Europawahl Deutsche Wirtschaft warnt vor EU-kritischen Parteien

Das Votum der Schweizer gegen mehr Zuwanderung hat Europa aufgeschreckt. Experten befürchten einen Stimmenzuwachs der EU-kritischen Parteien bei der Europawahl. Nun appelliert die deutsche Wirtschaft an die Bürger.
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400 Millionen Europäer sind dazu aufgerufen, bei der Europawahl ihre Stimme abzugeben. Quelle: dpa

400 Millionen Europäer sind dazu aufgerufen, bei der Europawahl ihre Stimme abzugeben.

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BrüsselDeutschlands Wirtschaft appelliert an die Bürger, sich bei der Europawahl zu einer starken EU zu bekennen. „Die Europäische Integration ist ein Prozess, bei dem immer wieder auch Probleme zu lösen sind – von institutionellen Fragen bis hin zur Schuldenkrise. Doch diese Herausforderungen löst man nicht mit populistischen Parolen“, sagte Martin Wansleben, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) dem Handelsblatt (Dienstagausgabe). Ebenso deutlich positionieren sich die Maschinen- und Anlagenbauer. „Bei aller teilweise berechtigten Kritik an der EU ist das gemeinsame Europa auch ein Erfolgsmodell für den Maschinenbau. Daher sollten wir alle durch ein klares Bekenntnis Europa durch eine entsprechende Wahlbeteiligung stärken“, betonte VDMA-Hauptgeschäftsführer Hannes Hesse.

Der DIHK veröffentlicht an diesem Dienstag in Brüssel seine europapolitischen Positionen, um so in den Wahlkampf hineinzuwirken und die politische Agenda der nächsten fünfjährigen Legislaturperiode mitzubestimmen. „Reformen wagen. Vertrauen stärken“ lautet das Leitmotiv.

Nur ein gemeinsames Vorgehen mache die EU-Staaten stark — „und nicht Alleingänge, im Zweifel noch zulasten Dritter“, so DIHK-Hauptgeschäftsführer Wansleben. Seine Hoffnung: „Wenn die Bürger und Unternehmer merken, dass ihre Belange auch auf EU-Ebene wahrgenommen werden, werden auch die Erfolgschancen der EU-kritischen Parteien deutlich sinken.“

  • lud
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102 Kommentare zu "Europawahl: Deutsche Wirtschaft warnt vor EU-kritischen Parteien"

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  • Ich vermute, es wird sich nach der Europawahl die Parteien-Landschaft verändern, da vielen Bürgern auffllen wird, daß wir hier im föderalen Deutschland viele Dinge auf Landes-Ebene in den Bundesländern regeln.

    Die meisten anderen Staaten sind keine föderalen Gebilde, sondern haben eine Regierung, die den Staat lenkt.

    Ich bin für Europa und wünsche mir, daß sich viele heutigen Euro-Kritiker überlegen, wie man Politik im vereinten Europa machen möchte.

    Indien ist ganu wie Russland riesengroß und föderal aufgebaut. Sowohl Indien als auch Russland haben sogar mehr oder weniger eine gemeinsame Sprache.

    Hier ist alles nur noch um einen gemeinsamen Markt und nicht mehr wirklich um Politik.

    Das finde ich schade, denn wir denken ja kaum noch darüber nach, wie man in Europa Themen wie Sozialversicherung, oder Kammerberufe, föderal aufgebaute und demokratisch gewählte Berufsvertretungen in die poltischen Kommuniktions-Prozesse mit einbinden will.

    Es hat sich zu einer reinen Pro-/Contra-Diskussion entwickelt, aber man könnte alleine schon von den bestehenden Strukturen der Kammerberufe sehen, daß z.B. gemeinsam genutzte und föderal aufbebaute IT-Abteilungen fehle, oder daß sich nur das Europa-Parlament eine Echtzeit-Übersetzung leisten kann.

    ...warum nicht die demokratisch gewählten und föderal aufgebauten Berufsvertretungen?

    Europa ist viel mehr als die Summe aller Salden...

  • Um so eher man den kranken, perversen LOBBYISMUS und den drittklassigen "Volksvertretern" in Brüssel + National (nicht alle, aber zu viele)das Handwerk legt, um so besser !!!

    Ich bin nicht EUROPAfeindlich, im Gegenteil, aber ich fühle und bin mir mittlerweile Sicher, ich werde als Bürger verars..t !!!

    > Die Welt wird nicht bedroht von Menschen, die BÖSE sind, sondern von MENSCHEN, die das BÖSE zulassen <

    Und DIE, die den Lohn-Dumping-Vandalismus in EUROPA praktiziert warnt ??? Vor wem ?

  • Micha
    Ich bin Schweizer und ein klarer Befürworter der direkten Demokratie. Mein Abstimmungs Ja, war kein nein gegen Ausländer. Sondern ein Ja für die Mündigen Europabürger die ein Recht auf ihre Selbstbestimmung haben. Und eine Aufforderung Ihrer Stimme eine Gewichtung zugeben für Ihr eigenes Land einstehen zu dürfen, ohne gleich in einen rechten Ecken gestellt zu werden. Es geht hier nicht um Ausländerfeindlichkeit sondern um das Recht auf Selbstbestimmung mit ihren ganzen Konsequenzen!

    Meine Meinung zur direkten Demokratie ist, dass sich das Volk ganz klar mehr interessieren muss für die Politik, insbesondere für das Gemeinwohl des ganzen Landes unter Berücksichtigung der Interessen der Minderheiten. Das Volk mischt sich nicht ein solange die Regierung ihre Aufgaben im Sinne der Mehrheit wahrnimmt. Aber das Volk hat das Recht und auch die Verantwortung, die Regierung durch Volksinitiativen auf ihr Missbehagen aufmerksam zu machen und Änderungen herbeizuführen falls es bei einer eidgenössischen Abstimmung die Mehrheit des Volkes für eine Initiative gewinnen kann. Mit dieser Möglichkeit ist auch ein stetiger Druck seitens der Bevölkerung gegenüber der Regierung vorhanden, die Geschäfte im Sinne der Bevölkerung zu erledigen. Aber leider zeigt die Zunahme der Volksinitiativen den Mangel der Schweizer Regierung, die Geschäfte im Sinne der Allgemeinheit anzupacken. Durch die direkte Demokratie fühlt man sich als Bürger respektiert und ernst genommen. Hat ein Stimmbürger nur die Möglichkeit, alle paar Jahre eine Regierung zu wählen, die im Hinblick auf die Wahlen alles verspricht und danach wenig hält, führt dies zu einer politischen Verdrossenheit in Ermangelung von weiteren Einflussmöglichkeiten seitens der Bevölkerung. Durch die direkte Demokratie erlangt man mehr politischen Einfluss und Freiheit. Diese Freiheit verlangt dem mündigen Bürger jedoch grosses Verantwortungsbewusstsein ab.

  • Ist es nicht merkwürdig... je öfter und lauter die Wirtschaft sich zu Wort meldet, desto sicherer bin ich mir: Das Gegenteil dessen, was die verlauten lassen, ist für den Bürger sinnvoll. Der Vorteil der Wirtschaft ist der Nachteil der Bürger, auch wenn immer wieder suggeriert wird, es ginge um Arbeitsplätze, und daher müsse es der Witschaft gutgehen... das war einmal.

  • Lohndumping in D, nur möglich aufgrund des €s. Dadurch hat sich seit der €-Einführung ein Leistungsbilanzüberschuss von 1,6 Bio. € angesammelt, zwangsläufig verknüpft mit 1,8 Bio. € Kapitalexport (http://www.querschuesse.de/deutschland-debatte/).

    Das Kapital wurde von denjenigen exportiert, die die Exportüberschüsse eingefahren haben. Und das waren sicher nicht die abhängig Beschäftigten.

    Zu DM-Zeiten hätte das nie und nimmer funktioniert, da die DM munter aufgewertet hätte. Hat sie z.B. von 1960 bis 1996 um 312% ggü. dem $.

    Früher, zu Karl Schillers Zeiten, als noch fachkundige Experten zu Wirtschaftsministern ernannt wurden (keine Lehrer wie z.B. der famose Hans Eichel. Oder aktuell Gabriel) war das als „Sozialdividende“ bekannt. Sprich, die Kaufkraft der abhängig Beschäftigten stieg aufgrund der, durch die Aufwertung sinkenden, Importpreise.

    Damals goss man diese Erkenntnis noch in so Gesetze wie dem „Gesetz zur Förderung der Stabilität und des Wachstums der Wirtschaft“. Dort steht u.A.:

    Außenwirtschaftliches Gleichgewicht

    Aber heute sind unsere fachfremden Wirtschafts-Politiker komplett (Export-Industrie-) lobbyistenverseucht. Da versteigt sich sogar ein SPD-Wirtschaftsminister zu solchen Aussagen:

    Ausgerechnet ein SPD-Bundeswirtschaftsminister fordert die Gewerkschaften in der aktuellen Tarifrunde auf, keine überzogenen Lohnforderungen zu stellen: Laut Gabriel müssten Produktivität und Lohnhöhe „korrespondieren“. (http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/verkehrte-welt-in-berlin-gabriel-ruft-gewerkschaften-zum-masshalten-auf/9466938.html)

    Dass sie das spätestens seit der der €-Einführung sicher nicht getan haben wird hier: http://www.fspiecker.de/Home/literatur-1/Kein%20Licht-ohne%20Bild.pdf?attredirects=0 belegt. Die Produktivitätszuwächse gab es zwar, aber nicht für die Beschäftigten.

    Also, munter weiter so. Letztes Jahr hatten wir ja „nur“ über 7% des BIPs (200 Mrd. €) Wohlstand exportiert. Da ist noch was drin.

  • Wir haben nur keine Volksabstimmung weil die Abstimmung dann rechtsgültig wäre.Das will die deutsche Politik nicht das ist alles. Wir brauchen aber diese Art Demokratie und nicht Endlosdebatten mit dem Hintergrund : Keiner will sein Gesicht verlieren..... wie schlecht er auch immer sei !!!!

  • Diese EUdSSR und der Euro sind eine gigantische Menschenrechtsbeseitigungs-und Unterdrückungsmaschinerie, gelenkt von eben den Bossen, die hier Stimmung gegen Europakritiker machen.

    Ungewählte Flaschen in Nadelstreifen (Barroso) nötigen andere Völker und missachten direkte Volksentscheide (Schweiz). Barroso, Schäuble und Vosskuhle sitzen zusammen im Kuratorium der neuen Universitätsstiftung in Freiburg. Wer da noch an Demokratie glaubt, der glaubt auch an den Klapperstorch und den Weihnachtsmann.

    Meine Stimme geht an die AfD, basta!!!

  • Wie bitte ? Die deutsche Industrie fürchtet doch nur um Ihren ergaunerten Profit nur weiter mit billigen Arbeitskräften (auch dem Ausland) weiter die in Notlage suchenden Menschen ausbeuten zu können !
    Es reichen uns Deutschen die perfiden Lügen und Betrügereien von Merkel + Börse + Co . Der Gedanke des
    Faschismus gegen die deutschen Einwohner macht sich hier breit !
    Die Wirtschaft ist für den Menschen da ! - und Nicht :
    Der Mensch ist Nicht für die Wirtschaft da !
    Das haben Merkel + Raubkapitalisten Co bis heute Nicht verstanden .
    Ich wähle jetzt erst recht AfD (Alternative für Deutschland ) ! weil ich hier endlich nationale Volksentscheide (direkte Demokratie ) will in wichtigen Angelegenheiten wie Bundeswehr Ausland Ja / Nein ;
    Ausländer Islam Zuwanderung gegen die deutsche Kultur
    und Tradition Ja / Nein ; Moscheenbau Ja / Nein ;
    Wollen wir uns Brüsseler Diktaturvorschreibungen als Deutsche (z.B. Glühbirnen ) weiter vorschreiben lassen ?
    Ja / Nein ? NEIN Frau Merkel !!!
    Meine Ansicht und ich will hier nach dem deutschen Grundgesetz (Artikel 20) endlich gefragt werden !!!
    Abstimmungen per Briefkastenvolksbefragung !!!
    AfD wähle ich !!! Brüssel (Parasitentum auf deutschen Steuergelder) auflösen !!!

    Gruß Christian B. Steinadler 1

  • Wir in der DDR wurden auch immer dazu gezwungen Erich Honecker zu wählen. Diesen Zeitungsbericht hier hab ich 1987 schonmal gelesen. Waren nur andere Darsteller im Text enthalten. Die Message war aber die gleiche.

  • Spanien und Italien melden heute für 2013 neue Schulden-Höchststände mit enormen Steigerungsraten. Das scheinen einige Medien vor den Wahlen gar nicht mehr weitergeben zu wollen. Das Kartenhaus fällt aber so oder so in sich zusammen.

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