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Fachkräftemangel Merkel warnt vor Abwanderung von Unternehmen

Die Bundeskanzlerin warnt wegen des anhaltenden Personalmangels vor einem Firmen-Exodus. Deutschland müsse auch außerhalb der EU nach Fachkräften suchen.
14.12.2019 Update: 14.12.2019 - 11:45 Uhr 1 Kommentar
Die Bundeskanzlerin wirbt dafür, auch außerhalb der Europäischen Union um Fachkräfte zu werben. Quelle: Reuters
Angela Merkel

Die Bundeskanzlerin wirbt dafür, auch außerhalb der Europäischen Union um Fachkräfte zu werben.

(Foto: Reuters)

Berlin Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat angesichts des Fachkräftemangels in Deutschland vor der Abwanderung von Firmen gewarnt. „Wir kennen viele Handwerke und Betriebe, die händeringend Fachkräfte suchen“, sagte Merkel am Samstag in ihrem wöchentlichen Video-Podcast vor dem Fachkräftegipfel an diesem Montag. „Deshalb ist es notwendig, dass wir uns um ausreichend Fachkräfte bemühen. Denn sonst müssen Unternehmen abwandern - und das wollen wir natürlich nicht.“

Das Fachkräfteeinwanderungsgesetz, das am 1. März in Kraft tritt, solle schnell wirken. „Ohne ausreichend Fachkräfte kann ein Wirtschaftsstandort nicht erfolgreich sein“, sagte Merkel. „Zum einen wollen wir natürlich unser eigenes, heimisches Potenzial ausschöpfen, durch gute Ausbildung für möglichst alle Menschen.“ Zum anderen sollten Fachkräfte aus der EU nach Deutschland geholt werden.

Es arbeiteten bereits 2,5 Millionen Menschen aus EU-Ländern in Deutschland. „Aber allein das reicht nicht aus, und deshalb müssen wir uns auch um Fachkräfte von außerhalb der Europäischen Union bemühen“, sagte Merkel. Darum gehe es bei dem Treffen am Montag. Die Bundesregierung habe mit dem Fachkräfteeinwanderungsgesetz den rechtlichen Rahmen geschaffen. „Aber nun heißt es natürlich auch, die Menschen auf der Welt zu finden, die bereit sind, zu uns nach Deutschland zu kommen“, sagte die Kanzlerin.

Es gehe etwa darum, wie schnell Visa erteilt werden könnten. Es müsse einen „reibungslosen Informationsfluss“ geben von deutschen Firmen zu den Ländern, in denen Fachkräfte vorhanden seien. „Und es muss Klarheit herrschen, welche Voraussetzungen für eine Arbeit in Deutschland oder für die Aufnahme einer Ausbildung in Deutschland gelten.“

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    Die derzeit größten Engpässe bei Fachkräften bestehen laut Strategie derzeit bei Berufen aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik - daneben sind der Bau, der Hotel- und Gaststättenbereich sowie Gesundheitsberufe betroffen. Konkret geht es etwa um Elektrotechniker, Metallbauer, Mechatroniker, Köche, Alten- und Krankenpfleger, Informatiker und Softwareentwickler

    Interessierte Bewerber sollen in ihren Heimatländern Deutsch lernen - damit sie bereits vor ihrer Einreise Kenntnisse der Sprache und entsprechende Sprachzertifikate erwerben können. Zudem sollen Visaverfahren digitalisiert werden

    Der Deutsche Gewerkschaftsbund forderte die Bundesregierung zu mehr Anstrengungen auf, damit auch in Deutschland mehr Fachkräfte gewonnen werden. DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach sagte, es sei richtig, auf Anwerbung im Ausland zu setzen, denn sonst werde der Fachkräftebedarf in den kommenden Jahren nicht gestillt werden können. „

    Trotzdem: Die Bundesregierung muss das Eine tun, ohne das Andere zu lassen. Denn hierzulande gibt es bereits ein Fachkräftepotenzial, das über Qualifizierung und Weiterbildung endlich gehoben werden muss.“

    Mehr: Ob Autobauer, Versicherung oder Technologiekonzern: Alle Firmen suchen IT-Fachkräfte. Immer mehr Stellen bleiben offen – eine Gefahr für die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands.

    • dpa
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    1 Kommentar zu "Fachkräftemangel: Merkel warnt vor Abwanderung von Unternehmen"

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    • Alles gute Ideen und Vorsätze - wenn nur die deutsche Bürokratie nicht wäre.
      Beispiel die Agentur für Pflegefachkräfte DeFa in Saarbrücken.
      Für ausländische Pflegekräfte, die bereits der deutschen Sprache mächtig sind und eine Ausbildung bei einer angesehenen Firma absolviert haben, dauert es zwischen 6 und 12 Monaten entsprechende Arbeitsgenehmigungen zu erteilen, obwohl diese dringendst benötigt würden.
      Grund ist u.a., dass Akten noch per Papier hin und her geschickt werden. Von elektronischen Akten hat man offensichtlich noch nichts gehört und Mitarbeiter hat man auch nicht genug.
      Traurig und schade zugleich für unser Land. Es hapert nicht an den Willen und dem Geld, sondern an der Qualität der Umsetzer/-innen.

      Schade für unser Land.

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