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Fall Nawalny Röttgen wirft Altkanzler Schröder „Beteiligung an Vertuschung“ vor

Der CDU-Politiker meint, dass Gerhard Schröder „in bezahlten Diensten im russischen Öl- und Gasgeschäft steht“. Auch fordert Röttgen Sanktionen gegen Putins Umfeld.
08.10.2020 - 00:50 Uhr 1 Kommentar
Röttgen forderte gezieltere Sanktionen gegen das Umfeld des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Quelle: dpa
Norbert Röttgen

Röttgen forderte gezieltere Sanktionen gegen das Umfeld des russischen Präsidenten Wladimir Putin.

(Foto: dpa)

Berlin Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages, Norbert Röttgen (55, CDU), erhebt im Fall des vergifteten russischen Oppositionspolitikers Alexej Nawalny schwere Vorwürfe gegen Altkanzler Gerhard Schröder (SPD). Röttgen, der auch Kandidat für den CDU-Vorsitz ist, erklärte gegenüber der Zeitung „Bild“ (Donnerstagsausgabe), Schröder, der „in bezahlten Diensten im russischen Öl- und Gasgeschäft steht“, beteilige sich im Fall Nawalny „an der Vertuschung und Verwischung der Verantwortung, die in Russland liegt“.

Nawalny sei „das Opfer eines Mordanschlages in Russland geworden und in Russland mit einem russischen Kampfstoff vergiftet worden“. Schröders Verhalten erfülle „viele Deutsche mit Scham.“

Röttgen forderte im Gespräch mit dem Blatt auch gezieltere Sanktionen gegen das Umfeld des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Die Maßnahmen müssten diejenigen treffen, „die unmittelbare Verantwortung für Verbrechen tragen“, so Röttgen. Das System Putin gründe auf „Verbindung des Sicherheits- und Unterdrückungsapparates mit einem oligarchischen Milliardärs-System“.

„Dass die Milliardäre die Woche über ihr Volk unterdrücken und am Wochenende in London, München oder sonst wo einkaufen gehen und ihr Geld ausgeben und waschen, das ist nicht akzeptabel. In Europa wird immer noch viel zu viel Gelegenheit dafür gegeben, dass schmutziges Geld gewaschen wird. Sowohl an das Geld auch an die Personen müssen wir ran“, so Röttgen weiter. Auch Nawalny selbst hatte zuvor Sanktionen gegen Kreml-nahe Einzelpersonen gefordert und Schröder als „Laufburschen Putins“ bezeichnet.

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    1 Kommentar zu "Fall Nawalny: Röttgen wirft Altkanzler Schröder „Beteiligung an Vertuschung“ vor"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Herr Röttgen sollte Pastor geworden sein - bei dieser zur Schau gestellten Naivität.

      Die von ihm genannten Fakten haben doch keinen Beweischarakter, allenfalls schwache Indizien.

      Andere Geheimdienste hatten in der Zeit des Zerfalls der UdSSR natürlich den Zugriff auf russische Kampfstoffe oder radioaktives Material.
      Da fielen mir diesbezüglich schon Länder ein, die etwa das Scheitern des Gaspipelineprojekt aktiv unterstützen oder sogar herbeiführen würden.

      Nawalny sollte sich als Gast in diesem Land mit politischen Forderungen zurückhalten.
      Offenbar geht es ihm wieder gut, also ab nach Hause.
      Unsere Regierung hat einen Amtseid geleistet und sollte sich deshalb auf deutsche und allenfalls noch europäische Probleme lösen und nicht Sprachrohr dieses aufgebauschten Regierungskritikers werden.


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