„Extra3“ & Co. Steilvorlage für Satiriker

Auf Peer Steinbrück lastet nicht nur Diskussion um seine Nebeneinkünfte und der Rücktritt des Online-Beraters. Jetzt muss er auch noch mit dem Hohn der Satire-Sendung „Extra3“ kämpfen.
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Peer Steinbrück Quelle: dpa

Peer Steinbrück

(Foto: dpa)

DüsseldorfÜberspitzung und Übertreibung: Ja, dafür eignet sich SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück gerade ganz gut. Finden auf jeden Fall Christian Ehring, der Moderator der Satire-Show „Extra3“ im „NDR“ und sein Team. Und widmen Steinbrück nicht nur gelungene Stand-up-Comedy, sondern auch noch einen eigenen Wahlkampfsong.

Erstaunlich eigentlich, dass der SPD-Kanzlerkandidat bisher in Sachen Satire noch ganz gut weg gekommen ist. Denn die Diskussion um seine Nebeneinkünfte, um die private Nutzung seiner Bahncard und nun auch noch der Rücktritt seines Online-Beraters Roman Maria Koidl biete eine regelrechte Steilvorlagen. Steinbrück zeigt sich im Hinblick auf die Missgeschicke auf seine gewohnte Art ruppig: „Hat diese Republik ja nicht andere Probleme als den Umgang mit meiner Netzkarte bei der Bahn AG?"

Und in Sachen Koidl sagte er, ebenso pampig: "Ich habe nicht die Neigung, berufliche Biografien danach untersuchen zu lassen, ob ich Kontakt haben darf oder nicht.“

Die „Heute-Show“ im „ZDF“ lies es sich jedenfalls nicht nehmen, Steinbrück in Sachen Nebeneinkünfte durch den Kakao zu ziehen.

Das Netz ist jedoch auffällig still. Hie und da gibt es vereinzelte Karikaturen. Dafür lässt es sich die Junge Union NRW nicht nehmen, die Missgeschicke um Steinbrück für sich politisch zu nutzen: Im Netz haben sie dazu aufgerufen, allerlei Wortspiele mit dem Vornamen Steinbrücks zu kreieren: „Es tangiert mich PEERipher“, „Alle lachen, außer PEER, der hat’s schwer.“, „FinanzexPEERte“ oder „teures GeplapPEER“ sind nur einige Beispiele.

  • mai
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14 Kommentare zu "„Extra3“ & Co.: Steilvorlage für Satiriker"

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  • Wer sich nicht nur empören möchte, sondern mit den Inhalten seiner Rede auseinandersetzen möchte, dem sei empfohlen:
    www.peer-steinbrueck.de/reden/

  • @george.orwell
    Sie verlangen zu viel von den emotionsbeladenen und nicht differenzierungsfähigen Foristen, dass sie diese Rede von PS (Veröffentlicht am 26.09.2012)sich anhören werden. Es geht bei solchen Foristen nicht um den Inhalt seiner Reden, sondern um Neid.

  • Steinbrück: Vorschläge zur Regulierung der Finanzmärkte

    http://www.youtube.com/watch?v=OCrHkCnv_lM&feature=related

    ..klingt das so schlecht?

  • "Denn alle Politiker sind Handlanger der "Mächtigen!"

    Dem würde ich auf die Schnelle zustimmen. Andererseits: Wenn es tatsächlich nur die Geldmacht gäbe, würde dann alles längst nicht noch "dunkler" aussehen?

  • NACHDENKLICH ..

    Als einer, der zuvor oft gegen PS angeschrieben hat, werde ich langsam nachdenklich.

    Wenn ein Politiker von der Presse, die unbestreitbar in der Hand derer ist, die in dieser Krise nicht auf der Seite der Schuldner stehen, so offensichtlich demontiert wird, dann macht das sehr misstrauisch.

    PS mag keine weiße Weste haben. Aber wofür und für wen steht er wirklich?

    Wo sind die Fronten in dieser Finanzkrise? Wer kämpft gegen wen und wofür?

    ...

  • Steinbrück konnte nie Wahlen gewinnen. Seine aktuellen Vorstellungen überzeugen die SPD-Wählerschaft ganz sicher nicht. Deren soziales Milieu besteht weit stärker aus Industriearbeitnehmern und Beschäftigten des öffentlichen Dienstes als in anderen Parteien. Wie will der Parteiführer bei dieser Klientel Zustimmung für nachträgliches Enteignen angesparter oder laufender Arbeitseinkommen gewinnen. Im Grunde erwartet Steinbrück den Verzicht der Arbeitnehmer auf die, im gesellschaftlichen Konsens ausgehandelte Proportionen von Leistung und Gegenleistung. In den letzten Tagen flattern den Bürgern massenhaft Kostensteigerungsmitteilungen der Stromversorger und Versicherer ins Haus. Sie sind Folge der Abkehr von der Marktwirtschaft bei der Euro-Rettung. Preistreiberei wird sich fortschreitend zum Massenphänomen entwickeln. Lohn- und Rentenanpassungen (von Gewerkschaften zwecks Verhinderung von Mitgliederschwund dennoch als Erfolg deklariert) gleichen die tatsächliche Inflation nicht aus. Längst betreibt Wirtschafts- und Finanzpolitik die "innere Aufwertung", weil die geforderte "innere Abwertung" in den unproduktiven EU-Staaten keine Breitenakzeptanz findet. Die nun betriebene "innere Aufwertung" deutet darauf hin, dass der Euro-DM-Umrechnungsfaktor von 1,95583 viel zu hoch war und zur somit zur Enteignung der Sparguthaben geführt hatte. Für diese These spricht auch die nachfolgende negative Entwicklung des Binnenmarktes, die uns zu "Europas kranker Mann" machte. Hartz IV hat diese Folgeproblems der Euroeinführung zu Gunsten der Exportnachfrage, aber erneut zum Nachteil der Binnennachfrage gelöst. In dieser Situation würde die Rückkehr zu einer nationalen Währung wohl katastrophal sein. Fazit: die Perlenkette der politischen Fehlentscheidungen - beginnend von der Vorbereitung des Euro bis hin zur Realitätsverweigerung des Krisenhandlings - hat zunächst lösbare in unlösbare Probleme umgewandelt.

  • Egal was er ist . Hauptsache nicht ein Merkel oder Merkel-Deutscher .

  • Von wegen Bankenferne: Steinbrück wollte Hedgefonds-Mann als Berater anheuern
    • http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2012/11/21/von-wegen-bankenferne-steinbrueck-wollte-hedgefonds-mann-als-berater-anheuern/

  • So ist es. Und schade ist, dass mit Steinbrück auch gleich die ganze SPD unter die Räder kommt. Das ist unehrenhaft was Gabriel mit den Errungenschaften der SPD-Väter hier veranstaltet.

    Ich hätte von ihm mehr Respekt erwartet.

  • Die SPD hat nicht vor, die Regierungsverantwortung zu übernehmen. DESHALB haben sie ihren Herrn Steinbrück zum
    Kanzlerkandidaten gemacht. So einfach kann man sich aus der Affäre ziehen.

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