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Ex-Ministerpräsident Kemmerich räumt Fehler bei Corona-Demo ein – Rücktrittsforderungen aus FDP

Thüringens Ex-Ministerpräsident hat sich an einem Protest gegen die Corona-Maßnahmen beteiligt. Parteichef Christian Lindner distanziert sich.
10.05.2020 - 16:04 Uhr Kommentieren
Der frühere Ministerpräsident Thüringens nahm an einer Kundgebung von Beschäftigten aus der Kosmetik-Branche teil. Quelle: dpa
Thomas Kemmerich

Der frühere Ministerpräsident Thüringens nahm an einer Kundgebung von Beschäftigten aus der Kosmetik-Branche teil.

(Foto: dpa)

Erfurt, Gera Thüringens Ex-Ministerpräsident Thomas Kemmerich hat eingestanden, sich während einer Kundgebung gegen Corona-Beschränkungen in Gera falsch verhalten zu haben. Es sei ein Fehler gewesen, dass er dabei zeitweise die Abstandsregeln nicht eingehalten und auch keinen Mundschutz getragen habe, sagte der Vorsitzende der FDP-Fraktion im Thüringer Landtag am Sonntag.

Zwar habe er vor Beginn eines sogenannten Spaziergangs auf die Einhaltung dieser Hygienevorschriften geachtet. Anschließend habe er das aber unterlassen, wie mehrere Fotos zeigen. „Dafür kann ich mich nur entschuldigen“, sagte Kemmerich.

Gleichzeitig erklärte er, es sei nie seine Absicht gewesen, mit der Kundgebung der AfD oder Verschwörungstheoretikern eine Plattform bieten zu wollen. Er sehe aber ein, dass er genau das getan habe. Für sein Verhalten war er zuvor harsch kritisiert worden, auch innerhalb der eigenen Partei, etwa vom FDP-Vorsitzenden Christian Lindner.

„Die Aktion von @KemmerichThL schwächt unsere Argumente. Ich habe dafür kein Verständnis“, schrieb Lindner am Sonntag auf Twitter.

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    Die FDP-Bundestagsabgeordnete Marie-Agnes Strack-Zimmermann legt Kemmerich den Austritt aus der Partei nahe. „Er sucht offenbar nicht nur physisch die Nähe zur AfD und zu Verschwörungstheoretikern, sondern teilt offensichtlich auch deren demokratiezersetzenden Kurs“, sagte Strack-Zimmermann am Sonntag dem Berliner „Tagesspiegel“: „Er täte gut daran, die FDP zu verlassen.“

    Kemmerich hatte sich am Samstag im ostthüringischen Gera an Protesten gegen Corona-bedingte Einschränkungen in Deutschland beteiligt. Auf Bildern ist etwa zu sehen, wie Kemmerich dabei ohne Mundschutz dicht neben anderen Protestierenden läuft. Etwa 600 Menschen nahmen an der Demonstration nach Polizeiangaben teil.

    Mehr: Im aktuellen Sonntagstrend konnte die Union erneut zulegen und wäre mit 38 Prozent stärkste Kraft. Die SPD setzt sich mit 17 Prozent weiter von den Grünen ab.

    • dpa
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