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Externe Kostenkontrolle Dobrindt fordert Aufpasser für BER-Verantwortliche

Die Korruptionsvorwürfe gegen den Technikchef des Pannenairports BER haben Verkehrsminister Dobrindt alarmiert. Während der Aufsichtsrats tagt, wächst der Druck auf Flughafen-Chef Mehdorn und Aufsichtsrat Wowereit.
02.06.2014 Update: 02.06.2014 - 13:54 Uhr 5 Kommentare
Alexander Dobrindt (CSU), Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, setzt die BER-Verantwortlichen unter Druck. Quelle: dpa

Alexander Dobrindt (CSU), Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, setzt die BER-Verantwortlichen unter Druck.

(Foto: dpa)

Berlin Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) will nach einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ die Baukosten des Hauptstadtflughafens extern kontrollieren lassen. Mit Bezug auf den aktuellen Korruptionsverdacht habe Dobrindt am vergangenen Mittwoch in einer internen Besprechung gesagt, die jüngsten Ereignisse am Flughafen seien „inakzeptabel“. Hintergrund sind Vorwürfe gegen den BER-Technikchef, der an der Vergabe von Aufträgen mitverdient haben soll.

Der Minister habe darauf gedrungen, ein „externes Controlling“ einzurichten, das ab sofort, „direkt und ausschließlich an die Eigentümer berichtet“, schreibt die Zeitung. Ein entsprechendes Konzept sollten Ministeriumsfachleute bis zum Wochenende erarbeiten.

Wie das Blatt weiter berichtete, soll nach der Vorstellung des Ministers eine unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft künftig die Projektfortschritte begleiten und den Kostenrahmen sowie die Vergabe weiterer Aufträge kontrollieren. Noch vor der Sondersitzung des Aufsichtsrats an diesem Montag wollte sich Dobrindt dafür die Zustimmung der Eigentümer der Flughafengesellschaft holen.

Die Sitzung des Gremiums begann unterdessen mit Verspätung. Zahlreiche Aufseher standen auf der Berliner Stadtautobahn im Stau, berichtet der „Tagesspiegel“. Vor allem die Brandenburger Aufsichtsratsmitglieder erreichten die Sitzung demnach nicht pünktlich um 8 Uhr.

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    Das Gremium wird sich unter Vorsitz des Berliner Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit (SPD) mit den Vorwürfen gegen den mittlerweile suspendierten BER-Technikchef Jochen Großmann beschäftigen. Großmann wird vorgeworfen, bei der Vergabe millionenschwerer Aufträge Unternehmen bevorzugt zu haben, zu denen er wirtschaftliche Verbindungen hat.

    Wowereit: Mehdorn hat Lage im Griff
    Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen
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    5 Kommentare zu "Externe Kostenkontrolle: Dobrindt fordert Aufpasser für BER-Verantwortliche"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • So lange bei solch' großen Staats- oder Halb-Staatsprojekten überall die WoWis mitmischen, ohne dass diese Fachkenntnisse und entsprechende Fähigkeiten mitbringen und nur willkommene Pöstchen bekleiden für ihr wohliges Zusatz-Einkommen, wird diesen Leuten jede Bau-Verzögerung über weitere Jahre eine tolle cash-cow bereit gestellt. Dafür kann sich ja Herr Schäuble dann mit seinen Steuer-Krieg am "Normal-Bürger" austoben..!

    • Die Zurückhaltung unserer Systempresse bezgl. Elitenkriminalität ist nur typisch und systemimmanent. Wir sind durch und durch eine korrupte Republik, nennt es endlich beim Namen und werdet mal deutlich. Die repräsentativen Demokratien vertreten nicht mehr die Interessen ihrer Völker, überall auf der Welt. Das hat übrigens auch eine aktuelle Studie der Princeton University für die USA festgestellt.

      http://www.heise.de/tp/artikel/41/41918/1.html

      Unsere gerontologische Gesellschaft interessiert das im überwiegendem Maße nicht bis wir alle an der Seuche erstickt sind. Wer überwiegend im Gestern lebt, sich strikt weigert sich unabhängig zu informieren und nicht kompromisslos gegen die kriminelle Obrigkeit aufstehen möchte, der bekommt das was er verdient. Nur die direkte Demokratie könnte den stinkenden Fisch, der bekanntlich zuerst vom Kopfe her stinkt, entsorgen. Zumindest könnten die gravierendsten Verbrechen eingedämmt werden, z. B. durch extreme Strafverschärfung bis zum Verlust der Bürgerrechte auf Lebenszeit und einem eintätowiertem Kainsmal auf der Stirn. Die Gesellschaft muss wieder lernen brutal zu werden gegen solche kriminellen Subjekte, “unmenschliche“ Abschreckung und ab und zu deren Anwendung schafft moralische Eliten!!!

    • Politische Verantwortung in juristische Verantwortung überführen und 90% der Politiker wären weg.

    • Aufpasser gibts genug, bedenkt man, wer da schon alles auf die Kostenbremse drücken wollte.
      Dobrindt nutzt die Aufpasserei lediglich auch, um Wowi eins mitzugeben: das sieht leider nur elegant aus, ohne es sein zu können.
      Um eine gründliche Restrukturierung der Abläufe wird man
      wohl kaum umhin kommen: sowas inmitten so eines Projekts dem geneigten Publikum allerdings verkaufen zu wollen käme einer Selbsthinrichtung gleich.
      Ebenso hätte man auch titeln können: Dobrindt flickschustert fleißig mit.

    • Aufpasser für jeder Manager und Politiker, sowie sehr hohe Haft-/Geldstrafen und Vermögensentzug. Dann ändert sich etwas.

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