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Euro-Rettung Bundesbank warnt vor Draghis Krisenkurs

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"Flucht in Sachwerte hat längst begonnen"

Auch der CDU-Haushälter Klaus-Peter Willsch reagierte mit Befremden auf die Aussagen Draghis. „Eine erhöhte Inflationsrate wird unweigerliche Folge dieser Geschäftspolitik der EZB sein“, sagte Willsch Handelsblatt Online. „Die Vorzeichen sind bereits deutlich zu sehen: Entwicklung von Immobilienpreisen an den guten Standorten, die Preise von landwirtschaftlichen und Forstflächen, Gold, Münzsammlungen, Oldtimern usw. zeigen, dass die Flucht in Sachwerte längst begonnen hat.“ Nicht umsonst mahne Bundesbankpräsident Jens Weidmann unaufhörlich vor den Folgen der derzeitigen EZB-Politik.

Die Risikoaufschläge für zehnjährige spanische Staatsanleihen waren hingegen nach den Äußerungen Draghis erstmals seit dem 19. Juli wieder unter den bedrohlichen Schwellenwert von sieben Prozent gesunken - nachdem sie noch am Mittwoch das höchste Niveau seit Gründung der Eurozone erreicht hatten. Ab einer Marke von sieben Prozent gilt die Zinslast als dauerhaft nicht tragbar.

Zwar hatte die Eurogruppe erst vor knapp einer Woche ein Hilfsprogramm in Höhe von bis zu 100 Milliarden Euro für die angeschlagenen spanischen Banken endgültig beschlossen. Seitdem war das als möglicher Kandidat für eine Flucht unter den Euro-Rettungsschirm geltende Land jedoch massiv unter Druck geraten.

In der Eurozone wird deshalb laut Medienberichten erwogen, über den Euro-Rettungsfonds EFSF spanische Staatsanleihen aufzukaufen, um die Zinsen zu drücken. "Falls Madrid einen Antrag stellt, sind wir bereit zu handeln", sagte ein EU-Diplomat der „Süddeutschen Zeitung“.

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106 Kommentare zu "Euro-Rettung: Bundesbank warnt vor Draghis Krisenkurs"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • @Hardy67
    Dass sich der Zins für Anleihen am "sogenannten Markt" bildet ist ein neoliberales Märchen und wird aktuell schon durch die Tatsache wiederlegt, dass USA und Japan ein viel höheres Risiko mit ihrer Verschuldung fahren. Hier zeigt sich die Ineffizienz dieser "Märkte". Allein durch die "Herdenbildng" produziert der Finanzmarkt sysematisch falsche Preise, weil er mit Erwartungen und nicht mit Fundamentaldaten operiert. Man sieht daran, dass schon die Ankündigung Draghis, die EZB wolle wieder Anleihen kaufen hat die Renditen in den Ländern gesenkt. Wie kann das sein, wenn die Wirtschaftsdaten in den Ländern gleich geblieben und weisen sogar in der Tendenz weiter nach unten. Was Sie über Griechenland schreiben, dass dort sich gezeigt habe, dass die Zinsen sogar zu niedrig waren, widerlegt ihre eigene Argumentation von der Rationalität der Märkte. Die Märkte sehen eben nichts, sie sind blind und vertrauen auf die Psychologie der sich selbst erfüllenden Prophezeiungen.

  • @Rechner

    Na ja, bei NTV kam das Thema gerade auch. Da sollen die 100 Mrd. allerdings in den 300 Mrd. enthalten sein.
    Aber n-tv sehen Sie wahrscheinlich nicht, mehr als Verblödungs-RTL und Staatspropaganda-GEZ-Fernsehen schafft Ihre Glotze wohl nicht.
    Wobei ich zugeben muss, dass n-tv bekanntlich zum LizMohn-Bertelsmann-Verblödungs-Umerziehungsimperium gehört. Insofern also auch sehr mit Vorsicht zu geniessen !!!

  • @Popper
    "den dafür zu zahlenden Zins künstlich hochzutreiben."

    Hier scheiden sich unsere Geister. Der Zins für spanische Anleihen und italienische Anleihen ist nicht zu hoch. Er bildet sich am markt aufgrund der Bonität der Länder (anders gesagt: des Ausfallrisikos). Der Zins für diese Anleihen war vorher (künstlich) erheblich zu niedrig. I und E zahlten früher 14 bis 15% Zinsen für ihre Anleihen.
    Insofern sind 6 bis 7,5% durchaus marktkonform.
    Denken Sie an GR: Da jammerte man auch, die Zocker würden bei 7% p.a. den Zins nach oben treiben. Und ??? Haircut, die Anleger haben erheblich verloren. Insofern waren auch die 7% für GR viel zu niedrig.
    Die EZB hat am Markt nicht zu manipulieren, das ist ihre nicht ihre Aufgabe. Sie tut es dennoch, was für mich absolut inakzeptabel ist.
    Da ist Ihre Meinung eben eine andere Meinung als meine. Ist ja nicht verboten :-)

  • @Rechnerchen
    "Soe phantasieren : Zeigen Sie mir mal die "höheren Ausgabenplanungen"

    Rechner, dass die Planungen für Folgejahre in Erwartung eines Wirtschaftswachstums und Steuerwachstums in der Regel (ich sage bewusst nur i.d.R) grundsätzlich nach oben gehen, dürfte Ihnen doch aus D nebst Bundesländern hinlänglich bekannt sein. Thema u.a. steigende Neuverschuldung trotz höherer Einnahmen....Frau Kraft ist da ja auch ein schönes Beispiel.

    Und schön, Sie brauchen anscheinend das letzte Wort, damit Sie Ihren Sold empfangen dürfen. Insofern gehe ich auf Ihre primitiven Beleidigungen und ihr dumpfes "Zockerbashing" - anscheinend sind bei Ihnen ja auch alle vernünftigen Marktteilnehmer, die rechnen können und sich nicht der Realität verweigern, böse Zocker, nicht weiter ein. Es ist leider sinnlos.
    Angenehmes Wochenende, angenehmes Leben noch ;-)))

  • @Hardy67
    Es geht nicht um böse Spekulanten, die gibt es nämlich nicht, sondern um eine Fehlkonstruktion der EZB. Eine Zentralbank, die nicht für ihre Währungsunion einsteht und für die Staatsanleihen nicht haften kann und dadurch einzelne Euro-Länder faktisch so stellt als hätten sie ihre eigene unabhängige Währung, öffnet der Spekulation gegen einzelne Länder Tür und Tor. Man muss begreifen, dass eine Zentralbank nutzlos ist, wenn sie den Kapitalmarkt bei der Refinanzierung nicht davon abzuhalten, den dafür zu zahlenden Zins künstlich hochzutreiben. Das Risiko entsteht nicht durch die Verschuldung, sondern durch das Abwürgen der Wirtschaftskraft. Diese wiederum erzeugt neues Risiko. Damit entsteht ein Teufelskreis, den die sogenannten Märkte ausnutzen. Wie blöd müssen eigentlich unsere Politiker und so manche Kommentatoren noch sein, um das nicht zu durchschauen

  • @Rechner
    Das ist nun wirklich nichts als Unsinn, was Sie da absondern. Sie verstehen offensichtlich nicht das Geringste von Ökonomie und reden mit ihrem Halbwissen über glasklare saldenmechanische Sachverhalte, die gar nicht ernsthaft bestritten werden können. Sie sind icht auf der Höhe des Problems und schwätzen nur zusammengelesenen Mainstream.

  • O-Ton 'Hardie67'
    ---------------------
    DJN um 14:36 Uhr:
    Laut Reuters benötigt Spanien womöglich einen Notkredit über 300 Mrd. Euro von IWF und EU. Der Kredit käme auf die bereits zugesagten 100 Mrd. Euro oben drauf.

    He Rechner, ich dachte die Sparprogramme liefen hervorragend und es sei alles in bester Ordnung. Grüssen Sie mir Herrn Schäuble ;-))
    ---------------------

    He Hardie, dieses Gerücht wurde schon längst dementiert.

    Egal, wie oft Sie und die Propagandaorgane der internationalen Finanzmafia es wieder auftischen.

  • 'P17' sagt
    ------------------
    Draghi´s Worte - so ein ZUFALL aber auch!!!! Stand doch heute eine Auktion italienischer ....

    .... Geldmarktpapiere auf der Agenda! Für die sechsmonatige Laufzeit fiel der Zins für Italien auf 2,454 Prozent. Dies ist der niedrigste Wert seit Mai, im Juni mußten noch 2,96 Prozent gezahlt werden (der höchste Satz seit Dezember). Sinkende Zinsen für Italien, obwohl die Lage deutlich kritischer geworden ist.
    ------------------

    Wieso ist "die Lage deutlich kritischer geworden"?

    Doch wohl nicht wegen der 400 Millionen für Sizilien!

  • O-Ton 'Hardie67'
    ----------------------
    "Konjunktureinbruch nebst daraus resultierendem Steuerrückgang und Rettungsbedarf bei Banken (Spanien - Bankia) sind haushaltsexterne Einflüsse."

    Na klar, weil ja nur die hochgerechneten Konjunkturanstiege als Grund für höhere Ausgabenplanungen "haushaltsintern" sind. Guter Witz!
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    Soe phantasieren : Zeigen Sie mir mal die "höheren Ausgabenplanungen"

    Und die "hochgerechneten Konjunkturanstiege" in den Ansätzen waren sehr maßvoll. Wie sich zeigt, anscheinend nicht maßvoll genug.

    Also wird nachgespart.

    Wo soll da das Problem liegen das Sie und Ihresgleichen zu derartigen Exzessen von Sarkasmus veranlaßt.

    ++++++++++++++++++

    O-Ton 'Hardie67'
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    "Wieso die Bonität bei einem Haushaltsdefizit von 3,8% (Italien 2011) niedriger sein soll als bei einem Haushaltsdefizit von 5,4% (Italien 2009), das müßten Sie erstmal erklären."

    Nochmals für Sie, da Sie die Märkte offenbar nicht verstanden haben: 2011 ist um, gestern, uninteressant, interessiert nicht mehr. Die Märkte handeln allenfalls den Augenblick, zu 98% aber die Zukunft.
    ----------------------

    Eben. Und genau deshalb ist es sinnvoll, von Dummzockern mit dem Zeithorizont einer Stubenfliege verursachte Marktstörungen in ihren Auswirkungen auf die Zinspolitik zu begrenzen.

    Genau das ist die Aufgabe einer Zentralbank.

  • O-Ton 'Hardie67'
    ---------------------
    "Was rauchen Sie?

    Alle dementierten Gerüchte werden wahr!

    Da lachen ja die Hühner!"

    Lesen, Rechner!! Ich sagte "solche", nicht "alle".
    Ist ein Unterschied ;-))
    ---------------------

    LOL!

    Meinethalben - alle *solche* Gerüchte.

    Oder nur die Gerüchte, von denen Sie wollen daß Sie wahr werden.

    YMMD!

    ++++++++++++++

    O-Ton 'Hardie67'
    ---------------------
    "Sie sagten wörtlich "Die Defizite steigen aber weiter an".

    Damit etwas "weiter" ansteigen kann, muß es *vorher* schon angestiegen sein"

    Richtig, Rechnerlein! ich sagte aber nicht seit 2009. Das war einmal mehr Ihre persönliche Interpretation. Ich behaupte, sie steigen mit jeder neuen Defizitmeldung seit Monaten. 2009 bis 2011 interessiert ausser Ihnen niemanden mehr.
    ---------------------

    Achso.

    2009 bis 2011 interessiert niemanden mehr?

    Naja - bei den bekifften Dummzockern in London mag das vielleicht so sein.

    Wenn man sich mit dem Thema Staatsverschuldung beschäftigt, sollte aber schon mehr als ein paar Monate Kontext gegeben sein.

    Wie gesagt, Hardielein, - das Thema eignet sich für ihren beschränkten Zeithorizont nicht besonders.

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