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Deutschland, Zahlmeister Europas? Der Eindruck wird gerne erweckt, aber in Sachen Griechenlandhilfe hat der Bundeshaushalt auch profitiert.

Kommentare

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  • So etwa im Handelsblatt zu lesen macht traurig.
    Wenn der Autor 1000 Euro verleiht und bekommt dann 10 Euro Zinsen, dann meint er schon einen "Gewinn" zu haben.
    In der REALEN Welt hat er aber immer noch ein VERLUST-Risiko von 990 Euro und keinen Gewinn von 10 Euro.

  • PAPPERLAPAPP - GRIECHENLAND IST PLEITE!

    Heute fehlt hier der Hinweis auf Henry Fords Äußerungen bezüglich des Wesensgehaltes von Geld (Würde die Menschheit es verstehen gäbe es schon morgen eine Revolution).

    Verständnis erwecken kann eine Schrift von Karl Walker (kostenlose PDF), die ich empfehlen kann:

    http://docplayer.org/44579910-Karl-walker-das-geld-in-der-geschichte.html

    DIE NIEDRIGZINSPOLITIK ZERSTÖRT UNSERE ERSPARNISSE

  • Ich bin über die Redaktion des Handelsblattes verwundert, dass eine seriöse Zeitung so einen schwachsinnigen Artikel druckt.
    Zinsen sind neben der Risikoprämie vor allem für den Verlust durch die Inflationsrate, die über der des Zinssatzes liegt, vorgesehen.
    Von einem Gewinn für Deutschland zu sprechen ist ebenfalls ein Witz, da die Sparer durch die erzwungene Niedrigzinspolitik Bargeld bzw. in Zukunft Rentenansprüche aus ihren Versicherungen verlieren. Der Staat sowie die Kirchen erhalten übrigens durch die niedrigen Zinsen weniger Steuern.

  • Die Deutsche Bundesbank hat Target2 Forderungen in Höhe zwischen 900 Milliarden und 1 Billion Euro,
    davon je 400 Milliarden gegenüber Spanien und Italien (so wird unser Export in diese Länder zum Teil finanziert, wir bezahlen es praktisch selbst). Deutschland zahlt jedes Jahr 12 Milliarden Nettobeitrag an die EU, Fördergelder von der EU für Griechenland von 1981 bis 2006 ca 51 Milliarden, bis 2018 dürften es zwischen 75 und 80 Milliarden sein (hier kommt auch ein großer Teil aus Deutschland)! Bald dürfen wir dann noch in eine gemeinsame Arbeitslosenversicherung einzahlen (EU), dann noch die Einlagensicherung der Banken (EU), wo die Deutschen Sparer dann für die faulen Kredite ca 700 bis 800 Milliarden (Banken in Spanien, Italien, Frankreich....) haften sollen. Da sind doch die 2,9 Milliarden Gewinne lächerlich, vor allem dann wenn die Kredite nicht zurückgezahlt werden. Die Kreditrückzahlung wurde auf 30 Jahre gestreckt, die Zinsen für Staatsanleihen im Rahmen des SMP-Programms fließen über Umwege wieder an Griechenland zurück. Mit so einem Artikel kann man die Leser auch für dumm verkaufen!

  • Die Deutsche Bundesbank hat Target2 Forderungen in Höhe zwischen 900 Milliarden und 1 Billion Euro,
    davon je 400 Milliarden gegenüber Spanien und Italien (so wird unser Export in diese Länder zum Teil finanziert, wir bezahlen es praktisch selbst). Deutschland zahlt jedes Jahr 12 Milliarden Nettobeitrag an die EU, Fördergelder von der EU für Griechenland von 1981 bis 2006 ca 51 Milliarden, bis 2018 dürften es zwischen 75 und 80 Milliarden sein (hier kommt auch ein großer Teil aus Deutschland)! Bald dürfen wir dann noch in eine gemeinsame Arbeitslosenversicherung einzahlen (EU), dann noch die Einlagensicherung der Banken (EU), wo die Deutschen Sparer dann für die faulen Kredite ca 700 bis 800 Milliarden (Banken in Spanien, Italien, Frankreich....) haften sollen. Da sind doch die 2,9 Milliarden Gewinne lächerlich, vor allem dann wenn die Kredite nicht zurückgezahlt werden. Die Kreditrückzahlung wurde auf 30 Jahre gestreckt, die Zinsen für Staatsanleihen im Rahmen des SMP-Programms fließen über Umwege wieder an Griechenland zurück. Mit so einem Artikel kann man die Leser auch für dumm verkaufen!

  • Die Kommentare hier bieten mal wieder den entscheidenden Mehr-Wert. ;-)

    @ Andre Peter
    "Und Zinsen sind so etwas wie ein Risikoausgleich - der Kreditgeber trägt sowohl das Ausfallrisiko als auch das Inflationsrisiko. "

    Kleine Ergänzung dazu:
    Der MARKTzins besitzt sogar drei Komponenten, wobei die dritte Komponente, nämlich der "reine Zinssatz" sogar die wichtigste darstellt: sie spiegelt nämlich die ZEITPRÄFERENZ aller am Markt beteiligten Akteure wider. Wer spart und damit auf gegenwärtigen Konsum verzichtet zwecks zukünftigem, der fordert dafür ein Entgelt von demjenigen ein, der eine hohe Zeitpräferenz besitzt und bereits in der Gegenwart konsumieren will.
    Deshalb sind die sozialistischen, zentralplanerischen Eingriffe der Zentralbanken in den Marktzins auch so verheerend: die Zinssenkungen erhöhen einmal generell die Verschuldungsbereitschaft in der Bevökerung, steigern jedoch insbesondere auch deren (durchschnittliche) Zeitpräferenz. Das bedeutet: zukünftiger Konsum wird zeitlich vorweggenommen. Oder auf gut Deutsch: es wird vorausgefressen, und entsprechend wird daher auch nachgehungert werden müssen.

  • Das Handelsblatt übt sich in Milchmädchenrechnungen.

    Solange GR mit einem dreistelligen Milliardenbetrag bei den Target2-Salden in der Kreide steht, ist es obszön von "Gewinn" zu reden.

  • Die Schlagzeile "Deutschland profitiert" und der Ausdruck "Gewinn" ist doch ziemlich unpassend. Wer Schulden macht zahlt dafür Zinsen und wer noch mehr Schulden hat zahlt eben auch eine Menge an Zins. Sollte Deutschland der größte Kreditgeber sein (was anzunehmen ist) führt ein einfacher Dreisatz zur Tatsache, dass Deutschland auch den größten Zinsanteil bekommt.
    Und ob das ganze Konstrukt jemals ein "gutes Geschäft" ist, um im Sinne der Schlagzeile zu bleiben, werden vermutlich erst unsere Enkel beurteilen können. Bis dahin sollte ein seriöses Blatt nicht in Stimmungmache verfallen.

  • @Herr Christian Jäger
    Richtig! - Die Kredite müssen erstmal wirklich zurückgezahlt werden.
    Und Zinsen sind so etwas wie ein Risikoausgleich - der Kreditgeber trägt sowohl das Ausfallrisiko als auch das Inflationsrisiko.
    Die Grünen (Roth meint "Deutschland sei reich") sollte sich die Pro-Kopf Verschuldung der beiden Länder ansehen.

    In Deutschland ist das BIP auch wegen der hohen Preise/Steuern/Staatsquote recht hoch! Alles nur am BIP festzumachen ist nicht besonders sozial. Das verfügbare Einkommen nach Steuern, Versicherungen, Miete und unter Berücksichtigung des Preisniveaus wäre wohl die bessere Vergleichsgrundlage. Da würde auch die kalte Progression und der Solidaritätszuschlag eine Rolle spielen.

  • Ob es ein tatsächlich Gewinn war, wird sich zeigen, wenn die Kredite getilgt sind. Und das wird eher nicht passieren.

Mehr zu: Euro-Kredite - Deutschland macht 2,9 Milliarden Gewinn mit Griechenland-Hilfe