden es ihnen danken.
    Sie und ihre Vorgänger haben unsere Kinder, Enkel und deren noch nicht geborenen Kinder mit so immensen Schulden belastet, das alle Finanzminister des Bundes, die diesem Irrsinn bereitwillig zugestimmt haben, mit ihrem Privatvermögen für dies Schulden haften müssen, um anschließend in den Knast zu wandern.
    Danke

  • Vertrauen in eine Währung wird nicht erzeugt, indem man Schuldnern Geld in den Rachen wirft. Aber mit dieser einfachen Erkenntnis ist Schäuble vermutlich schon geistig überfordert.

  • Schäuble ist der Bandleader bei der Bordkapelle auf der Titanic. Den Untergang der Euro-Systems kann auch er nicht aufhalten. Nur sagt er das dem dummen Volk lieber nicht. Es könnte auf dumme Ideen kommen (Bankkonten plündern, Gold kaufen, Versicherungen kündigen etc.). Die wirklich schmerzhaften Einschnitte werden erst noch kommen. Die grenzenlose Naivität und Unwissenheit in Bezug auf das Geldsystem ist einfach nur noch erschreckend.

  • Man kann nur hoffen, dass der Mann in China durch sein brillantes Nichtwissen nicht noch mehr Schaden für Deutschland anrichtet als in den Schirm-Verhandlungen in Brüssel.

  • Schäuble ist finanzwirtschaftlicher Laie (von Haus aus Jurist) und daher redet er auch so naiv daher und schmeisst so locker mit den Schuldenbürgschaften und Bareinzahlungen um sich.
    .
    Während hierzulande die Verkäuferin ihren alten Fiesta nicht mehr volltanken kann, da das mittlerweile 60 Euro - ganz überwiegend Steuern ! - kostet, schmeissen die Bundestagsparteien (alle !) die hier gerafften Gelder sinnlos in europäische Fässer ohne Boden. Hier plündern die Mandatsträger das eigene Volk aus!

  • Dummschwätzer, Herr Schäuble möchte offenbar Mitglied der künftigen EU- , besser noch Weltregierung werden. Dann ist es besser, er ignoriert nationale Interessen. Ihm ist auch egal, wie deutsche Bürger die Zeche zahlen. Es zählt nur noch Europa/die WeltEr bekommt aus mehreren Ecken Diäten/Pensionen.

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