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Ex-SPD-Chef Sigmar Gabriel will seine politische Karriere offenbar beenden

Gabriel verzichtet wohl auf eine erneute Kandidatur für den Bundestag. Ob er sein jetziges Mandat bis zum Ende der Wahlperiode behält, ist noch unklar.
25.05.2019 - 15:23 Uhr Kommentieren
Acht Jahre lang war Gabriel Parteivorsitzender der SPD. Quelle: dpa
Sigmar Gabriel

Acht Jahre lang war Gabriel Parteivorsitzender der SPD.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Der frühere SPD-Vorsitzende und Vizekanzler Sigmar Gabriel plant wohl keine Rückkehr in den Bundestag, berichtet der „Tagesspiegel“. Bereits Anfang Mai habe er die drei Vorsitzenden seiner regionalen Kreisverbände in Kenntnis gesetzt, bei der nächsten Bundestagswahl 2021 nicht mehr für einen Platz im Parlament zu kandidieren.

Schon vor einiger Zeit habe der 59-Jährige den Entschluss gefasst, sich aus dem politischen Betrieb zurückzuziehen, meldet die Tageszeitung. Vor der anstehenden Europawahl aber habe er dies nicht publik machen wollen, um den Wahlkampf nicht zu beeinflussen. Die SPD solle ausreichend Zeit bekommen, um einen neuen Kandidaten zu finden. Gabriel selbst bezog zu den Nachrichten keine Stellung.

Weiter berichtet der „Tagesspiegel“, dass Bemühungen der regionalen SPD-Vertreter, Gabriel umzustimmen, gescheitert waren. „Wir bedauern das sehr, weil es schwer werden wird, seine Ergebnisse zu halten. Aber man kann schon verstehen, dass er sich das Theater in Berlin nicht länger antun will“, hieß es von einem der Teilnehmer. Ob er sein Bundestagsmandat bis zum Ende der laufenden Legislaturperiode behält oder vorher zurücktritt, bleibt vorerst unbeantwortet.

Im Jahr 1990 zog Gabriel das erste Mal in den niedersächsischen Landtag ein. 2005 erhielt er in seinem Wahlkreis Salzgitter-Wolfenbüttel das Direktmandat und zog in den Bundestag ein. Bis 2009 war er unter Angela Merkel (CDU) als Bundesumweltminister tätig, ab 2013 wechselte er das Wirtschaftsministerium. Anschließend wurde er 2017 Außenminister. Zudem war Gabriel acht Jahre lang Vorsitzender der SPD, ehe er das Amt im März 2017 abgab.

Mehr: Die SPD musste im vergangenen Jahr viele Wahlschlappen erleben. Mit Bremen könnte sie nun ein weiteres Stammland an die CDU verlieren.

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