Euro-Rettung „Auch gegen Widerstand aus den eigenen Reihen“

Ex-Finanzminister Manfred Lahnstein fordert stärkeren Einsatz der EZB zur Rettung des Euro.
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Ex-Politiker Manfred Lahnstein Quelle: dpa

Ex-Politiker Manfred Lahnstein

(Foto: dpa)

Der ehemalige Finanzminister Manfred Lahnstein hat Bundeskanzlerin Angela Merkel aufgefordert, sich für einen stärkeren Einsatz der Europäischen Zentralbank zur Rettung des Euro einzusetzen. Dies müsse sogar "gegen Widerstand" aus den eigenen Reihen geschehen, schreibt er in einem Gastbeitrag für das Handelsblatt.

Nach Ansicht des SPD-Politikers und Beraters besteht keine akute Inflationsgefahr. Außerdem hält er es für möglich, dass die EZB schwache Euro-Staaten mit relativ hohen Renditen beim Ankauf von Staatsanleihen und der Drohung, dieses Programm einzustellen, zur haushaltspolitischen Disziplin anhalten kann. Lahnstein vertritt die Ansicht, dass selbst Euro-Bonds heute die Märkte nicht mehr überzeugen könnten. Die Alternative zu einem stärkeren Einsatz der EZB sei daher, dass "uns die gesamte Euro-Konstruktion mit völlig unabsehbaren Konsequenzen um die Ohren" fliege.

Auf der anderen Seite: Wenn die EZB das Überleben sichert, hält Lahnstein es für möglich, in "fast allen Ländern" die Staatshaushalte "in zwei oder drei Jahren" so in Ordnung zu bringen, dass die Märkte für öffentliche Anleihen wieder funktionieren.

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12 Kommentare zu "Euro-Rettung: „Auch gegen Widerstand aus den eigenen Reihen“"

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  • Da kommen die ganazen abgehalfterten Typen aus ihren Löchern und meinen sie wüßten wo es lang geht

  • Prof. Dr. Markus Kerber , Uni Prof. hat gegen die EZB Klage wegen der Anleihekäufe eingereicht. Das Interview dazu ist zu sehen und zu hören bei:http://www.daf.fm/video/david-vs-goliath-wirtschaftsprofessor-klagt-gegen-ezb-50149663-DE0008469008.html

  • Soweit richtig, aber Finanzminister war er dennoch.

  • Der Verfasser des Artikels sollte sich ruhig einmal kundig machen, wenn er Lahnstein als Ex-Finanzminister betitelt: Der Mann war von April 1982 bis Oktober 1982 unter Helmut Schmidt Minister - das wars aber auch schon.

  • Margrit, das war noch zu Westzeiten. Dass sich kaum jemand an ihn erinnert zeigt, wie blass er war.
    Ob der mit bescheidenem Intellekt ausgestattete Typ etwas zum Besten gibt, oder der berühmte Sack Reis in China... es ist einerlei.
    Besser wäre, er hätte die Fresse gehalten - so oder so ähnlich hätte sich wohl Pofalla ausgedrückt!

  • Also da bleibt einem die Spucke weg. Da gibt es eigentlich nur drei Alternativen: entweder er ist drogensüchtig oder er ist bestochen oder er glaubt an Feen.
    Da bleibt kein Zweifel möglich warum Deutschland so hoch verschuldet ist. Und wieder ist es die SPD..obwohl die Absage zu den Eurobonds ist ja wahrscheinlich auch nur ein Scheinmanöver, da man ja die Möglichkeiten einer Fiskalunion zwischen It, F und D jetzt am Ausloten ist. Nun dürft ihr dann schön arbeiten gehen, damit die Maffia weiter von Steuerlasten verschont wird - oh, das ist ja heute schon so. Auswandern erscheint immer attraktiver. Asien sucht ja hochqualifizierte Fachleute.

  • Lahnstein - Finanzminister?
    Hab ich da was nicht mitbekommen?
    Also der Typ ist mir nun kein Begriff

  • Rettung des Euros? Es geht doch nur darum wann und wieviel die Deutschen der gesamt europäischen Schulden tragen muss. Ziel der Europäer ist doch: Die Deutschen müssen 100% tragen und allein bezahlen. Frau Merkel und unsere Politiker haben doch schon zugesagt und zieren sich nur für die deutsche Öffentlichkeit.

  • Junge, Junge wo lebst du?

  • Das muss man auch so sehen. Egal was die aktuell handelnden Politiker auch unternehmen, richtiges oder falsches, die Märkte strafen es auf ihre Weise ab. Man traut den Politikern nicht mehr zu, dass sie die Situation überhaupt noch händeln können.

    Demzufolge gibt es nur die EZB.

    Aber die EZB muss auf ihrer vertraglichen Grundlage handeln. Nur dafür hat sie ihre Legitimation. Anderes kann auch Herr Lahnstein nicht gemeint haben. Für die Finanzierung der Staaten gab und gibt es keine Grundlage.

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