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Europawahl 2019 SPD will Katarina Barley zur Spitzenkandidatin der Europawahl küren

SPD-Chefin Nahles sucht seit Monaten nach einem Kandidaten für die Europawahl. Jetzt ist sie offenbar fündig geworden. Machen soll es Justizministerin Barley.
Update: 16.10.2018 - 15:18 Uhr Kommentieren
Europawahl: SPD will Katarina Barley zur Spitzenkandidatin küren Quelle: dpa
Katarina Barley

Die Ministerin soll Spitzenkandidat bei der Europawahl werden.

(Foto: dpa)

BerlinBundesjustizministerin Katarina Barley soll die SPD als Spitzenkandidatin in die Europawahl im Mai 2019 führen.

Ein entsprechender Bericht des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) wurde der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag in Parteikreisen bestätigt - Barley hatte die Kandidatur erst abgelehnt, bevor sie nun doch von der Parteispitze überzeugt werden konnte.

Dem Bericht zufolge soll Barley noch in dieser Woche als Kandidatin vorgestellt werden. Ihr Ministeramt könnte die 49-jährige Juristin zunächst behalten, bevor sie dann eventuell nach Brüssel wechseln würde.

In der SPD fielen die Reaktionen positiv aus. „Perfekte Spitzenkandidatin: eine echte Europäerin mit Durchsetzungsvermögen, Stil und Tatkraft. Auf geht’s, Katarina Barley - weil Europa ohne Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität verloren wäre!“, twitterte der SPD-Bundestagsabgeordnete Fritz Felgentreu.

Sein Fraktionskollege Axel Schäfer sagte der „Rheinischen Post“: „Ich freue mich, dass die SPD-Führung mit Katarina Barley eine hervorragende Wunschkandidatin gefunden hat.“ Die SPD-Politikerin Michaela Engelmeier schrieb: „Großartig, auch wenn sie in der Bundesregierung fehlen wird.“

Aus den anderen Parteien gibt es gemischte Reaktionen. Der FDP-Innenexperte Konstantin Kuhle twitterte: „Schade! Was für ein Verlust für die Bundesregierung.“ Der CDU-Abgeordnete Sebastian Steineke stichelte dagegen: „Ist der neue Job als Justizministerin nach so kurzer Zeit schon nicht mehr interessant?“

Barley, die Tochter eines britischen Journalisten ist, hat bundespolitisch eine steile Karriere hingelegt. Nach der Bundestagswahl 2013 zog sie in den Bundestag ein. Ende 2015 wurde sie Generalsekretärin der SPD.

Im Juni 2017 wurde Barley Bundesfamilienministerin in der Großen Koalition und ersetzte Manuela Schwesig, die Ministerpräsidentin in Mecklenburg-Vorpommern wurde.

Im Frühjahr 2018, nach der Einigung zwischen Union und SPD auf eine neue Große Koalition, wechselte Barley ins Justizministerium.

SPD-Chefin Andrea Nahles hatte zuletzt lange vergeblich nach einem Spitzenkandidaten gesucht. Mehrere Personen haben ihr jedoch abgesagt. Auch der frühere Parteichef Martin Schulz, der 2014 bereits Spitzenkandidat der SPD war und ein Ergebnis von 27,3 Prozent holte, wurde gehandelt.

Anders als damals Schulz soll Barley aber nicht zugleich Spitzenkandidatin der europäischen Sozialdemokraten werden. Dies will der niederländische Sozialdemokrat Frans Timmermans werden, der sich damit um das Amt des EU-Kommissionspräsidenten bewirbt.

In der Europäischen Volkspartei bewirbt sich der CSU-Europapolitiker Manfred Weber um die Spitzenkandidatur. Es geht um die Nachfolge von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker. Er tritt 2019 nicht mehr an.

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