Ex-Familienministerin Kristina Schröder kündigt Abschied aus dem Bundestag an

15 Jahre im Bundestag sind genug – jedenfalls, wenn man Kristina Schröder fragt. Die ehemalige Familienministerin und CDU-Abgeordnete will 2017 nicht mehr zur Wahl antreten, sondern sich „beruflich neu orientieren“.
„Ich habe für mich die Tätigkeit als Abgeordnete immer als ein Mandat auf Zeit betrachtet und wollte nie mein Leben lang Abgeordnete bleiben“, erklärte Schröder. Quelle: Reuters
Mandat auf Zeit

„Ich habe für mich die Tätigkeit als Abgeordnete immer als ein Mandat auf Zeit betrachtet und wollte nie mein Leben lang Abgeordnete bleiben“, erklärte Schröder.

(Foto: Reuters)

BerlinDie CDU-Abgeordnete und frühere Familienministerin Kristina Schröder hat ihren Abschied aus dem Bundestag angekündigt. „Ich habe mich entschlossen, bei der nächsten Bundestagswahl nicht erneut anzutreten“, teilte Schröder am Donnerstag mit. „Ich habe für mich die Tätigkeit als Abgeordnete immer als ein Mandat auf Zeit betrachtet und wollte nie mein Leben lang Abgeordnete bleiben.“

Die Wiesbadener Abgeordnete Schröder wurde 2002 erstmals in den Bundestag gewählt. Wenn die nächste Wahl wie geplant im Jahr 2017 stattfinde, sei sie dann 15 Jahre im Bundestag gewesen. „Ich möchte mich daher beruflich neu orientieren“, teilte Schröder mit.

Die 38-Jährige war von 2009 bis 2013 Bundesfamilienministerin und 2011 die erste Ministerin, die im Amt schwanger wurde. Nach der Bundestagswahl im Herbst 2013 wollte sie kein Ministeramt mehr übernehmen, um mehr Zeit mit ihrer Tochter verbringen zu können.

Steile Karriere eines Hoffnungsträgers
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1991

Noch als Schülerin trat Kristina Schröder (damals noch Köhler) in die Junge Union Wiesbaden ein, 1994 wird sie CDU-Mitglied. Hartnäckig hält sich das Gerücht, dass die heutige Ministerin noch zu Schulzeiten ein Plakat von Helmut Kohl in ihrem Zimmer hängen hatte.

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1998

Nach dem Abitur beginnt Schröder, Politik zu studieren. 2000 macht sie einen Abstecher in die Medien und hospitiert bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

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2002

Das Jahr ihres Uniabschlusses ist gleichzeitig das Jahr der großen Schritte. Schröder wird Mitglied des Landesvorstands der CDU Hessen und zieht wenig später in den Deutschen Bundestag ein.

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2. Dezember 2009

Als Nachfolgerin von Ursula von der Leyen wird sie als Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vereidigt.

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2009

Im gleichen Jahr schließt sie ihre Promotion am Institut für Politikwissenschaften an der Universität Mainz ab. In der Arbeit untersuchte sie, wieweit sich die Werte von CDU-Bundestagsabgeordneten von denen der Mitgliederbasis unterscheiden. 2010 wurden Vorwürfe laut, dass sie Teile ihrer Dissertation durch Hilfskräfte anfertigen ließen. Allerdings ist das Zuarbeiten legitim.

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Für ihre Arbeit als Ministerin steht Schröder immer wieder in der Kritik. Sei es wegen des Betreuungsgeldes für Kinder oder ihre Vorstöße im Kampf gegen Linksextremismus und ihrer zu laschen Art gegenüber der rechten Szene.

Bundestag
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Auch mit ihrer Einstellung zur Frauenquote und Kommentaren zum Feminismus eckt sie an.

Sie habe viele schöne Momente verpasst, zog Schröder einmal eine kritische Bilanz des Lebens als Ministerin und Mutter. „Oft hatte ich das Gefühl, zu wenig Zeit mit der Kleinen zu haben.“

Schröder ist mit dem Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesinnenministerium, Ole Schröder (CDU), verheiratet. Inzwischen hat das Paar zwei Kinder.

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  • afp
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