Fall Sarrazin SPD-Chef Gabriel knöpft sich die Bundesbank vor

Scharfe Kritik an der Bundesbank von SPD-Chef Sigmar Gabriel: Die angebliche Vereinbarung, wonach Noch-Vorstand Thilo Sarrazin sich seinen freiwilligen Rücktritt mit einer höheren Pension versüßen lässt, sei „nichts anderes als ein Deal, um den Bundespräsidenten zu retten“. Derweil riet SPD-Urgestein Peter Struck zur Gelassenheit.
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SPD-Chef Gabriel: "Jetzt zahlt die Bundesbank Herrn Sarrazin vermutlich viel Geld dafür, dass er geht." Quelle: DAPD

SPD-Chef Gabriel: "Jetzt zahlt die Bundesbank Herrn Sarrazin vermutlich viel Geld dafür, dass er geht."

HB BERLIN. Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel hat die Vereinbarung der Bundesbank mit ihrem Noch-Vorstand Thilo Sarrazin (SPD) über seinen Rückzug scharf kritisiert. „Die Bundesbank hat doch nichts anderes als einen Deal gemacht, um den Bundespräsidenten zu retten und Herrn Sarrazin trotzdem los zu werden“, sagte Gabriel der „Bild am Sonntag“.

Mit Blick auf einen „Spiegel“-Bericht über eine Erhöhung der Pension des Ende September aus der Bundesbank ausscheidenden Sarrazin um 1000 Euro monatlich sagte Gabriel weiter: „Jetzt zahlt die Bundesbank Herrn Sarrazin vermutlich viel Geld dafür, dass er geht. Wir kennen diese Methoden ja aus der Privatwirtschaft. Das macht sie deshalb aber nicht besser.“

Kurz vor der am Montag erwarteten Entscheidung des SPD-Bundesvorstands über ein Parteiausschlussverfahren gegen Sarrazin verschärfte Gabriel seine Kritik an dem früheren Berliner Finanzsenator abermals. Dass die Perversion dieser von ihm wiederbelebten Theorien zur Vererbung in Deutschland nach Auschwitz geführt habe, sei Sarrazin keine Zeile in seinem umstrittenen Migrationsbuch wert.

Zugleich räumte Gabriel allerdings ein, dass auch er Mängel in der Integrationspolitik sehe. In zahlreichen Migrantenfamilien gebe es zu wenig Anstrengungs- und Leistungsbereitschaft. „Und es ist auch ein Skandal, dass wir Hassprediger nicht aus dem Land schmeißen, wenn sie in den Moscheen ihre Tiraden halten.“

Gabriel warnte in diesem Zusammenhang vor einem Zurückweichen des Staates vor Gewalt in Vierteln mit hohem Ausländeranteil. Eine Lösung für die Probleme in der Integrationspolitik sieht der SPD-Chef in einer besseren Bildung. So müssten die Kindertagesstätten zu Familienbildungsstätten in den sozialen Brennpunkten werden. Zudem sollte der Staat Integrationsprobleme künftig statistisch erfassen. Damit würde sich die Politik selbst unter Handlungsdruck setzen, eine Besserung zu erreichen.

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9 Kommentare zu "Fall Sarrazin: SPD-Chef Gabriel knöpft sich die Bundesbank vor"

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  • Unterdessen hat der langjährige Vorsitzende der SPD-bundestagsfraktion, Peter Struck, seine Genossen zu mehr Gelassenheit im Umgang mit ihrem umstrittenen buchautor ermahnt. „Thilo Sarrazin hat nicht die Meinung der SPD vertreten“, sagte Struck im interview der Woche des Deutschlandfunks laut Vorabbericht. „ich hätte klargestellt: Es ist die Einzelmeinung von Thilo Sarrazin und dann hätte man es gut sein lassen sollen.“

    ........... Oh, ihr blinden und Tauben! Eben nicht! 3/4 der deutschen bevölkerung teilt Sarrazin's Thesen! Von wegen Einzelmeinung! Die "Etablierten" sind tatsächlich beratungsresistent!

  • Herr Gabriel hat nicht mal Ahnung von Ernährung. Der Fettpanzer, den er bewust mit sich herumschleppt, spricht für sich. Die einzige politische Erfahrung, die er hat, besteht im Fahren gegen die Wand.

  • Hat Herr Gabriel überhaupt eine Ahnung von den Geschäften der bundesbank?
    Das unkompetente Geschwätz zu Störfällen in Atomkraftwerken hat ja gezeigt dass er noch nicht mal weiss wie ein Atomkraftwerk funktioniert. Was hat denn der Schwätzer für einen beruf? Vermutlich beamter Rechtsanwat oder Lehrer?

  • Welch ekelhafte Heuchler diese Sozis doch sind! Erst leiten die ein Parteiausschlussverfahren gegen Sarrazin ein und fordern seinen Rausschmiss aus der bundesbank. Und jetzt beklagen die die Kosten, die Sarrazins Rauswurf aus der bundesbank kostet. Wohlgemerkt: bis heute ist kein formaljuristischer / inhaltlicher Grund bekannt, warum er a) aus der SPD oder b) aus der bundesbank rausgeschmissen werden könnte.

    Dass man auf diese Tour schlechte Karten hat, sprich die Kündigung aus der Firma vielleicht sehr teuer werden könnte, das leuchtet dummen Sozis, wie dem Harzer Roller Gabriel - ein unterblichteter Lehrer - natürlich nicht ein.

    Warum erklären all diese Krakusen nicht einfach mal ganz nüchtern, sachlich, inhaltlich, formaljuristisch korrekt, was sie Sarrazin eigentlich genau vorwerfen?

  • Gabriel: Was hat der bislang Großes bewegt?
    Dieser Looser hatte doch selbst durch sein dummes Gewäsch eine Steilvorlage gegeben. Dass er es noch wagt, das Maul aufzureißen. Hatte er doch 2003 der SPD in Niedersachsen ein Wahldebakel beschert (-14,5%), nun versucht er, die SPD landesweit unter die 5% Hürde zu drücken.
    .
    ich glaube, dass er das Zeug dazu hat.

    . Und dass so einer SPD-Chef ist, lässt sich meiner Meinung nach nur damit erklären, dass unter den blinden SPDlern der Einäugige der Leit- und Neidhammel ist.

  • Gabriel steht letztlich auf verlorenem Posten, wenn er nicht endlich seine Diffamierung über die genetischen Thesen Sarrazins fallen läßt. Diese Dinge entsprechen dem Stand der einschlägigen Wissenschaft, und Gabriel schwingt damit auch wieder nur die Nazi-Keule; nichts Neues also in der SPD-Führung. Entweder verteidigt er nur seine vorschnelle Vorverurteilung oder er ist ideologisch verblendet. beides ist am Ende nicht zu halten.

  • Gabriel sollte sich lieber mal um die AWD Politiker
    kümmern, die nicht wissen was sie taten und tun. Auch Schröder war gerne Gast bei Maschmeyer und damit auch Werbeikone. Wegen Tausend Euro so ein Aufstan. Sarrazin war kein Migrant in einer Putzkolonne.

  • Eine Frechheit! Welche Partei hat die bundesbank denn erst in die bedrängnis gebracht, sich mit dem Fall Sarazin zu beschäftigen (unabhängig davon, ob man seine Thesen unterstützt oder nicht)? Es war doch klar, dass der Mann, der bereits als Finanzsenator belins skandalträchtige Thesen am Fließband produzierte im bundesbankvorstand nicht einfach verstummen würde.

    Vielmehr haben die berliner-SPD und die bundes-SPD ihr Nominierungsrecht geschickt ausgenutzt, um Sarazin abzuschieben und das Problem loszuwerden.

    Jetzt die bundesbank zu kritisieren, steht Herrn Gabriel deshalb nicht im Entferntesten zu, nachdem seine Partei das "Problem" Sarazin einfach weitergeschoben hat!

  • Gabriel ist ein Primitiver Primat ! Selber keine Diätenerhöhung auslassen , andere aber wegen ihrer Einkünfte kritisieren .
    Lieber Herr Gabriel, gehen sie doch bitte mit gutem beispiel voran , verzichten sie auf 50 % ihrer monatlichen Einnahmen , dann, und erst dann sollten sie andere wegen ihres Einkommens kritisieren .

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