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Ex-Kanzleramtsminister Ronald Pofalla ist der heimliche Außenminister der Bahn

Das Bahn-Vorstandsmitglied muss erneut zum Rapport beim Verkehrsminister – kampferprobt ist der Ex-Politiker zumindest.
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Viele fragen sich, wie der Bahnmanager seine vielen Aufgaben unter einen Hut bekommt. Quelle: dpa
Ronald Pofalla

Viele fragen sich, wie der Bahnmanager seine vielen Aufgaben unter einen Hut bekommt.

(Foto: dpa)

Die Tage des Ronald Pofalla sind derzeit lang, sehr lang sogar. Sieben Uhr in der Früh muss er dem Bundesverkehrsminister Rede und Antwort stehen, was er zum Chaos bei der Bahn zu sagen hat. Und was er zur Besserung beitragen könnte. Spätabends geht es zur Kanzlerin, ein nicht minder brisantes Thema abzuräumen: den Kohleausstieg. Von morgens bis abends stehen Milliarden auf dem Zettel. Am heutigen Donnerstag hat der Verkehrsminister schon wieder geladen.

Immer geht es dabei um Interessen, die aufeinanderprallen. Die Kritik an der Deutschen Bahn, Pofallas eigentlichem Arbeitgeber, ist massiv. Auch die Kritik am Bahn-Management. CDU-Mann Pofalla gehört seit drei Jahren zur Führungsmannschaft. Viele fragen sich, wie er Kohlekommission und Bahnkrise unter einen Hut bekommt.

Seine Mitvorstände im Staatskonzern dürften sich bei den Frühstücksrunden mit Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU), Staatssekretären und Regierungspolitikern vorgeführt fühlen wie kleine Jungs. Pofalla dagegen wird sich an alte Zeiten erinnern. Der 59 Jahre alte Ex-Kanzleramtsminister und Merkel-Vertraute ist kampferprobt und im politischen Gefecht erfahren. Nicht immer zur Freude seiner Gegner.

Jetzt sitzt er auf der Anklagebank. Auch für einen Pofalla keine alltägliche Erfahrung. Die Meldung vom Wochenende, nach der ausgerechnet er es nun als neuer Krisenmanager bis zum Sommer bei der Bahn richten soll, ist abwegig. Pofalla steht ohnehin im Zentrum des Gefechts mit dem Bund: Der Ex-Politiker leitet das zentrale Ressort Infrastruktur und verantwortet daher auch das Baustellenproblem der Bahn.

Aber Pofalla ist auch für die Geldbeschaffung zuständig. Denn Bau und Instandhaltung von Schienenwegen sind Staatssache. In dieser Rolle des Außenministers der Bahn dürfte sich Pofalla am besten gefallen. Jetzt muss er allerdings erst mal in die Niederungen und erklären, warum die Erfolge seiner Plankorridore oder seiner Taskforce Baustellenmanagement so wenig sichtbar sind.

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