Fachinstitut Ökostrom-Umlage wird laut Experten erstmals sinken

Nach Berechnungen von Experten wird die Ökostrom-Umlage im kommenden Jahr zum ersten Mal sinken. Auch für 2016 wird mit einer Verringerung gerechnet. Der Verbraucher könnte sich über jährliche Einsparungen freuen.
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Laut Experten soll die Ökostrom-Umlage im kommenden Jahr sinken. Quelle: dpa

Laut Experten soll die Ökostrom-Umlage im kommenden Jahr sinken.

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BerlinNach jahrelangem Anstieg wird die Ökostrom-Umlage im kommenden Jahr nach Berechnungen von Experten erstmals sinken. Auf Basis der bisher für die Umlage-Ermittlung angewandten Parameter errechneten das Öko-Institut und das Fachinstitut Agora Energiewende eine Umlage von netto 5,84 Cent je Kilowattstunde statt derzeit 6,24 Cent. Die Berechnungen liegen der Deutschen Presse-Agentur vor.

Damit müsste ein Haushalt bei einem Verbrauch von 3500 Kilowattstunden nur noch 204 statt derzeit 218 Euro Umlage im Jahr über den Strompreis zahlen, zuzüglich 19 Prozent Mehrwertsteuer. Auch für 2016 wird mit einer geringeren Umlage als heute gerechnet - Grund sei vor allem ein Milliardenüberschuss auf dem Umlagekonto, hieß es.

Die Zahlen preisen bereits die geplante Neuregelung bei den Industrie-Rabatten und der Ökostrom-Vergütung ein, sowie Annahmen der für die Umlageberechnung zuständigen Übertragungsnetzbetreiber zur Ökostromproduktion und zur Preisentwicklung an der Strombörse. Die Verbraucher zahlen die Differenz zwischen dem für den Strom erzielten Preis und dem auf 20 Jahre garantierten Vergütungssatz.

Die Umlage für das nächste Jahr wird am 15. Oktober veröffentlicht.

  • dpa
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4 Kommentare zu "Fachinstitut: Ökostrom-Umlage wird laut Experten erstmals sinken"

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  • Die derzeitigeFoerderung ist sinnigerweise dann an End, wenndie Berger such oekologisch verhalten,also Strm soaren und Strom in grossen Umfang selst herstellen. Dann explodirt dir Umlage und drrStaat wird die Buergrr "einfangen" muessen. Di duerfen dann Ausgleichstahlungen leisten. Wenn dann mal 3 Mio Rentner jeinen Strin mehr haben, wirds wahlkritisch.

  • Neben den Netzen brauchen wir auch noch Energiespeicher und Netzsteuerungstechnik. Warten Sie mal ab. Es ist nicht mehr lange, dann muss in jedem Haushalt ein intelligenter Stromzähler mit Zusatzkosten verbaut sein. Und das alles unter dem Aspekt, dass wir gerade mal die ersten 25 Prozent an Ökostrom geschafft haben. Wenn wir die zweiten 25 Prozent in Angriff nehmen umd dann mal irgendwann bei 50 Prozent zu landen, verdoppeln sich die Kosten nicht etwa, sie verdreifachen sich.
    Das wird noch ganz ganz lustig.

  • Mag sein, dass die EEG-Umlage etwas sinken wird. Aber wir sollten uns auf steigende Netznutzungsentgelte einstellen.
    Die Netze müssen ja noch ausgebaut werden, was die nächste Kostenlawine erzeugen wird. Denn leider findet sich niemand auf der Welt der Deutschland eben mal einige tausend zusätzliche Kilometer an Stromnetzen schenkt. Und damit noch immer nicht genug. Speicher gibt es auch nicht um sonst, wenn man sich entschließt welche zu bauen, dann wird es nochmal teurer. Der Ausbau der "Erneuerbaren" ist ja erst der Anfang der Energiewende.

  • Bei einem für 20 Jahre fixierten Vergütungssatz und bei einem weiteren Ausbau der Ökostrom-Anlagen können die Gesamtkosten für diesen Strom nicht sinken. Das ist trivial.

    Vielleicht wird die vom Privatverbraucher zu zahlende EEG-Umlage ein Jahr sinken - das wäre aber auf Einmal-Effekte zurückzuführen (z.B. falsche Prognosen der vergangenen Jahre). Und wenn außerdem die Industrie mehr EEG-Umlage abführt, zahlen wir Endverbraucher die Zeche trotzdem - entweder über weitergegebene Kostenerhöhungen oder aber (falls letzteres nicht möglich ist) über abwandernde Arbeitsplätze.

    Und wenn der Ökostromausbau weitergehen soll, brauchen wir Stromspeicher, weil Sonne und Wind bestimmen, wann Strom produziert wird. Dann kommen gigantische Kosten auf uns zu - viel höher als die aktuellen Kosten, die auch nicht von schlechetn Eltern sind: momentan geben wir in Deutschland alle 22 Minuten eine Million EUR für Ökostrom aus.


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