Fallende Preise an der Börse Der deutsche Strommarkt gerät aus den Fugen

Die Preise an der Strombörse fallen rapide. Doch das ist mehr Fluch als Segen. Viele nicht wirtschaftliche Kohle- und Gaskraftwerke werden zwangsweise am Netz gehalten – um einen Blackout zu verhindern. Eine Analyse.
An sonnigen und windreichen Tagen fegen Windräder die fossilen Kraftwerke vom Strommarkt – das drückt die Preise. Quelle: dpa
Windräder vor dem RWE-Kraftwerk Niederaußem

An sonnigen und windreichen Tagen fegen Windräder die fossilen Kraftwerke vom Strommarkt – das drückt die Preise.

(Foto: dpa)

Die Preise an der Strombörse kennen nur eine Richtung: nach unten – und das schon seit Monaten. Ein Ende ist nicht in Sicht. Heute muss man zwar keine 25 Euro mehr ausgeben, um eine Megawattstunde zu kaufen, doch was auf den ersten Blick wie ein Segen für Politik und Verbraucher aussieht, ist in Wahrheit ein vergiftetes Geschenk. Die Debatte um einen Ausstiegsplan für die Kohlekraftwerke könnte sich vor dem Hintergrund des Preissturzes an der Strombörse bald schon als blanker Zynismus entpuppen.

 
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